Features im Radio

Features

Mittwoch 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Schutzschild und Abwehr

Das menschliche Immunsystem (3). Gestaltung: Sabine Nikolay Wie alle Lebewesen ist auch der Mensch ständig Gefahren von außen ausgesetzt. So manche Gefahren für Leib und Leben kann man abschätzen und vermeiden: Im Straßenverkehr ebenso wie im Alltag. Was wir allerdings nicht sehen: Krankheitserreger, die mikroskopisch klein in der Atmosphäre schweben und unseren Organismus in Gestalt von Viren, Bakterien und Pilzen bedrohen, aber auch in Form von Plasmodien und Parasiten. Sie können in den menschlichen Körper eindringen und so unserer Gesundheit den Kampf ansagen. Bereits der deutsche Mediziner Robert Koch prägte das Bild der Erreger als "feindliche Eindringlinge", die es zu bekämpfen galt. So wurden die Bestandteile des Blutes aus medizinischer Sicht nicht mehr nur nach ihrer Farbe oder Form klassifiziert, sondern anhand ihrer Rolle im Kampf gegen Krankheitserreger: Weiße Blutkörperchen wurden in Fress-, Helfer- und Killerzellen unterteilt - sie galten als "Truppen" unseres "Abwehrsystems". Gegen solche Angriffe von außen schützt das Immunsystem. Es besteht aus der angeborenen Immunantwort, einem in der Frühzeit des Menschen entwickelten Schutzschild, der so effektiv ist, dass er über Jahrtausende weitgehend unverändert geblieben ist, und der adaptiven Immunabwehr, einem hoch flexiblen, sich ständig verändernden und weiterentwickelnden Schutzsystem das sehr effektiv ist. Der Aufbau unseres Immunsystems ist sehr komplex und besteht aus zahlreichen Bestandteilen. Zu den Organen des Immunsystems zählen neben dem Blut das sogenannte lymphatische System mit den lymphatischen Organen. Außerdem bieten Haut und Schleimhäute einen wichtigen Schutz gegen Stoffe und Eindringlinge von außen. Wie kann man das Immunsystem stärken, wie funktionieren Impfungen und die Immunisierung nach überstandener Krankheit, und warum dauert es so lange, bis das menschliche Immunsystem auf neue Bedrohungen wie zum Beispiel das Corona Virus effizient reagiert?

Mittwoch 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Vertrauen Wie wir es entwickeln und gewinnen Angst Vom Umgang mit einem unheimlichen Grundgefühl Das Kalenderblatt 27.1.1880 Edisons bessere Glühbirne Von Martin Trauner Vertrauen - wie wir es entwickeln und gewinnen Autorin: Anja Mösing / Regie: Martin Trauner Es ist fast so etwas wie ein wunderbares Lebenselexir: Vertrauen. Wenn wir von liebevollen Armen fürsorglich gehalten und liebkost werden, dann entsteht es. Hier liegt der Ursprung tiefen Vertrauens. Ein Gefühl, das wir lernen, ohne es zu merken. Dabei ist es für uns Menschen ungefähr so elementar wie Luft zum Atmen, meint der Philosoph Martin Hartmann. Leider bemerkt man oft erst wie wichtig Luft oder eben Vertrauen sind, wenn sie fehlen - zum Beispiel wegen einer Erkältung oder wegen eines Vertrauensbruchs. Wie soll man zum Beispiel ohne Vertrauen im Restaurant essen oder mit dem Bus fahren? Fehlt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, werden Entscheidungen aller Art zum Problem. Als "Mechanismus der Reduktion" erleichtert uns Vertrauen das Leben, konstatierte der Soziologe Niklas Luhmann schon in den 1960er Jahren. Spannend ist, welche Haltung wir heute brauchen, um mit der richtigen Portion Vertrauen durchs Leben zu gehen. Angst - vom Umgang mit einem unheimlichen Grundgefühl Autorin: Silke Wolfrum / Regie: Irene Schuck Jeder gesunde Mensch hat Angst. Das unangenehme Gefühl, das uns das Blut in die Beine treibt, den Herzschlag beschleunigt und die Pupillen weiten lässt, ist universell und überlebenswichtig. Wer ohne einen Satz an Ängsten auf die Welt kommt, der lebt nicht lange, sagt Professor Borwin Bandelow von der Psychiatrischen Klinik der Universität in Göttingen. Er erklärt, warum wir uns oft vor harmlosen Dingen fürchten und nicht vor gefährlichen, wann Angst ein gesunder Antrieb ist und wann lähmende Blockade. Schon selbst an Angst erkrankt ist die Achtsamkeits- und Meditations-Lehrerin Doris Iding. Heute lehrt sie, wie man gut mit seinen Ängsten umgehen kann. Denn mutig ist nicht, wer keine Angst hat, sondern wer seine Ängste kennt. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Susanne Poelchau

Mittwoch 09:30 Uhr Ö1

Radiokolleg - Lust auf Literatur

Die Radiokolleg-Bücherbox zum Thema "Lesen" (3). Gestaltung: Julia Reuter Die "Bücherbox" ist ein neues Langzeit-Format des Radiokollegs, das sich mit bekannten literarischen Werken befasst - von Klassikern bis zeitgenössischen Romanen. Jede Folge ist einem bestimmten Buch gewidmet und gibt Einblick in die Handlung, die Entstehungs- sowie die Rezeptionsgeschichte. Dabei soll auch hinterfragt werden, ob und warum das jeweilige Buch als Weltliteratur gilt - ein Begriff, den Johann Wolfgang von Goethe geprägt hat. Die "Bücherbox" richtet sich sowohl an ein jüngeres Publikum als auch an all jene, die nicht in Literaturwissenschaften bewandert sind. Es geht darum, Berührungsängste abzubauen und (dem Titel entsprechend) Lust auf Literatur zu machen. *Staffel 1: "Über das Lesen"* Markus Zusak: "Die Bücherdiebin" (2006) [Australien] Umberto Eco: "Der Name der Rose" (1980) [Italien] Ray Bradbury: "Fahrenheit 451" (1953) [USA] Dai Sijie: "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" (2000) [Frankreich/China] In der ersten Staffel der "Bücherbox" stehen vier Romane im Mittelpunkt, in denen das Lesen von Büchern von zentraler Bedeutung ist. " ... ein Buch im Haus nebenan ist wie ein geladenes Gewehr. Vernichte es. Entlade die Waffe. Breche den menschlichen Geist", heißt es in Ray Bradburys Roman "Fahrenheit 451". Lesen ist in Bradburys Dystopie verboten, Bücher werden von Feuerwehrmännern aufgespürt und verbrannt, manchmal kommen dabei auch die Buchbesitzer ums Leben. Im Roman "Der Name der Rose" von Umberto Eco, dessen vorwiegender Schauplatz ein mittelalterliches Kloster zur Zeit der Inquisition ist, kann Lesen mitunter tödlich enden, nämlich das Lesen eines ganz bestimmten Buches, dessen Seiten vergiftet wurden, damit sein Inhalt nicht verbreitet wird. Verbotene Bücher spielen auch in Dai Sijies Roman "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" eine nicht unwesentliche Rolle. Es geht um zwei Jugendliche, die in einem chinesischen Bergdorf von Bauern umerzogen werden sollen und auf einen Koffer voll mit westlichen Büchern stoßen, die sie fasziniert zu lesen beginnen. Markus Zusak hat sich in seinem Roman "Die Bücherdiebin" ebenfalls mit der Faszination des Lesen sowie der Macht der Worte auseinandergesetzt. Aus der Sicht des Todes wird die Geschichte eines kleinen Mädchens erzählt, das während des Zweiten Weltkrieges zu Pflegeeltern kommt, dort Lesen lernt, Bücherverbrennungen miterlebt und vom lodernden Haufen Bücher stiehlt.

Mittwoch 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

The Base, Chronopop, Dives, Der Nino aus Wien (3). Gestaltung: Sabine Nikolay, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Stefan Niederwieser *DIVES* Seit 2015 macht das Trio DIVES gemeinsam Musik und hat im Sturm die österreichische als auch die europäische Musiklandschaft mit einer großen Portion elegantem Surfrock erobert. Tamara Leichtfried, Viktoria Kirner und Dora De Goederen haben sich auf dem Pink Noise Girls Rock Camp in Linz 2015 gefunden - ein Musikcamp für Mädchen und junge Frauen und ein Ort der Selbstermächtigung. Das Netzwerk "Girls Rock Camp Alliance" hat seinen Sitz in den USA und veranstaltet seit 20 Jahren jedes Jahr über 50 internationale Musikcamps für junge Frauen und Mädchen. 2019 haben DIVES ihr viel beachtetes Debütalbum "Teenage Years Are Over" veröffentlicht, waren für den FM4 Award bei den Amadeus Austrian Music Awards nominiert und haben auf zahlreichen Bühnen innerhalb und außerhalb des Landes gespielt: Als Support-Band von Bilderbuch, AnnenMayKantereit, Courtney Barnett, Franz Ferdinand und am legendären "Ibiza-Wochenende" auf dem "Vengabus". Drei Frauen, die gemeinsam Musik machen und den Spirit großer Heldinnen wie etwa den Shangri-la"s weitertragen, die sich aber gegen reduzierende Begriffe wie "Frauenband" lautstark wehren: Sollte es nicht längst selbstverständlich sein, Musik und Menschen gleichberechtigt, ohne den mühsamen Verweis aufs Geschlecht zu hören und wahrzunehmen? DIVES sind Teil der jungen Generation an Musiker/innen aus Österreich, die markante Statements setzen und es mit Leichtigkeit schaffen, internationalen Popmusiker/innen das Wasser zu reichen. Gestaltung: Alexandra Augustin

Mittwoch 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Mittwoch 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Pause machen Leerlauf mit Sinn Arbeitszeit Von der Stechuhr zum Coworking Space Das Kalenderblatt 27.1.1880 Edisons bessere Glühbirne Von Martin Trauner Pause machen - Leerlauf mit Sinn Autorin: Kirsten Zesewitz / Regie: Christiane Klenz Die Pause ist eine ganz besondere Zeit. Eine Zeit "dazwischen". Die Pause ist eine Art Zäsur, sie trennt Phasen der Arbeit, des Tuns und Schaffens voneinander. Pause bedeutet Rast, Ruhe. Wie diese Pause gestaltet wird und wann es überhaupt Pausen gibt, war in den letzten Jahrhunderten sehr unterschiedlich. Noch in der Frühindustrialisierung machten die Arbeiter meistens Pause, wenn es irgendwie passte - erst später mussten sich die Arbeiter einem vorgegebenen Takt unterwerfen. Und mit der zunehmenden Fließbandarbeit wurde es zum Beispiel immer wichtiger, wo sich die Toiletten befinden - ein zu weiter Weg bedeutete eine zu lange Pause... Arbeitszeit - von der Stechuhr zum Coworking Space Autorin: Maike Brzoska / Regie: Anja Scheifinger Acht Stunden arbeiten, acht Stunden schlafen und acht Stunden Freizeit und Erholung. So formulierte es der Waliser Robert Owen bereits 1830. Damals eine radikale Forderung, in Großbritannien wie auch in Deutschland. Denn zu Beginn des Industriekapitalismus schufteten die Arbeiterinnen und Arbeiter bis zu 14 Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. Damals begann die Arbeiterschaft sich gewerkschaftlich zu organisieren und durch Streiks immer bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen, bis 1918 hierzulande schließlich der Acht-Stunden-Tag gesetzlich festgeschrieben wurde. An sechs Tagen die Woche allerdings. Erst 1965 erkämpften die Gewerkschaften die Fünf-Tage-Woche, allen voran die IG Metall mit ihrem Slogan "Samstags gehört Vati mir". Mehr als ein Jahrhundert lang dauerte der Kampf um die 40-Stunden-Woche. Und heute? Kennen viele ihre geleistete Stundenzahl gar nicht mehr. Abends noch schnell eine Mail schreiben, am Wochenende in Ruhe den Bericht lesen. Vor allem in kreativen und wissensintensiven Branchen ist die Arbeitszeit heute sehr flexibel, auch dank der Digitalisierung. Gönnen wir uns denn acht Stunden Freizeit und Erholung, wie es Owen vor fast 200 Jahren gefordert hat? Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Nicole Ruchlak

Mittwoch 19:00 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Innenansichten einer Partei Ein AfD Kreisverband im Ruhrgebiet Von Reinhard Schneider Regie: der Autor Produktion: WDR 2020

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

"Wir wollten nur rassische und nationale Einheit bewahren" Die Angeklagten im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess 1945/46 Von Winfried Sträter Sie fühlten sich zu Unrecht angeklagt. Hitler sei für alles verantwortlich gewesen. Und die "Judenfrage" sollte eigentlich nicht gewaltsam gelöst werden: die NS-Elite auf der Anklagebank.

Mittwoch 22:00 Uhr MDR KULTUR

Digitale Demagogie

Ein Feature über rechte Radikalisierung und Hetze im Netz Von Sebastian Meissner In den letzten Jahren ist in Chats, Foren und sozialen Netzwerken ein dichtes Geflecht aus rechten Influencer*innen und bloggenden Demagog*innen entstanden. Auf ihren Kanälen verbreiten sie antisemitische und antidemokratische Verschwörungsmythen und streuen gezielt Desinformationen. Einige sprechen offen von einen Info-Krieg, in dem sie sich zu befinden glauben. Als Folge überziehen ihre Follower*innen andersdenkende Internet- User*innen mit Hass, Morddrohungen oder sexistischen Kommentaren. Netzwerkbetreiber wie Facebook, Twitter und Google sind zwar durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) verpflichtet, strafrechtlich relevante Beiträge zu melden und zu löschen, allerdings entscheidet darüber oft nicht ausreichend geschultes eigenes Personal und keine Jurist*innen. Telegram als populärer Messenger-Dienst fällt gar nicht erst unter das NetzDG, obwohl es seit Ausbruch der Corona-Pandemie einen starken Anstieg an rechten und rechtsextremen Telegram-Kanälen gibt. Einer der zentralen Prozesse, die zur Radikalisierung im Internet führen, ist das Geschäftsmodell der digitalen Plattformen: die Aufmerksamkeitsökonomie. Je länger User*innen auf Facebook oder YouTube verweilen, desto größer fallen die Werbeeinnahmen aus. Algorithmen belohnen die Verbreitung von toxischen Schlagzeilen, weil diese deutlich mehr Aufmerksamkeit generieren als positive. So tragen Netzwerkbetreiber dazu bei, dass demokratiefeindliche Erzählungen an Auftrieb gewinnen. Aus Aufmerksamkeitsökonomie wird Desinformationsökonomie. Aus digitalen Kommunikationswerkzeugen werden Radikalisierungsmaschinen. Das Feature beleuchtet, wie rechte Influencer*innen mit missionarischem Eifer bis weit in die Mitte der Gesellschaft vordringen und mit gezielten Medienstrategien Paranoia und Ängste schüren. Zu Wort kommen Akteure, die sich dem wachsenden Hass entgegenstellen und sich für eine effektivere Strafverfolgung und für mehr Courage in der Off- und Online-Welt einsetzen. Sebastian Meissner, geboren 1969 in Czestochowa (PL), studierte in Frankfurt/Main Pädagogik, Soziologie und Amerikanistik. Er arbeitet als Feature-Autor, Regisseur, Komponist und Klangkünstler. Auch realisierte Meissner Bühnenproduktionen, Filmsoundtracks und Klanginstallationen (u.a.) für Forsythe Ballett, Transmediale Berlin, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Steirischen Herbst Graz, Lincoln Center New York, Festival of Jewish Culture Krakow und Al-Balad Theater in Amman. 2011 erhielt Meissner den Ehrenpreis der Prix Ars Electronica in der Kategorie Digitale Musik und Klangkunst. Produktion: WDR 2021 (59 Min.)

Mittwoch 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Feature

Digitale Demagogie das ARD radiofeature Ein Feature über rechte Radikalisierung und Hetze im Netz Von Sebastian Meissner (Produktion: WDR 2021) In sozialen Netzwerken verbreiten sich Hass und Gewalt besonders effektiv. Rechte Influencer*innen befeuern in populärem Design rassistische und antidemokratische Verschwörungsmythen. Netzwerkbetreiber wie Facebook, Twitter und Google sind zwar gesetzlich verpflichtet, strafrechtlich relevante Beiträge zu melden und zu löschen, allerdings entscheidet darüber oft nicht ausreichend geschultes eigenes Personal und keine Jurist*innen. Einige sprechen inzwischen offen von einen Info-Krieg, in dem sie sich zu befinden glauben. Wie kann man diese Radikalisierung im Netz durchbrechen?

Mittwoch 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Schutzschild und Abwehr. Das menschliche Immunsystem (3). Gestaltung: Sabine Nikolay Lust auf Literatur. Die Radiokolleg Bücher-Box zum Thema "Lesen" (3). Gestaltung; Julia Reuter The Base, Chronopop, Dives, Der Nino aus Wien (3). Gestaltung: Sabine Nikolay, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Stefan Niederwieser

Mittwoch 22:30 Uhr HR2

Jazzfacts

What"s going on? - Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt | Livestream mit der hr-Bigband | Act Local - Fokus Rhein-Main Part 5 feat. Franziska Aller, Angela Frontera, Ulf Kleiner am 30.01.21 um 20 Uhr

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