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Samstag 08:05 Uhr BR-Heimat

Bayerisches Feuilleton

Bayerische Berufungen und Instanzen Der Kini Von Bernhard Setzwein Wiederholung am Sonntag, 20.05 Uhr, Bayern 2 112 Jahre lang regierten sechs verschiedene Könige das bayerische Volk. Lange Zeit wurde ihre Stellung im wahrsten Sinne des Wortes als gottgegeben hingenommen, für Generationen waren sie die bayerische Instanz schlechthin. Dazu berufen wurden sie durch die Vorsehung, die in einer Art genetischem Würfelspiel entschied, wer als nächstes an der Reihe sei. Dadurch konnte es zu so bizarren Konstellationen kommen wie der, dass der schwer geisteskranke Otto nach dem Tod seines Bruders König Ludwig II. Monarch des Landes wurde, nur weil es die Thronfolge so vorsah. Otto I. war sogar der bayerische König mit der längsten Amtszeit, nämlich 30 Jahre. Er verbrachte sie in dem zur "Gummizelle" umgebauten Schloss Fürstenried. Allein dies schon zeigt, dass es mit der Berufung und Instanz "da Kini" keine ganz einfache Geschichte war und ist. Die Münchner Novemberrevolution 1918 sorgte dafür, dass der letzte bayerische König Ludwig III. Hals über Kopf sein Land verlassen musste. Sein völlig fahruntaugliches Automobil landete in der Nähe von Rosenheim im Straßengraben. Doch die Begeisterung für die bayerischen "Royals", die in jenen Jahren, aber auch während der Nazizeit, eher einer Mordlust gewichen war, sollte Jahrzehnte später bei so manchem Königstreuen wieder aufflammen. Mittlerweile sind wir aber ein "Freistaat", was bei seiner Proklamation durch den Sozialisten und Literaten Kurt Eisner auch heißen sollte: frei von Monarchie. Aber nicht ganz frei von Interesse und Bewunderung für gewissen Ersatz-Monarchen. Das zeigen in Bernhard Setzweins Feature "Da Kini: bayerische Berufungen und Instanzen" das Beispiel des Ludwig-II.-Doubles Siegfried Mathes ebenso wie die unglaubliche Geschichte des "Königs von Togo", der als Küchenhilfe in Hermannsdorf arbeitet. BR 2021

Samstag 08:05 Uhr Bayern 2

Bayerisches Feuilleton

Bayerische Berufungen und Instanzen Der Kini Von Bernhard Setzwein Wiederholung am Sonntag, 20.05 Uhr, Bayern 2 112 Jahre lang regierten sechs verschiedene Könige das bayerische Volk. Lange Zeit wurde ihre Stellung im wahrsten Sinne des Wortes als gottgegeben hingenommen, für Generationen waren sie die bayerische Instanz schlechthin. Dazu berufen wurden sie durch die Vorsehung, die in einer Art genetischem Würfelspiel entschied, wer als nächstes an der Reihe sei. Dadurch konnte es zu so bizarren Konstellationen kommen wie der, dass der schwer geisteskranke Otto nach dem Tod seines Bruders König Ludwig II. Monarch des Landes wurde, nur weil es die Thronfolge so vorsah. Otto I. war sogar der bayerische König mit der längsten Amtszeit, nämlich 30 Jahre. Er verbrachte sie in dem zur "Gummizelle" umgebauten Schloss Fürstenried. Allein dies schon zeigt, dass es mit der Berufung und Instanz "da Kini" keine ganz einfache Geschichte war und ist. Die Münchner Novemberrevolution 1918 sorgte dafür, dass der letzte bayerische König Ludwig III. Hals über Kopf sein Land verlassen musste. Sein völlig fahruntaugliches Automobil landete in der Nähe von Rosenheim im Straßengraben. Doch die Begeisterung für die bayerischen "Royals", die in jenen Jahren, aber auch während der Nazizeit, eher einer Mordlust gewichen war, sollte Jahrzehnte später bei so manchem Königstreuen wieder aufflammen. Mittlerweile sind wir aber ein "Freistaat", was bei seiner Proklamation durch den Sozialisten und Literaten Kurt Eisner auch heißen sollte: frei von Monarchie. Aber nicht ganz frei von Interesse und Bewunderung für gewissen Ersatz-Monarchen. Das zeigen in Bernhard Setzweins Feature "Da Kini: bayerische Berufungen und Instanzen" das Beispiel des Ludwig-II.-Doubles Siegfried Mathes ebenso wie die unglaubliche Geschichte des "Königs von Togo", der als Küchenhilfe in Hermannsdorf arbeitet. BR 2021

