Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Zeit-Ton

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Der Orden der Predigerbrüder". Zum 800. Todestag des Heiligen zeigt Pater Günter Reitzi, Prior des Dominikanerklosters in Wien, Beispiele aus dem Leben des Dominikus Nur wenig ist über die Worte und Taten des Heiligen Dominikus (1170-1221) überliefert. Im Vergleich zu anderen Heiligen Ordensgründern, deren Lebensbild reich an Erzählungen und Legenden ist, wie zum Beispiel bei Franz von Assisi, steht bei Dominikus immer sein Werk im Vordergrund. All sein Handeln zielt darauf ab, durch Lebensform und Wort und geformt durch gründliches Studium, einen Gott des Erbarmens und der Rettung zu verkünden. Gemeinschaftliches Leben und Beten sind für ihn Voraussetzung für die, die sich seinem Predigtwerk anschließen. "Auch ich habe zuerst den Orden kennengelernt - durch eine Osterpredigt in der Wiener Kirche des Ordens. Erst in Folge der Begegnung mit dem Orden bin ich Dominikus begegnet", erinnert sich Pater Günter Reitzi, Prior des Dominikanerklosters in Wien. In den Mittelpunkt seiner "Gedanken für den Tag" zum 800. Todestag des Heiligen am 6. August, stellt er den Gebetsruf von Dominikus "Oh Barmherzigkeit, was wird aus den Sündern!" und zeigt anhand von Beispielen aus dem Leben des Dominikus, wie dieser einen barmherzigen, rettenden Gott verkünden wollte.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.55 Uhr
Ö1 Talentebörse

Junge Künstlerinnen und Künstler im Portrait Lukas Schmid ist Jahrgang 1995, geboren ist er in Zams in Tirol, derzeit studiert er bei Richard Galler an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Im September gewann der junge Fagottist das Probespiel für Solofagott für das Orchester der Wiener Staatsoper (Wiener Philharmoniker), antreten wird er die Stelle im kommenden Jahr.

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Christoph Wagner-Trenkwitz. Der Vater der Public Relations. Edward Bernays war nicht nur der Vater der PR, sondern auch der Neffe Sigmund Freuds. Er war Presseagent von Enrico Caruso; das Konzept der psychologischen Kriegsführung und die Popularisierung des Zigarettenrauchens gehen gleichermaßen auf sein Konto. Wir lauschen den musikalischen Seiten von Werbung und Propaganda, mit Musik von Johann Strauss, Schostakowitsch und anderen.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Gewässerbiologe Rainer Kurmayer über Mikroplankton und Klimawandel. Teil 3: Die Ausbildung von stabilen Wasserschichten Gestaltung: Thomas Thaler Ab den 1950er Jahren begannen viele der bekannten Seen um die Alpen zu kippen. Der Eintrag von Stickstoff und Phosphor durch ungeklärte Abwässer wirkte wie Dünger für die mikroskopisch kleinen Algen im Seewasser. Diese Mikroorganismen sind wirklich sehr klein, ein Milliliter enthält Hunderttausend bis eine Million Zellen. Steigt ihre Zahl an, wird das als "Eutrophierung" bezeichnet. Ab den 1970er Jahren wurden die Folgen der zunehmenden Eutrophierung in vielen Seen sichtbar. Die hohe Bioproduktion führte etwa dazu, dass sehr viele abgestorbene Algen in tiefe Seeschichten absanken, und dort zersetzt wurden. Dabei wurde vermehrt Sauerstoff verbraucht, am Seegrund entstanden Regionen, die fast sauerstofffrei waren. Fischarten, die dort ihre Eier ablegten, konnten sich nicht mehr vermehren. Als Reaktion wurden Ringkläranlagen gebaut. Die meisten Seen hatten dadurch bald wieder eine Wasserqualität, die nahe am natürlichen Zustand war. Damit stellten sie auch optimale Badegewässer dar. In den letzten Jahren mehrten sich die Hinweise, dass der Klimawandel negative Auswirkungen auf das Gleichgewicht der Seen haben könnte. Die längere Vegetationsperiode und die stabilere Schichtung des Wasserkörpers führen dazu, dass sich die Algen wieder stärker vermehren. Es kommt auch zu Verschiebungen bei der Artenzusammensetzung der Algenpopulation, die es genau zu beobachten gilt.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Die Explosion von Beirut

Anatomie einer Katastrophe (3). Gestaltung: Monika Halkort Die Explosion im Hafen von Beirut am 4. August 2020 war eine der schwersten nicht-nuklearen Katastrophen in der Geschichte. Rund drei Tonnen Ammonium- Nitrat hatten sich plötzlich, aus immer noch ungeklärten Gründen entzündet und eine Druckwelle in Gang gesetzt die das Kernstück des Hafens, sowie die umliegenden Bezirke, in Schutt und Asche legten. 211 Menschen starben, mehr als 6.500 wurden verletzt, mit zum Teil lebenslänglichen Folgen. Der Sachschaden an Häusern und Infrastruktur wird auf 4 Milliarden Dollar geschätzt. Die konkreten Umstände der Katastrophe liegen bis heute im Dunkeln. Fest steht, dass die hochexplosive Chemikalie unter grober Missachtung aller Sicherheitsbestimmungen, auf engstem Raum, unmittelbar neben Feuerwerkskörpern und leicht entflammbaren Autoreifen gelagert war. Die räumliche Anordnung der Güter, so der UN Sprengstoff Experte Gareth Collett, glich einem improvisierten Sprengsatz in der Größenordnung einer Lagerhalle, der nur darauf wartet zu explodieren. Die Umstände waren geradezu darauf ausgelegt, eine Explosion herbeizuführen. Bis dato ist niemand für die Explosion und ihre verheerenden Folgen zu Verantwortung gezogen worden. Führende Beamte der Zoll- und Hafenverwaltung sind zwar unmittelbar nach der Katastrophe verhaftet worden, aber rechtskräftige Urteile und Anklagen stehen aus. Der Untersuchungsrichter, der mit der Ermittlung zu den Ursachen des Desasters betraut wurde, ist mittlerweile abgesetzt worden. Er hatte sich das Recht herausgenommen, führende Regierungsvertreter und Ministeriumsbeamte zum Verhör zu laden, und setzte sich damit ins politische Aus. Anstatt Licht in die dunkle Schattenwirtschaft im Hafen zu bringen, haben alle offiziellen und inoffiziellen Ausklärungsversuche bisher nur neue, ungelöste Fragen und Rätsel zu Tage gebracht. Monika Halkort macht sich in einer 4-teiligen Radiokolleg Reihe auf die Spur der mysteriösen Faktenlage. Ihre Spurensuche führt zurück in die Wirtschaftswunderjahre der 50er und 60er Jahren, als der Libanon und seine Häfen zentrale Verhandlungsmasse im Kampf um die Ölressourcen und die daran geknüpfte politische wie militärische Kontrolle in der Region waren. Der Wettlauf zwischen den damaligen Supermächten USA, Russland und ihrer jeweiligen regionalen Verbündeten, legte den Grundstein für Rentierökonomie, die das Land mehr und mehr von externen Interessen und Investitionen abhängig machte und das politische Leben zutiefst gespalten und an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hat. Die Explosion im Hafen von Beirut markiert den bislang verheerendsten Höhepunkt einer zutiefst bankrotten wirtschaftlichen und politische Ordnung, die den Staat und seine Infrastruktur zum Selbstbedienungsladen einer kleinen, alteingesessenen Elite an Kauf- und Handelsfamilien gemacht hat.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Sehnsuchtsort Kleingarten

Vom Nahrungsmittellieferant zum Spekulationsobjekt (3), Gestaltung: Kim Shirin Cupal Man kennt ihn hierzulande vor allem als Kleingarten aber auch als Schreber- oder Heimgarten oder gar als Parzelle ist er den Menschen ein Begriff. All diese Namen beschreiben das Gleiche: ein Stück eigenes Grün, eingezäunt und seit jeher von Kleingartenvereinen verwaltet. Eine besondere Rolle spielen diese Anlagen vor allem in Wien, wo sie längst als eingesessene Institution gelten. Hier gibt es heute über 26.800 Kleingärtner/innen, organisiert in 247 Vereinen. Der Großteil dieser Menschen lebt bereits dauerhaft in den heute mit Einfamilienhäusern versehenen Siedlungen, während eine immer kleiner werdende Gruppe nach wie vor an alten Beeten, Obstbäumen und Holzhütterln festhält. Die Geschichte des Kleingartenwesens ist lang, bunt und vielfältig und vor allem ist sie noch lange nicht am Ende. Es waren einstige Größen, wie der Krankenpfleger und Naturheilkundler Florian Berndl - Schöpfer des Gänsehäufels - die nach und nach die Kleingartenidee in Wien verwirklichten. Mit seinem "Neu-Brasilien" war er einer der ersten, der die Städter durch das Arbeiten im Garten zu einer natürlichen Lebensweise zurückführen wollte. Auch der 1882 in Wien geborene Nationalökonom, Arbeiter- und Volksbildner Otto Neurath gilt als maßgeblicher Mitgestalter der Bewegung. Er gründete 1920 den Österreichischen Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen, um die in Wien herrschenden Wohnungsknappheit und die Not der Siedler zu lindern, die Stadtplanung als Integration von Interessen von oben und unten voranzubringen und um Ordnung in die chaosähnliche Baubewegung bringen zu können. Eine wesentliche Rolle spielte dabei auch die Architektur Ikone Margarete Schüttte-Lihotzky, die 1920 erfolgreich die Zukunft des Wohnens in den Vorstädten propagierte und mit den von ihr entworfenen Notunterkünften, Inneneinrichtungen und Kernhäusern in die Geschichte eingehen sollte. Ein Radiokolleg von den Anfängen, über zur Gegenwart und hin zur Zukunft: Der Kleingarten als einstiger Kinderspielplatz, über zum wichtigsten Nahrungslieferanten für hungernde Städter, bis hin zum begehrten Spekulationsobjekt. Zudem erfahren wir, wie es um die Grünflächen in der Zukunft bestellt ist, welche Rollen sie in einer sich immer stärker erhitzenden Stadt spielen werden und ob weiterhin ein jeder ein Recht auf seinen eigenen kleinen Garten haben wird.

09.45 Uhr
Radiokolleg - I have a stream

Musikkonzepte, die die Pandemie überdauern (3). Gestaltung: Katharina Hirschmann Musik zur Verständigung unter verschiedenen Kulturen, um soziale Konflikte zu lösen, um eine kulturelle Tradition fortzuführen. Die Rolle der Musik in unserer Gesellschaft ist seit jeher tief verankert - und äußerst vielfältig. Sie dient der Unterhaltung wie der Reflexion. Die Rolle der Musiker/innen schien bisher klar definiert. Sie waren die Übermittler dieser musikalischen Botschaften, im Rahmen von Tonträgern, vor allem aber im Rahmen von Live-Auftritten. Konzerte sind Raum der Interaktion, des Austauschs, der Reflexion - für die Musiker/innen, aber vor allem auch für das Publikum. Der performative und interaktive Akt, den diese Auftritte darstellten, sind mehr als nur Unterhaltung: sie sind Lebensquell für zahlreiche Menschen. Was aber passiert, wenn diese Form auf einmal nicht mehr existiert? Wenn Musiker/innen der Nährboden ihrer Existenz genommen wird? Wenn dem Publikum dieser Ort des Austauschs und der Reflexion genommen wird? Welche neuen Formen hat diese Situation zutage gebracht? Oder anders gefragt: Wenn das Medium die Botschaft ist, wie ändert sich die Botschaft, wenn das Medium in der bekannten Form nicht mehr existiert? Durch die Unmöglichkeit aufzutreten, wurde die Rolle der Musiker/innen grundlegend in Frage gestellt. Musikvermittlung hat dadurch gezwungenermaßen neue Formen angenommen. Dabei sind alternative Konzepte entstanden, die die Pandemie im besten Fall überdauern werden. Crossmarketing lautet eines der Schlagworte, mit denen Musiker/innen der Krise begegnet sind - und ihr standgehalten haben. In diesem Kontext wurde Musik oftmals zu einem Service, das mit anderen Produkten lediglich mitgeliefert wird. Dabei stellt sich die Frage, ob es zu einer Entwertung der Musik gekommen ist. Ausweichen in andere Räume war eine andere Möglichkeit im Umgang mit der Krise. Das Erkunden der Außenwelt fand Eingang ins Konzertwesen - seien es Wälder, Wiesen oder Dome. Auch das Internet spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Ob TikTok, Youtube oder andere Plattformen. Der virtuelle Raum bot eine Rückzugsmöglichkeit für zahlreiche Musikschaffende, die sich hier auf vielfältige Weise neu aufstellten - sei es in den allseits bekannten Wohnzimmerkonzerten per Stream oder in Form von DJ-Sessions im Rahmen von Computerspielen. Doch all das hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die wohl auch nach der Pandemie nicht so schnell rückgängig gemacht werden können. Denn was im Internet angeboten wird, ist zumeist ein kostenloses Service, was nicht nur den Wert der Musik neu festlegt, sondern auch den der Musiker/innen. Es zeichnet sich bereits ab, dass Gagen nach der Pandemie neu verhandelt werden müssen. Die Musikviertelstunde geht der Frage nach, ob und wie man die Rolle der Musiker/innen neu definieren muss und stellt Konzepte vor, die während der Pandemie im letzten Jahr entstanden sind, diese aber überdauern können.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Nadja Kayali. Franz Schubert: Introduktion und Variationen über "Trockne Blumen" aus dem Zyklus "Die schöne Müllerin" für Flöte und Klavier D 802 1824 schrieb Franz Schubert über das Lied "Trockne Blumen" aus dem Liederzyklus "Die schöne Müllerin" Variationen für Flöte und Klavier. Das einzige Werk für Flöte aus Schuberts Feder ist ziemlich enigmatisch. Seine "Übersetzungen" von Liedern in ein anderes Genre lassen immer auch das mitschwingen, was nicht ausgesprochen wird.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Bosch oder Der Einzige und seine Einzelzelle" von Günter Eichberger. Es liest Martin Brachvogel Mit auf die Messerspitze getriebener Komik blickt der Grazer Autor Günter Eichberger tief in Kochtöpfe, Gehirne und auf Teller, über denen das Fallbeil seines übersättigten Gastro-Kritikers Bosch schwebt. Ist doch die Vernichtung von Restaurants nahezu dessen einziges Lebenselixier. Bis eine aus dem Orient geflohene Wunderköchin auftaucht, die mit verwegenen Gerichten wie Hummus mit Verhackert neuen Gaumenkitzel verheißt. Der zuletzt mit dem Literaturpreis des Landes Steiermark ausgezeichnete Schriftsteller - Eichberger hat übrigens kurzzeitig selbst Gastrokritiken verfasst - legt mit "Bosch oder der Einzige und seine Einzelzelle" eine bittere Satire auf jedwede Form kulinarischen Fabulierens und die Allüren einer zwangsoriginellen Küche mitsamt deren Kritik vor. Gestaltung: Ilse Amenitsch, Landesstudio Steiermark

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Gerhard Krammer. Boris Begelman rockt Vivaldis Violinkonzerte. Braucht es denn wirklich schon wieder eine weitere Reihe mit der Gesamteinspielung von Vivaldis Konzerten für Violine? Also alles abseits der "Vier Jahreszeiten", und bestenfalls von "La Follia". Nachdem dies eine rein rhetorische Frage ist, kann die Antwort ruhig ausbleiben. Oder besser, die CD-Einspielung von Boris Begelman gemeinsam mit dem Concerto Italiano unter Rinaldo Alessandrini soll die Antwort geben. Oder noch besser: Ist das vielleicht die (eine?) Antwort? Die Vivaldi-Interpretation hat sich ebenso wie die zeitgemäße Aufführungspraxis und Interpretation stark entwickelt. Aus dem theoretisch-wissenschaftlich anmutenden Erstzugang ist inzwischen ein Kompendium an musikantischer Vielfalt in der Konzert- und CD-Realität eingezogen, von dem Musikinteressierte und Barockfreaks nur profitieren können. So auch mit dem aktuellen Album, das inzwischen neunte in der Reihe der enzyklopädischen Aufarbeitungen aller Vivaldi-Violinkonzerte. Solist und Orchester gehen vom ersten Ton weg ins Risiko, stürzen sich in die Tempi, um in den langsamen Passagen wieder in den richtigen Atem zu kommen, um dann wieder in Laufkaskaden und flirrenden Akkordrepetitionen zu überraschen. Und selbst beim Durchhören aller 6 Konzerte am Stück macht sich nicht der Eindruck breit, "more of the same" zu hören. Das ist differenziertes Musizieren mit großer Spielfreude und Lust am dynamischen Abstufen.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Wiener Symphoniker, Dirigent: Jukka-Pekka Saraste; Elisabeth Leonskaja, Klavier. Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur KV 271, "Jeunehomme" * Jean Sibelius: Symphonie Nr. 3 C-Dur op. 52 (aufgenommen am 3. Juli im Großen Konzerthaussaal Wien in 5.1 Surround Sound). Präsentation: Stephanie Maderthaner Swjatoslaw Richter förderte sie, sie fordert ihr Publikum: Elisabeth Leonskaja, die jüngst ihren 75. Geburtstag feierte, ist seit Jahrzehnten eine gefragte Fixgröße der Tastenkunst. Ihre immer aufs Neue faszinierenden, frischen Ausdeutungen der kanonischen Meisterwerke machten sie zu einem internationalen Publikumsliebling und führten zu zahlreichen Auszeichnungen. Unter diesen befanden sich so angesehene Preise wie etwa der "International Classical Music Award" für ihr Lebenswerk sowie der OPUS Klassik. Ihrer Fangemeinde macht sie ein besonderes Geschenk: Die Pianistin entdeckt mit den Wiener Symphonikern "eines der größten Weltwunder" (Alfred Brendel), Mozarts "Jeunehomme"-Konzert, neu. (Wiener Konzerthaus)

15.30 Uhr
Moment

Decken häkeln, Tiere streicheln, einkaufen für Bedürftige. Das Projekt "Freiwillig Gutes tun" der Lebenshilfe Steiermark Seit 2008 engagieren sich in der Lebenshilfe Steiermark Freiwillige aller Altersgruppen, um immer wieder Zeit mit Menschen mit Behinderung zu verbringen. Sie gehen mit ihnen etwa Kaffee trinken, spazieren oder ein Eis essen, wodurch über Jahre enge Freundschaften entstehen können. Vor zwei Jahren dachte sich die Leiterin des Projekts: Warum sollten nicht auch Menschen mit Behinderung ihre Potenziale in der Freiwilligenarbeit einbringen können? So entstand das Projekt "Freiwillig Gutes tun". Steiermarkweit haben sich bisher rund dreißig Interessierte gemeldet. Eine Frau streichelt Hunde und Katzen in einem Tierheim, um ihnen die Scheu vor Menschen zu nehmen. Ein Mann sammelt Lebensmittel für einen Vinzimarkt. Eine Frau häkelt Decken für ein Altersheim. Was die drei eint, ist die Freude an ihrem freiwilligen Dienst: Sie wollen alle weitermachen. Gestaltung: Jonathan Scheucher Moment-Echo: Johanna Steiner Wort der Woche: Noel Kriznik

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Die Nachbarschaft verschönern und das Klima schützen Rudi macht einen Ausflug an den Wiener Stadtrand und besucht den Workshop "Kids for Future", wo die teilnehmenden Kinder gerade wilden Wein an eine graue Mauer pflanzen. Die jungen Zweibeiner wollen ihre Nachbarschaft umweltfreundlicher und nachhaltiger gestalten. Sie erzählen über den CO2-Fußabdruck und warum dieser möglichst klein sein soll. Rudi will wissen, wie man das am besten anstellt und warum es hilft, Blumen und Bäume anzupflanzen. Gestaltung: Jana Wiese

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

"Ans Kreuz mit ihm!" - Christliche Wurzeln des Antisemitismus +++ Unorthodoxe, Shtisel und Co: Serienboom über Ultraorthodoxe 1. "Ans Kreuz mit ihm!" - Christliche Wurzeln des Antisemitismus Als "Gottes-Mörder" wurden Jüdinnen und Juden beschimpft - obwohl es nach dem Bericht des Johannesevangeliums nicht "das jüdische Volk", sondern genau genommen "die Hohepriester und die Diener" sind, die zwei Mal rufen: "Kreuzige ihn!". Pontius Pilatus fügt sich nach biblischem Bericht dem "Druck der Straße" - angelastet wurde dieses Todesurteil aber nie dem "Imperium Romanum", sondern bis in die jüngste Vergangenheit immer wieder "den Juden" - im Sinne der historischen Kollektivschuld. Ihre Botschaft mag im Grunde tatsächlich eine "frohe" sein - die Evangelien wurden und werden aber auch als solide Grundlage für eine handfeste Judenfeindlichkeit gelesen, die bis zum Antisemitismus des Nationalsozialismus und zur Shoah ihre Wirkung entfaltet hat. Und der eine oder andere Blick in das sogenannte "Alte Testament" verrät außerdem: Einige Erzählungen in der "Hebräischen Bibel" lassen sich ebenfalls als Rechtfertigung für andere Formen rassistischer Diskriminierung instrumentalisieren. Die "Black Lives Matter!"-Bewegung hat die vielfältigen Wurzeln rassistischer Diskriminierung wieder ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gerückt. Im Rahmen der Serie "Das Beste zum Wiederhören" beleuchtet Markus Veinfurter ein Stück christlicher Schuldgeschichte - und zeigt Ansätze für eine Gegenstrategie auf, denn die biblischen Texte können auch ganz anders interpretiert werden. 2. Unorthodoxe, Shtisel und Co: Serienboom über Ultraorthodoxe Ob "Unorthodoxe", "Shtisel" oder bald auch "The Beauty Queen of Jerusalem": Serien über Jüdinnen und Juden stoßen in Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon Prime immer wieder auf großes Interesse. So wurde etwa die dritte Staffel von Shtisel, die vor kurzem erschienen ist, von vielen schon sehnsüchtig erwartet. Die israelische Serie spielt in einem streng orthodoxen Stadtteil von Jerusalem und erzählt die Geschichte der Familie von Rabbiner Shulem Shtisel. Woher kommt dieses große Interesse? Hat der Hype auch problematische Seiten? Lena Göbl hat neben den Judaisten Klaus Davidowicz und der Journalistin Alexia Weiss auch mit dem Darsteller von Shulem Shtisel, dem israelischen Schauspieler Dov Glickman gesprochen.

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Komponistinnen - 24 Porträts aus 3 Jahrhunderten

Nancy van de Vate

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Michael Neuhauser. Die Odyssee der Familie Moe Fast die gesamte Entwicklung der Hawaiimusik ab den 1920er-Jahren haben sie miterlebt und mitgeprägt und hatten enormen Einfluss auf die Popularität dieser Musik außerhalb der USA. Doch in Hawaii selbst nahm man davon erst gegen Ende ihres Lebens Notiz, denn ein gutes halbes Jahrhundert lang waren der Hawaii-Gitarrist Tau Moe und seine Frau Rose in der ganzen Welt unterwegs - oft freiwillig, manchmal auch notgedrungen. Sie trafen Mahatma Gandhi ebenso persönlich wie Adolf Hitler, lebten und machten Schallplattenaufnahmen u.a. in Tokio, Shanghai, Bombay, Kalkutta, London und Berlin, und kehrten mit ihren unterwegs geborenen Kindern Lani und Dorian erst Ende der '70er-Jahre wieder endgültig nach Hawaii zurück.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte Sommerserie

Von den Anfängen bis zur Gegenwart Die Geschichte Österreichs in 29 Kapiteln mit: dem Historiker Ernst Bruckmüller und dem Ö1-Redakteur Wolfgang Ritschl Das Österreich, das wir heute kennen, gibt es erst seit den Erfolgen der Schirennläufer in den 1970er-Jahren - könnte man überspitzt sagen. Der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Ernst Bruckmüller beschreibt eine späte Nationsbildung auf dem Gebiet dessen, was nach dem Ende der Habsburgermonarchie zu Österreich erklärt wurde. Für ihn ist die österreichische Geschichte aber eine, die immer schon eine eminent europäische Geschichte war. Der Blick zurück zeigt, dass man hier stets eingebunden war in alles, was Europa betraf. An der Universität war Ernst Bruckmüller bekannt für den launigen Ton seiner Vorlesungen, die das kurzfristige Handeln der Akteure stets mit den langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Strömungen in Bezug setzten. Als Krönung seines Gelehrtenlebens hat der nunmehr emeritierte Professor eine umfangreiche "Österreichische Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart" veröffentlicht, im September wird diese auch in einer überarbeiteten Kurzform erscheinen. 29 Kapitel umfasst die "Betrifft: Geschichte"-Sommerserie, in der Ernst Bruckmüller im Gespräch mit Wolfgang Ritschl die österreichische Geschichte noch weiter verdichten wird.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Israel und Marokko normalisieren ihre Beziehung, zunehmend auch im wirtschaftlichen Bereich. Gestaltung: Dunja Sadaqi/Benjamin Harrer (ARD) Vor wenigen Tagen ist der erste kommerzielle Direktflug zwischen Israel und Marokko gestartet; künftig sind zwei bis drei Flüge pro Woche zwischen Tel Aviv und Marrakesch geplant. Dass der Tourismus in Gang gebracht werden soll, ist eine Folge des verbesserten politischen Verhältnisses: Ende 2020 wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Marokko normalisiert; Marokko folgte damit als viertes arabisches Land den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und dem Sudan. Der Hintergrund der Annäherung hatte auch weltpolitische Gründe: Marokko erhoffte sich Unterstützung der USA im Konflikt um die Westsahara. Ein besonderes Verhältnis haben Marokko und Israel schon lange: Eine Million Israelis haben marokkanische Wurzeln, sie stammen selbst von dort oder haben Vorfahren aus dem arabischen Land. Das Zusammenleben der Ethnien und Religionen war über Jahrhunderte relativ friktionsfrei. Nach der Gründung des Staates Israel sind viele Jüdinnen und Juden aber aus Marokko ausgewandert. Die Sendung wurde im März 2021 erstmals ausgestrahlt.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Haie vor Wien Was fossile Riffe erzählen Von Ulrike Schmitzer "Österreich ist ein riesiges Riffland", sagt Mathias Harzhauser vom Naturhistorischen Museum Wien. Vor 200 Millionen Jahren entstand in unserer Gegend ein riesiger Ozean, die Tethys. "Man wäre in Salzburg ins Boot eingestiegen, Richtung Indien gefahren und ständig in einem tropischen Riffparadies gewesen". Diese Riffphase aus der Trias Zeit hat viele Millionen Jahre gedauert und man findet die fossilen Riffe zum Beispiel heute noch in den Steinbrüchen bei Adnet. Vor 15 Millionen Jahren lebten auch Haie und Rochen in einem subtropischen Meer vor Wien, der Paratethys. Das Wiener Becken ist zum Bersten voll von Fossilien. Das größte fossile Austernriff der Welt ist in der Fossilienwelt in Stetten bei Korneuburg zu besichtigen. Was kann man von diesen fossilen Riffen lernen?

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. Zu Gast im Studio ist der Cembalist, Organist, Professor und Ensembleleiter Jörg Halubek Mit seinen "6 Brandenburgischen Konzerten" schuf Johann Sebastian Bach ein musikalisches Sixpack de luxe- genussreich für Anfänger wie für Fortgeschrittene. Die sechs Konzerte waren nicht als Einheit konzipiert, sondern entstanden über einen längeren Zeitraum und wurden später zu einer Sammlung zusammengeführt. Mit den Brandenburgischen Konzerten wird man, ähnlich wie mit den Symphonien von Ludwig van Beethoven, nie wirklich fertig, jede Generation entdeckt von Neuem ihre Schönheit. Vor kurzem hat das Stuttgarter Barockorchester "Il Gusto Barocco", angeführt von seinem musikalischen Leiter Jörg Halubek, eine Neueinspielung der "Brandenburgischen Konzerte" aufgelegt. Heute Abend ist der Cembalist, Organist, Dirigent, Professor und Ensembleleiter Jörg Halubek zu Gast im "Alte Musik" - Studio. Der 43-jährige Musiker wird seinen Zugang zu Bachs "Brandenburgischen Konzerten" erörtern, über Opern erzählen die er dem Dornröschenschlaf einreißt und über seinen bevorstehenden Solo-Orgel-Abend am 14. August bei den "Innsbrucker Festwochen der Alten Musik" erzählen.

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Soziales und ästhetisches Tokyo Japanische Impressionen im Olympiajahr 2021 Gestaltung: Nikolaus Halmer Vielfach werden die Olympischen Spiele als wichtige Veranstaltung gesehen, in der sich das Gemeinsame von Menschen manifestiert. Speziell in der Zeit der Corona-Pandemie sollen friedliche Wettkämpfe die Hoffnung vermitteln, dass es sich bei dem aktuellen Ausnahmezustand um ein temporäres Ereignis handelt. Die Organisatoren haben enorme Anstrengungen unternommen, um eine optimale Realisierung der Olympischen Spiele zu gewährleisten. Das betrifft nicht nur die Infrastruktur von Tokyo, sondern spiegelt sich in einer umfassenden Werbeoffensive wider, die in der japanischen Öffentlichkeit eine positive Stimmung hervorrufen soll. Anlässlich der Olympischen Spiele ist es angebracht, einige Facetten der reichhaltigen Kultur, Literatur und Philosophie Japans zu beleuchten, die häufig als mysteriös, unzugänglich und unnahbar eingestuft wird. Dieses Vorurteil soll durch Porträts von Schriftstellern wie Öe Kenzaburo, Abe Köbö, Inoue Yasushi, Dazai Osamu, Söseki Natsume oder von Philosophen wie Watsuji Tetsurö und Nishida Kitarö behoben werden. Charakteristisch für diese Autoren ist ihre Opposition gegenüber der Normativität des japanischen Gesellschaftsmodells, die mit dem Ausschluss von Nicht-Leistungsfähigen/willigen einhergeht. Sie verstehen sich als engagierte Intellektuelle; sie kritisieren in ihren Werken das hemmungslose Streben nach Profit, die Ausbreitung nationalistischer und rassistischer Ideologien und verteidigen das Recht der Individuen auf eine selbst bestimmte Lebensführung. Thematisiert werden auch Facetten der japanischen Kultur, die sich auf ästhetische Phänomene wie Haikus, Kalligraphie, Gärten oder Teezeremonien beziehen. Sie zeichnen sich durch die Eleganz der Einfachheit aus: "Nur eine einfache Hütte an der Küste/Im Halbdunkel der herbstlichen/Abenddämmerung". Ein Salzburger Nachtstudio von Nikolaus Halmer

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Die Explosion von Beirut. Anatomie einer Katastrophe (3). Gestaltung: Monika Halkort Sehnsuchtsort Kleingarten. Vom Nahrungsmittellieferant zum Spekulationsobjekt (3). Gestaltung: Kim Shirin Cupal I have a stream. Musikkonzepte, die die Pandemie überdauern (3). Gestaltung: Katharina Hirschmann

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer Vorschau auf das Elevate Festival in Graz, das heute Abend begonnen hat. Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten