Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Zeit-Ton

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Der Orden der Predigerbrüder". Zum 800. Todestag des Heiligen zeigt Pater Günter Reitzi, Prior des Dominikanerklosters in Wien, Beispiele aus dem Leben des Dominikus Nur wenig ist über die Worte und Taten des Heiligen Dominikus (1170-1221) überliefert. Im Vergleich zu anderen Heiligen Ordensgründern, deren Lebensbild reich an Erzählungen und Legenden ist, wie zum Beispiel bei Franz von Assisi, steht bei Dominikus immer sein Werk im Vordergrund. All sein Handeln zielt darauf ab, durch Lebensform und Wort und geformt durch gründliches Studium, einen Gott des Erbarmens und der Rettung zu verkünden. Gemeinschaftliches Leben und Beten sind für ihn Voraussetzung für die, die sich seinem Predigtwerk anschließen. "Auch ich habe zuerst den Orden kennengelernt - durch eine Osterpredigt in der Wiener Kirche des Ordens. Erst in Folge der Begegnung mit dem Orden bin ich Dominikus begegnet", erinnert sich Pater Günter Reitzi, Prior des Dominikanerklosters in Wien. In den Mittelpunkt seiner "Gedanken für den Tag" zum 800. Todestag des Heiligen am 6. August, stellt er den Gebetsruf von Dominikus "Oh Barmherzigkeit, was wird aus den Sündern!" und zeigt anhand von Beispielen aus dem Leben des Dominikus, wie dieser einen barmherzigen, rettenden Gott verkünden wollte.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.55 Uhr
Ö1 Talentebörse

Junge Künstlerinnen und Künstler im Portrait Julia Schneckenleitner, geboren 1999 in Waidhofen/Ybbs, hat ein Instrument gewählt, das - nach eigener Aussage - zu ihrem Charakter passt: quirlig, lebendig, mit manchmal doch auch ruhigeren Anklängen. Im Jänner 2020 konnte sie beim Bielsko-Biala International Saxfest in Polen reüssieren, wo sie im Rahmen der Miniature Competition den zweiten Platz erspielte.

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Helmut Jasbar. Die Kunst des Duos und andere Dialoge. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein konnte man in der Musik die Spuren der Rhetorik der Rede verfolgen, dann ist diese Denkungsweise eine Weile ins Hintertreffen geraten. Nicht zuletzt durch Nikolaus Harnoncourts Arbeit ist uns dieser Zugang zur musikalischen "Sprache" und ihren Parallelen zum Dialog wieder bewusst geworden. Das Mysterium Musik wurde dadurch nicht geringer. Was sagt die Musik, wenn sie zu uns spricht und wo sind wir, wenn wir ihr zuhören?

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Gewässerbiologe Rainer Kurmayer über Mikroplankton und Klimawandel. Teil 2: Ein gefährdetes Gleichgewicht Gestaltung: Thomas Thaler Ab den 1950er Jahren begannen viele der bekannten Seen um die Alpen zu kippen. Der Eintrag von Stickstoff und Phosphor durch ungeklärte Abwässer wirkte wie Dünger für die mikroskopisch kleinen Algen im Seewasser. Diese Mikroorganismen sind wirklich sehr klein, ein Milliliter enthält Hunderttausend bis eine Million Zellen. Steigt ihre Zahl an, wird das als "Eutrophierung" bezeichnet. Ab den 1970er Jahren wurden die Folgen der zunehmenden Eutrophierung in vielen Seen sichtbar. Die hohe Bioproduktion führte etwa dazu, dass sehr viele abgestorbene Algen in tiefe Seeschichten absanken, und dort zersetzt wurden. Dabei wurde vermehrt Sauerstoff verbraucht, am Seegrund entstanden Regionen, die fast sauerstofffrei waren. Fischarten, die dort ihre Eier ablegten, konnten sich nicht mehr vermehren. Als Reaktion wurden Ringkläranlagen gebaut. Die meisten Seen hatten dadurch bald wieder eine Wasserqualität, die nahe am natürlichen Zustand war. Damit stellten sie auch optimale Badegewässer dar. In den letzten Jahren mehrten sich die Hinweise, dass der Klimawandel negative Auswirkungen auf das Gleichgewicht der Seen haben könnte. Die längere Vegetationsperiode und die stabilere Schichtung des Wasserkörpers führen dazu, dass sich die Algen wieder stärker vermehren. Es kommt auch zu Verschiebungen bei der Artenzusammensetzung der Algenpopulation, die es genau zu beobachten gilt.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Die Explosion von Beirut