Samstag 09:00 Uhr MDR KULTUR

Wer im Treibhaus sitzt - Klimaneutral leben in Magdeburg

Von Stefanie Leistner (Ursendung) In der Wohngemeinschaft Vitopia in Magdeburg leben zehn Erwachsene und eine Handvoll Kinder in einer ehemaligen Gärtnerei. Leihen, tauschen, für den Eigenbedarf gärtnern, ökologisch renovieren, autoarm leben, nicht mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen - mit ihrer bedachten Lebensweise verbrauchen sie nach eigenen Berechnungen 3,7 Tonnen Kohlendioxid pro Person und Jahr - wirklich nachhaltig wären 2,0 Tonnen, der deutsche Durchschnitt liegt momentan bei jährlichen 11 Tonnen. Wie gestaltet sich das ökologisch orientierte Gemeinschaftsleben auf dem Magdeburger Herrenkrug-Areal und welche Konflikte bringt das mit sich? Das Feature erzählt von Alltag und individuellen Entscheidungen für diese Lebensform. Produktion: MDR 2021 (29 Min.)

Samstag 09:05 Uhr SR2 Kulturradio

FeatureZeit

Bodenschutz ist Christenpflicht-Die Verantwortung der Kirchen im Umgang mit ihrem Land Von Brigitte Lehnhoff

Samstag 09:05 Uhr Ö1

Hörbilder

"... wie ein großer alter Baum, der immer da ist und wartet". Der New Yorker Stammtisch der Vertriebenen. Seit 1943 treffen sich in Manhattans Upper Side all jene, die auf der Flucht vor dem Dritten Reich in die USA emigrierten. In den wöchentlichen Zusammenkünften wird miteinander gegessen, gelacht und gesprochen, über Kultur, Politik und Persönliches, die Vergangenheit und das Heute - per Du und auf Deutsch. Nach dem Tod der langjährigen Gastgeberin Gaby Glückselig 2015, hat Trudy Jeremias diese Rolle übernommen. Feature von Katharina Menschick "Ich wollte den Stammtisch unbedingt retten und so tu ich"s noch immer," erzählt Trudy Jeremias in ihrer gemütlichen Wohnung in der Upper East Side Manhattans. Den Stammtisch, zu dem die 95-Jährige jeden Mittwoch einlädt, gibt es seit 1943. Gegründet wurde er von Emigrant/innen aus Deutschland und Österreich. Neben der Sprache teilen die Stammtischgäste "Erinnerungen an ähnliche Begebnisse im Leben. An die Flucht oder die Auswanderung und auch noch an die Zeit vor 1938," wie Arnold Greissle-Schönberg erzählt. Der 1923 geborene Enkel des Komponisten Arnold Schönberg wurde wie Trudy kurz nach dem "Anschluss" auf Grund seiner jüdischen Herkunft aus Österreich vertrieben. Auch Marion House gehört zu den regelmäßigen Stammtisch-Gästen. Vor Kurzem hat sie ihren 98. Geburtstag gefeiert. Mit 16 floh sie auf einem Kindertransport aus Berlin. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Wahl-New Yorker/innen und Besucher/innen aus Österreich und Deutschland in die Stammtisch-Runde aufgenommen. So wie die jährlich wechselnden jungen Freiwilligen aus Österreich, die für den Verein Gedenkdienst in Interviews die Geschichten von Überlebenden der Shoah aufzeichnen. Der Stammtisch ist ein Fixpunkt im Alltag seiner Mitglieder. Als im März 2020 auf Grund der Corona-Pandemie persönliche Treffen nicht mehr möglich sind, wird er ins Internet verlegt. Die junge Historikerin Katharina Menschick war über ein Jahr lang in der Runde zu Gast und hat mit Arnold, Trudy und Marion über ihr Leben gesprochen. Redaktion: Elisabeth Stratka

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Salon der Leerstellen Dialoge über jüdisches Denken Von Jean-Claude Kuner Wiederholung: So. 15.04 Uhr Produktion: WDR 2021

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

radioFeature

Ein Feature über Baumleichen, Klimawandel und zerstrittene Experten Von Max Lebsanft BR 2020 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr 2021 hat es bisher mehr geregnet als in den letzten Jahren, aber auch dieses Jahr ist trockener als der Durchschnitt und das Niederschlagsdefizit aus den letzten Jahren wirkt nach. Im Nationalpark Harz steht 2020 Baumleiche neben Baumleiche. Buchen verdursten, Zweige und Triebe sterben ab, Käfer und Pilze fallen über die geschwächten Bäume her. Der Klimawandel setzt dem deutschen Wald zu. Mehr als 110.000 Hektar Wald sollen in Deutschland bereits abgestorben sein. Fachleute suchen händeringend nach Lösungen. Im Harz und anderswo kämpfen Naturschützer gegen jene, die den Wald vorrangig ökonomisch nutzen wollen. Sie beharren darauf, in die Schutzzone des Parks nicht einzugreifen. Ihr Argument: Die Natur könne sich selbst am wirksamsten gegen den Klimawandel schützen. Förster warnen dagegen vor dem Borkenkäfer, der vor den Grenzen des Parks nicht haltmache und für verheerende Zerstörung in den umliegenden Nutzwäldern sorge. Viel Geld ist im Spiel. Eine halbe Milliarde Euro will Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner kurzfristig in den Waldschutz stecken. Die Frage ist: Wer bekommt das Geld - und wofür? Manche Forstverbände wollen damit flächendeckend Baumarten aus Nordamerika oder Asien in Deutschland pflanzen, die vermeintlich besser mit Hitze und Trockenheit umgehen können. Für Artenschützer ein Experiment mit ungewissem Ausgang, viele befürchten eine ökologische Katastrophe. Ist der deutsche Wald noch zu retten? Und wenn ja, wie? Eine Spurensuche aus dem letzten Jahr, die auch heuer aktuell ist.

Samstag 14:00 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Die Privatarmee der Dickhäuter Ein Deutscher kämpft um das Überleben der Nashörner Von Frank Odenthal Regie: Alexander Bühler Produktion: rbb 2018

Samstag 14:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Elvira Teufel Aufg"räumt is fix - mit dem Putzlumpen durchs Opernchaos Von Markus Vanhoefer Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr "Aufgeräumt is fix, aber wer langt scho hie, wenn i net hielang? Wie entsorge ich den "Ring des Nibelungen" nach der Götterdämmerung, und welches Scheuerpulver hilft, wenn die Stimmbänder des Startenors Rost angesetzt haben? Es ist höchste Zeit, in der Musik wieder Ordnung zu schaffen, und des bedarf schon einer kompetenten Hand, um die "Kunst der schönen Töne" so richtig auf Hochglanz zu polieren. Wer könnte diese Aufgabe besser - und gründlicher - erledigen, als Elvira Teufel, "Reinigungsfachkraft für musikalische Angelegenheiten" mit langjähriger Berufserfahrung? Diesmal begibt sich unsere bayerische "Putzmadame" mit Staubsauger, Eimer und Besen ins Opernhaus, denn gerade auf den "Bretter, die die Welt bedeuten", warten besonders heikle Herausforderungen auf Elvira Teufel, sowohl putztechnischer als auch persönlicher Art. Warum gibt es auf der Opernbühne so viele Blutflecken, und warum will Elviras "Göttergatte", der Busfahrer Toni, seine Frau so gar nicht ins Gärtnerplatz-Theater begleiten? "GebenS mir fei obacht. Die Oper is extrem gefährlich für Unbefugte!"

Samstag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Feature: Leben ohne Erinnerung

Wie ist ein Leben ohne Erinnerung möglich? Nach der Diagnose "schweres Schädel-Hirn-Trauma" muss sich der damals 31-jährige Daniel in einem neuen Leben zurechtfinden.

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Il Sottosopra - Unter Tage, über Tage Aus dem Leben sardischer Bergmänner Von Gianluca Stazi und Giuseppe Casu Übersetzung, Bearbeitung und Regie: Karin Hutzler Mit: Hansa Czypionka, Werner Rehm, Stefan Kreißig, Inka Löwendorf, Joachim Schönfeld Ton: Alexander Brennecke Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: 47"10 Silvestro und Manlio haben Jahrzehnte lang in einem Bergwerk auf Sardinien gearbeitet. Sie beschreiben den Berg abwechselnd als Vater, Freund oder Fluch. Nun, da die Mine längst geschlossen ist und beide in Rente sind, kehren sie zurück. "Das Bergwerk hat mich das Leben gelehrt. Ich nenne es Papa." Nach einem langen Leben in den Tiefen einer sardischen Mine, beschreiben Silvestro und Manlio hier ihre lebensprägende Beziehung zu Stollen, Staub und Arbeit. Und sie erzählen von dem Moment, als sie damit drohten, sich im Inneren des Berges in die Luft zu sprengen, aus Protest gegen die Schließung ihrer Mine. Das war vor Jahren. Nun kehren sie zurück an den Ort, den die Natur sich langsam zurückerobert. Das italienische Originalstück wurde beim Prix Europa 2018 als bestes europäisches Radio-Feature ausgezeichnet. Gianluca Stazi, 1978 in Rom geboren, arbeitet als Autor und Tonmeister für Radiofeatures und Filmproduktionen. Auswahl an Features: "Abruxia" (2012, ausgezeichnet mit dem Marco Rossi Preis), "Achille e Tartaruga" (2015). Giuseppe Casu, 1968 in Cagliari (Sardinien) geboren, ist gelernter Physiker und hat in Paris und Rom Film studiert. Er arbeitet hauptsächlich als Dokumentarfilmer und Medienpädagoge. Auswahl an Filmen: "Il presagio del ragno" (2015), "Ballata in minore" (2019). Il Sottosopra - Unter Tage, über Tage

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