Anatomie einer Katastrophe (2). Gestaltung: Monika Halkort Die Explosion im Hafen von Beirut am 4. August 2020 war eine der schwersten nicht-nuklearen Katastrophen in der Geschichte. Rund drei Tonnen Ammonium- Nitrat hatten sich plötzlich, aus immer noch ungeklärten Gründen entzündet und eine Druckwelle in Gang gesetzt die das Kernstück des Hafens, sowie die umliegenden Bezirke, in Schutt und Asche legten. 211 Menschen starben, mehr als 6.500 wurden verletzt, mit zum Teil lebenslänglichen Folgen. Der Sachschaden an Häusern und Infrastruktur wird auf 4 Milliarden Dollar geschätzt. Die konkreten Umstände der Katastrophe liegen bis heute im Dunkeln. Fest steht, dass die hochexplosive Chemikalie unter grober Missachtung aller Sicherheitsbestimmungen, auf engstem Raum, unmittelbar neben Feuerwerkskörpern und leicht entflammbaren Autoreifen gelagert war. Die räumliche Anordnung der Güter, so der UN Sprengstoff Experte Gareth Collett, glich einem improvisierten Sprengsatz in der Größenordnung einer Lagerhalle, der nur darauf wartet zu explodieren. Die Umstände waren geradezu darauf ausgelegt, eine Explosion herbeizuführen. Bis dato ist niemand für die Explosion und ihre verheerenden Folgen zu Verantwortung gezogen worden. Führende Beamte der Zoll- und Hafenverwaltung sind zwar unmittelbar nach der Katastrophe verhaftet worden, aber rechtskräftige Urteile und Anklagen stehen aus. Der Untersuchungsrichter, der mit der Ermittlung zu den Ursachen des Desasters betraut wurde, ist mittlerweile abgesetzt worden. Er hatte sich das Recht herausgenommen, führende Regierungsvertreter und Ministeriumsbeamte zum Verhör zu laden, und setzte sich damit ins politische Aus. Anstatt Licht in die dunkle Schattenwirtschaft im Hafen zu bringen, haben alle offiziellen und inoffiziellen Ausklärungsversuche bisher nur neue, ungelöste Fragen und Rätsel zu Tage gebracht. Monika Halkort macht sich in einer 4-teiligen Radiokolleg Reihe auf die Spur der mysteriösen Faktenlage. Ihre Spurensuche führt zurück in die Wirtschaftswunderjahre der 50er und 60er Jahren, als der Libanon und seine Häfen zentrale Verhandlungsmasse im Kampf um die Ölressourcen und die daran geknüpfte politische wie militärische Kontrolle in der Region waren. Der Wettlauf zwischen den damaligen Supermächten USA, Russland und ihrer jeweiligen regionalen Verbündeten, legte den Grundstein für Rentierökonomie, die das Land mehr und mehr von externen Interessen und Investitionen abhängig machte und das politische Leben zutiefst gespalten und an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hat. Die Explosion im Hafen von Beirut markiert den bislang verheerendsten Höhepunkt einer zutiefst bankrotten wirtschaftlichen und politische Ordnung, die den Staat und seine Infrastruktur zum Selbstbedienungsladen einer kleinen, alteingesessenen Elite an Kauf- und Handelsfamilien gemacht hat.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Sehnsuchtsort Kleingarten

Vom Nahrungsmittellieferant zum Spekulationsobjekt (2), Gestaltung: Kim Shirin Cupal Man kennt ihn hierzulande vor allem als Kleingarten aber auch als Schreber- oder Heimgarten oder gar als Parzelle ist er den Menschen ein Begriff. All diese Namen beschreiben das Gleiche: ein Stück eigenes Grün, eingezäunt und seit jeher von Kleingartenvereinen verwaltet. Eine besondere Rolle spielen diese Anlagen vor allem in Wien, wo sie längst als eingesessene Institution gelten. Hier gibt es heute über 26.800 Kleingärtner/innen, organisiert in 247 Vereinen. Der Großteil dieser Menschen lebt bereits dauerhaft in den heute mit Einfamilienhäusern versehenen Siedlungen, während eine immer kleiner werdende Gruppe nach wie vor an alten Beeten, Obstbäumen und Holzhütterln festhält. Die Geschichte des Kleingartenwesens ist lang, bunt und vielfältig und vor allem ist sie noch lange nicht am Ende. Es waren einstige Größen, wie der Krankenpfleger und Naturheilkundler Florian Berndl - Schöpfer des Gänsehäufels - die nach und nach die Kleingartenidee in Wien verwirklichten. Mit seinem "Neu-Brasilien" war er einer der ersten, der die Städter durch das Arbeiten im Garten zu einer natürlichen Lebensweise zurückführen wollte. Auch der 1882 in Wien geborene Nationalökonom, Arbeiter- und Volksbildner Otto Neurath gilt als maßgeblicher Mitgestalter der Bewegung. Er gründete 1920 den Österreichischen Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen, um die in Wien herrschenden Wohnungsknappheit und die Not der Siedler zu lindern, die Stadtplanung als Integration von Interessen von oben und unten voranzubringen und um Ordnung in die chaosähnliche Baubewegung bringen zu können. Eine wesentliche Rolle spielte dabei auch die Architektur Ikone Margarete Schüttte-Lihotzky, die 1920 erfolgreich die Zukunft des Wohnens in den Vorstädten propagierte und mit den von ihr entworfenen Notunterkünften, Inneneinrichtungen und Kernhäusern in die Geschichte eingehen sollte. Ein Radiokolleg von den Anfängen, über zur Gegenwart und hin zur Zukunft: Der Kleingarten als einstiger Kinderspielplatz, über zum wichtigsten Nahrungslieferanten für hungernde Städter, bis hin zum begehrten Spekulationsobjekt. Zudem erfahren wir, wie es um die Grünflächen in der Zukunft bestellt ist, welche Rollen sie in einer sich immer stärker erhitzenden Stadt spielen werden und ob weiterhin ein jeder ein Recht auf seinen eigenen kleinen Garten haben wird.

09.45 Uhr
Radiokolleg - I have a stream

Musikkonzepte, die die Pandemie überdauern (2). Gestaltung: Katharina Hirschmann Musik zur Verständigung unter verschiedenen Kulturen, um soziale Konflikte zu lösen, um eine kulturelle Tradition fortzuführen. Die Rolle der Musik in unserer Gesellschaft ist seit jeher tief verankert - und äußerst vielfältig. Sie dient der Unterhaltung wie der Reflexion. Die Rolle der Musiker/innen schien bisher klar definiert. Sie waren die Übermittler dieser musikalischen Botschaften, im Rahmen von Tonträgern, vor allem aber im Rahmen von Live-Auftritten. Konzerte sind Raum der Interaktion, des Austauschs, der Reflexion - für die Musiker/innen, aber vor allem auch für das Publikum. Der performative und interaktive Akt, den diese Auftritte darstellten, sind mehr als nur Unterhaltung: sie sind Lebensquell für zahlreiche Menschen. Was aber passiert, wenn diese Form auf einmal nicht mehr existiert? Wenn Musiker/innen der Nährboden ihrer Existenz genommen wird? Wenn dem Publikum dieser Ort des Austauschs und der Reflexion genommen wird? Welche neuen Formen hat diese Situation zutage gebracht? Oder anders gefragt: Wenn das Medium die Botschaft ist, wie ändert sich die Botschaft, wenn das Medium in der bekannten Form nicht mehr existiert? Durch die Unmöglichkeit aufzutreten, wurde die Rolle der Musiker/innen grundlegend in Frage gestellt. Musikvermittlung hat dadurch gezwungenermaßen neue Formen angenommen. Dabei sind alternative Konzepte entstanden, die die Pandemie im besten Fall überdauern werden. Crossmarketing lautet eines der Schlagworte, mit denen Musiker/innen der Krise begegnet sind - und ihr standgehalten haben. In diesem Kontext wurde Musik oftmals zu einem Service, das mit anderen Produkten lediglich mitgeliefert wird. Dabei stellt sich die Frage, ob es zu einer Entwertung der Musik gekommen ist. Ausweichen in andere Räume war eine andere Möglichkeit im Umgang mit der Krise. Das Erkunden der Außenwelt fand Eingang ins Konzertwesen - seien es Wälder, Wiesen oder Dome. Auch das Internet spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Ob TikTok, Youtube oder andere Plattformen. Der virtuelle Raum bot eine Rückzugsmöglichkeit für zahlreiche Musikschaffende, die sich hier auf vielfältige Weise neu aufstellten - sei es in den allseits bekannten Wohnzimmerkonzerten per Stream oder in Form von DJ-Sessions im Rahmen von Computerspielen. Doch all das hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die wohl auch nach der Pandemie nicht so schnell rückgängig gemacht werden können. Denn was im Internet angeboten wird, ist zumeist ein kostenloses Service, was nicht nur den Wert der Musik neu festlegt, sondern auch den der Musiker/innen. Es zeichnet sich bereits ab, dass Gagen nach der Pandemie neu verhandelt werden müssen. Die Musikviertelstunde geht der Frage nach, ob und wie man die Rolle der Musiker/innen neu definieren muss und stellt Konzepte vor, die während der Pandemie im letzten Jahr entstanden sind, diese aber überdauern können.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Christoph Wagner-Trenkwitz. Enrico Caruso zum 100. Todestag - Erinnerungen an einen singulären Gesangsstilisten und großen Ausdruckskünstler. "Welch eine wunderbare, welch ganz und gar außergewöhnliche Stimme. Sie ist ein Wunder!", so hat die ihrerseits berühmte Emma Calvé im Jahr 1896 über ihren Tenor-Kollegen Enrico Caruso geschwärmt - und der Bassist Edouard de Reszke hat brieflich seinem Kollegen 1907 bestätigt: "Ich habe nie in meinem Leben eine schönere Stimme gehört; du singt wie ein Gott. Du bist ein Darsteller und ein aufrichtiger Künstler. Du hast Herz, Gefühl, Poesie, Aufrichtigkeit, und damit wirst du die Welt überwältigen." Unendlich viele Zeitzeugen haben über die stimmliche Perfektion und die gestalterische Kraft des vor 100 Jahren, im Alter von nur 48 Jahren verstorbenen Tenors Enrico Caruso berichtet; sein Name hat quasi als Synonym für Gesangskultur bis in die Gegenwart nachgewirkt. Wobei die Sonderstellung als bedeutendster Sänger zu Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch der Tatsache geschuldet ist, dass Caruso der erste sängerische Medienstar war; eine riesige Zahl an Aufnahmen hat er eingespielt - das damals neue Medium der Schallplatte hat die Popularität des Sängers gefördert, seine Aufnahmen wiederum haben den Siegeszug der Schallplatte initialisiert.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Fang den Hasen" von Lana Basta?ic. Aus dem Bosnischen von Rebekka Zeinzinger. Es liest Lilith Häßle "Armin ist in Wien." Ein Satz von Lejla, gesprochen nach 12 Jahren ohne einen einzigen Anruf, genügt, um Sara aus ihrem Leben in Dublin zu reißen und in die zurückgelassene Heimat Bosnien reisen zu lassen. Nun sitzen die zwei Kindheitsfreundinnen in einem weißen Opel Astra und fahren durch das, was einmal Jugoslawien war. Ziel des Roadtrips ist Wien, ist Armin, der in den dunklen Vorkriegsjahren verschollene Bruder und Freund. Lana Basta?ic schreibt in ihrem mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichneten Debütroman "Fang den Hasen" kein einziges Mal direkt vom Krieg. Wenn Sara, die privilegierte Serbin, die gerne Geschichten erzählt und zurechtrückt, und Lejla, die wilde Bosnierin, die sich brutal genau an alles erinnert, auf ihrer Reise ins Erinnerungsgestrüpp abtauchen und die fantastische Finsternis um ihren Opel immer dichter wird, wird das Gestern eines Landes, in dem so undurchsichtige Regeln galten wie in Lewis Carrolls Wunderland, mehr gefühlt als begreifbar. Lana Basta?ic wurde 1986 als Kind serbischer Eltern in Zagreb geboren und wuchs nach dem Zerfall Jugoslawiens im bosnischen Banja Luka auf. Sie lebte in Irland und zuletzt in Spanien. Zurzeit arbeitet sie als Writer in Residence in Zürich an ihrem zweiten Roman. Gestaltung: Antonia Löffler

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Michaela Schierhuber. Geigerin Nicola Benedetti spielt Vivaldi und Geminiani. Die britische Violinistin Nicola Benedetti widmet sich auf ihrem neuen Album ihrer Begeisterung für die italienische Barockmusik. Im Booklet schreibt sie, dass diese Art der Musik ein ganz eigenes Gefühl in ihr auslöst, nämlich Zusammengehörigkeit, Kommunikation - und Liebe in all ihren Formen. Für dieses Projekt hat sie ein eigenes Ensemble ins Leben gerufen, das tatsächlich zuvor noch nie in dieser Formation gemeinsam musiziert hat. Diese Zusammensetzung zeigt, dass die Philosophie über die Freude am Zusammensein sehr gut funktioniert: Spielfreude und Präzision zeichnen das Album aus.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Styriarte 2021

trio l'après midi; Florian Teichtmeister, Lesung. Die schöne und das Biest - Das Märchen * Claude Debussy: Sonate für Flöte, Viola und Harfe * Jean Philippe Rameau: Pièces de Clavecin en concert * Theodore Dubois: Terzettino für Flöte, Viola und Harfe (aufgenommen am 15. Juli in der Helmut List Halle, Graz in 5.1 Surround Sound). Präsentation: Franz Josef Kerstinger

15.30 Uhr
Moment - nachhaltig leben

Handy, Tablet PC - aber bitte in grün Ansätze um Kommunikationstechnik umwelt- und ressourcenschonend(er) zu machen Alle zwei bis zweieinhalb Jahre wird in Österreich ein altes Handy durch ein neues ersetzt. Das alte landet dann häufig in einer Schublade - wo schon die drei vorigen Mobiltelefone und das ausrangierte Tablet ruhen. Die Nutzungsdauer von Unterhaltungselektronik ist kurz, die Herstellung von Handys, Tablets, Laptops und PCs wegen des Abbaus seltener Erden umweltschädigend, ressourcenintensiv und keineswegs nachhaltig. Auch nach den wenigen Jahren der Nutzung gefährden die Geräte weiterhin die Umwelt. Etwa wenn sie nicht beim fachgerechten Recycling landen, wo die seltenen und wertvollen Bestandteile zurückgewonnen werden, sondern auf einer Mülldeponie in Afrika oder Asien, wo Menschen unter unwürdigen Bedingungen die Geräte zerlegen. Anders als bei Lebensmitteln, Kleidung und Kosmetik gibt es bei den Bildschirmgeräten nur wenige nachhaltige Optionen. So testen und überarbeiten "refurbished"-Unternehmen ausrangierte Geräte, bevor sie sie weiterverkaufen. Die Hersteller des "Fairphones" achten bei der Produktion des Mobiltelefons auf die zumindest teileweise "faire" Herkunft und Produktion des Geräts, und auf seine Reparaturfähigkeit. "Green IT" will die Geräte über den gesamten Lebenszyklus hin umwelt- und ressourcenschonender gestalten. Nach der Sendung fragen wir Sie: Wie viele ausrangierte Handys, Tablets Co haben Sie bei sich zu Hause - und was hält Sie davon ab, sie zu entsorgen? Wie versuchen Sie, die Bildschirmgeräte so nachhaltig wie möglich zu nutzen? Welche Wünsche haben Sie an die Branche? Reaktionen erbeten unter 0800 22 69 79 oder per Mail an moment@orf.at Gestaltung: Johanna Steiner

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Brütend heiße Tage und ein Sternbild Hundstage sind keine Feiertage für Hunde, muss der Sternenfachmann Franz Kerschbaum den Radiohund enttäuschen. So werden die heißesten Wochen im Sommer bezeichnet. Der Name geht auf die alten Ägypter und auf das Sternenbild des "Großen Hundes" zurück. Franz Kerschbaum: "Es gibt eine Reihe von Tieren am Himmel, als Sternbild. Da gibt es Bären, einen Schwan und auch Hunde. Diese Hunde sind sehr berühmt, weil sie den Hundstagen den Namen gegeben haben. Das sind die Tage im August, die recht heiß sind." Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Auserlesen Österreichische Autor/innen stöberten im Ö1-Archiv und präsentieren ihre Lieblingssendungen - Favoriten von Andrea Grill "Bei dem Madl muss man die Goschen extra derschlagen." Eine Begegnung mit der Schriftstellerin Christine Nöstlinger. Feature von Julia Schlager "Rotarotaginginging feiabrenntinottakring" Mit den rot glühenden Haaren der feuerroten Friederike hat alles begonnen. Heute, mehr als 150 Bücher später, zählt Christine Nöstlinger zu den bedeutendsten Kinderbuchautorinnen des deutschsprachigen Raumes. Dass Christine Nöstlinger Schriftstellerin wurde, ist dem Zufall geschuldet. Der erste Verleger war ein Bekannter; einem Fremden hätte sie ihr Manuskript nämlich nie gegeben, meint sie heute. Und wäre die feuerrote Friederike nichts geworden, gäbe es keinen Franz, keine Mini und niemanden, der auf den Gurkenkönig pfeift. Die Kinderliteratur wäre damit um eine bedeutende Zahl an frechen, aufmüpfigen und unangepassten Charakteren ärmer; und die Erwachsenenliteratur um gewitzte Ratgeber für "Haushaltsschnecken" und um kompromisslose Gedichte "iba de gaunz oaman Leit". Kinder lagen ihr nie speziell am Herzen, hatte Christine Nöstlinger oft gesagt. Zumindest nicht mehr als andere Menschen. Gerechtigkeit allerdings. Auf politischer Ebene, ebenso wie im scheinbar Banalen, dem Alltäglichen: "Hör sofort auf zu lügen!", schimpfte die Mutter. "Es ist aber die reine Wahrheit!" schrie das Kind. "Schrei mich nicht an!" schrie die Mutter und gab dem kleinen Mädchen eine Ohrfeige.

16.45 Uhr
Festspielsender Ö1

Ö1 Radiotipps und Blicke hinter die Kulissen des Ö1 Festspielsenders Gestaltung: Andreas Wolf

16.55 Uhr
Komponistinnen - 24 Porträts aus 3 Jahrhunderten

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Musik zur Rettung des Planeten von Angélique Kidjo, Benedicte Maurseth und Sam Lee "Lass sie dich niemals in irgendeiner Weise verletzen", singt Angélique Kidjo im Titel-Track ihrer neuen CD, und weiter: "Lass dich nicht bestehlen und dir das Beste wegnehmen!" Die prominente Musikerin aus Benin richtet sich hier an "Mother Nature". Der Sound dazu ist genau jene attraktive Mischung aus westafrikanischen, lateinamerikanischen und Pop-Elementen, an der Kidjo mit ihrem Mann, dem Singer/Songwriter Jean Hebrail, seit Jahren feilt. "Mother Nature" ist globale Pop-Musik mit Mission. Da finden sich auch Kollegen wie Salif Keita oder Lionel Loueke gerne zu Gast-Auftritten ein. Dazu gesellen sich in diesen Spielräumen weitere globale Songs mit dem Aufruf, den "Countdown der Zeitbombe" (Angélique Kidjo) aufzuhalten: Die norwegische Geigerin Benedicte Maurseth schwärmt von der "intensiven Achtsamkeit", die sie überkommt, wenn sie sich mit der überwältigenden Natur ihrer Heimat "konfrontiert" sieht. Sam Lee schließlich, der englische Singer/Songwriter, widmet sich seltenen und vom Aussterben bedrohten Vogelarten. Lees Buch über die Nachtigall ist soeben erschienen, doch auch schon auf seinem Album "Old Wow" mahnt er zum behutsamen Umgang mit der Natur. "Wir leben im Zeitalter der Auslöschung, und das meine ich im kulturellen und ökologischen Sinn", sagt Sam Lee.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte Sommerserie

Von den Anfängen bis zur Gegenwart Die Geschichte Österreichs in 29 Kapiteln mit: dem Historiker Ernst Bruckmüller und dem Ö1-Redakteur Wolfgang Ritschl Das Österreich, das wir heute kennen, gibt es erst seit den Erfolgen der Schirennläufer in den 1970er-Jahren - könnte man überspitzt sagen. Der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Ernst Bruckmüller beschreibt eine späte Nationsbildung auf dem Gebiet dessen, was nach dem Ende der Habsburgermonarchie zu Österreich erklärt wurde. Für ihn ist die österreichische Geschichte aber eine, die immer schon eine eminent europäische Geschichte war. Der Blick zurück zeigt, dass man hier stets eingebunden war in alles, was Europa betraf. An der Universität war Ernst Bruckmüller bekannt für den launigen Ton seiner Vorlesungen, die das kurzfristige Handeln der Akteure stets mit den langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Strömungen in Bezug setzten. Als Krönung seines Gelehrtenlebens hat der nunmehr emeritierte Professor eine umfangreiche "Österreichische Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart" veröffentlicht, im September wird diese auch in einer überarbeiteten Kurzform erscheinen. 29 Kapitel umfasst die "Betrifft: Geschichte"-Sommerserie, in der Ernst Bruckmüller im Gespräch mit Wolfgang Ritschl die österreichische Geschichte noch weiter verdichten wird.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Lokalaugenschein ein Jahr nach der folgenschweren Explosion in Beirut. Gestaltung: Björn Blaschke Mehr als 190 Tote und 6000 Verletzte forderte eine verheerende Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt am 4. August 2020. Große Teile des Hafens und der umliegenden Wohngebiete wurden zerstört, Hunderttausende wurden obdachlos. Ausgelöst wurde die Detonation durch tausende Tonnen gefährliche Chemikalien, die über Jahre unsachgemäß im Hafen gelagert worden waren. Die ohnehin schon prekäre wirtschaftliche Lage im Libanon - bereits im Herbst 2019 war eine Protestwelle losgegangen, die sich gegen Korruption in der Politik und Preiserhöhungen richtete - hat sich seit der Explosion weiter verschärft. Das Stromnetz ist praktisch zusammengebrochen, die Inflation liegt bei mehr als 100 Prozent, mehr als 60% der Bevölkerung leben in Armut. Der Wiederaufbau des Hafens stockt, und Angehörige der Opfer klagen darüber, dass die Ermittlungen zu den Hintergründen der Explosion kaum vorankommen. Im Anschluss an die Reportage aus Beirut hören Sie ein Gespräch mit der Sozialwissenschafterin, Journalistin und Libanon-Kennerin Monika Halkort.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Neuanfang ohne Ende Wissenschaft im Exil Von Anneke Meyer Ein Geologe, eine Juristin, ein Philosoph, eine Psychologin: vier Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. In Deutschland haben sie eine Möglichkeit gefunden, ihre Arbeit, ihre Forschung weiterzuführen: ein Stipendium, das Geflüchteten eine Eintrittskarte in die deutsche Wissenschaftswelt geben wollte. Wissenschaft ist ein internationales Geschäft, alle sprechen Englisch, Austausch über Grenzen hinweg ist normal - es sollte einfach sein in einem neuen Land anzukommen. Zu arbeiten, Karriere zu machen - theoretisch. Praktisch ist alles viel komplizierter. Die Geflüchteten kommen aus Wissenschaftssystemen, die mit der deutschen Hochschullandschaft wenig Schnittmenge haben. Andere Methoden, andere Paradigmen, andere Grundeinstellungen. Was in der Heimat eine wissenschaftliche Kompetenz war, kann anderenorts irrelevant sein. Dazu kommen Sprachbarrieren im Alltag, ein neues Umfeld und die persönliche Belastung durch die Fluchterfahrung.

19.30 Uhr
Salzburger Festspiele 2021

Igor Levit, Klavier. Ronald Stevenson: Passacaglia on DSCH (aufgenommen am 21. Juli in der Stiftung Mozarteum in Salzburg). Präsentation: Philipp Weismann

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Die Explosion von Beirut. Anatomie einer Katastrophe (2). Gestaltung: Monika Halkort Sehnsuchtsort Kleingarten. Vom Nahrungsmittellieferant zum Spekulationsobjekt (2). Gestaltung: Kim Shirin Cupal I have a stream. Musikkonzepte, die die Pandemie überdauern (2). Gestaltung: Katharina Hirschmann

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

"Innocence" - eine Karina-Saariaho-Opernpremiere in Aix-en-Provence Was für ein Vertrauensvorschuss: Mit dem die Uraufführung ausrichtenden Musikfestal Aix-en-Provence in Partnerschaft haben vier internationale Opernhäuser bei Karina Saariaho deren neue Oper "Innocence" in Auftrag gegeben. Eine namhafte Romancière, Finnin wie die Komponistin, ersann die Handlung mit den in eine kosmopolitische Hochzeitszeremonie von heute hineinfunkenden, bald die Dinge an sich reißenden "Geistern der Vergangenheit"; entsprechend dem dramatis personae ist auch das Libretto multilingual. "Innocence" ist personenreich angelegt, für verästelt Zwischenmenschliches gibt es reiche Kombinationsmöglichkeiten - und mit Magdalena Kozena und Sandrine Piau an der Spitze des Besetzungszettels sowie Susanna Mälkki als Dirigentin ist sogar Starglanz im Spiel. Ein von vornherein blendend instrumentierter, sicherer Erfolg also? Wer sich wie Karina Saariaho mit Vorliebe dort platziert, wo auch das klassisch-romantische Repertoire daheim ist, konkurriert weniger mit der musikalischen Avantgarde von 2021 als mit den Geistern der Vergangenheit! Gestaltung: Helene Breisach

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten