Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Nachrichten

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Von der Hölle durch das Purgatorium ins Paradies". Anlässlich des 700. Todestages der italienischen Dichterikone, Gedanken von Jan-Heiner Tück, Professor für Dogmatik an der Universität Wien Dante Alighieris "Divina Commedia" gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. Dante betrachtet den Tod nicht als Grenze, sondern als Schwelle, die kühn überschritten wird. An der Seite Vergils dringt er in unbekannte Landschaften vor und erkundet die Topografie des Jenseits. In der Hölle begegnet er verlorenen Seelen, deren Laster durch eine ausgeklügelte Klaviatur von Qualen bestraft werden. Im Purgatorium durchlaufen die Seelen eine Therapie der Läuterung, um Ballast abzuwerfen und den Himmel zu erreichen. Im Paradies schließlich geht es nicht nur um die selige Gottesschau, hier erfüllt sich auch Dantes Sehnsucht, seine früh verstorbene Geliebte, Beatrice, wiederzusehen. Dantes faszinierende Bebilderung des Jenseits hat in der Kunst und Literatur vielfältige Spuren hinterlassen, führt der Theologe Jan-Heiner Tück in seinen "Gedanken für den Tag" zum 700. Todestag der italienischen Dichterikone aus.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Nadja Kayali

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Willibald Loiskandl ist Obmann der Österreichischen Gesellschaft für Wurzelforschung. Er spricht über das Leben unter der Oberfläche. Teil 4: Wurzeln für die Hang- und Uferbefestigung Gestaltung: Ilse Huber Was sich unter der Bodenoberfläche abspielt, bleibt überwiegend unentdeckt. Wollen sich Menschen ein Bild davon machen, ob und wie das Leben im Dunklen funktioniert, müssen sie tief graben. Ein Weinstock kann bis zu vier Meter tiefe Wurzeln ausbilden. Auch ein klein wachsendes Kraut reicht viel tiefer in den Boden als sein oberirdischer Spross. Boden, Klima und Organismen bilden zusammen ein komplexes unterirdisches System. Die Genetik der Pflanze lässt ihre Wurzeln artspezifisch wachsen - sei es pfahlförmig oder mit vielen Ausläufern. Hinzu kommen die jeweiligen Standortbedingungen, seien es Bodenbeschaffenheit, Klima, Geländeform und Geografie. Mit Wurzel-Verdickungen wie Knollen oder Rüben überdauern Pflanzenwurzeln ungünstige Lebensphasen. Karotten, Gelbe und Rote Rüben sind sogar essbar. Die feinen Wurzelenden erkunden ständig die Umgebung. Sie suchen nach Wasser, Nährstoffen und treffen auf Mikroorganismen. Dabei festigen und durchlüften sie das Erdreich. Praktisch für Gewässer-Ufer und Böschungen, die sonst durch Wind oder Wasser erodieren würden. Dass im unterirdischen Universum weit mehr Biomasse zu finden ist, als es oberirdisch zu vermuten wäre, ist eine Erkenntnis aus der Rhizosphärenforschung. Dabei wird die unmittelbare Umgebung der Wurzeln im Zusammenspiel von belebter und unbelebter Natur untersucht.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Grundeinkommen für alle

Weltfremde Utopie oder sozialpolitische Notwendigkeit? (4). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Kaum ein Thema polarisiert die öffentliche Debatte schon seit Jahrzehnten so sehr wie die Forderung nach einem "Bedingungslosen Grundeinkommen". Die Idee dahinter: Der Staat zahlt jedem Bürger, jeder Bürgerin allmonatlich einen fixen Betrag, vom Baby bis zur Greisin, und ermöglichst den Menschen damit nicht nur ein Leben in Würde, sondern auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, unabhängig davon, ob ein Mensch einen Arbeitsplatz hat oder nicht. Ein "Bedingungsloses Grundeinkommen" für alle würde natürlich Geld kosten, viel Geld. Die Finanzierung, so meinen Anhänger des Modells, wäre allerdings zum Teil dadurch gewährleistet, dass mit der Einführung eines arbeitslosen Grundeinkommens viele staatliche Transferleistungen überflüssig würden: Familienbeihilfe, Arbeitslosengeld und Notstandshilfe zum Beispiel. Dazu kämen namhafte Einsparungen im Bereich der Sozialbürokratie, die wiederum zur Finanzierung des Grundeinkommens mit beitragen könnten. Auch in den Sozialwissenschaften werden Chancen, Risken und Probleme eines solchen Modells leidenschaftlich diskutiert. Zählten intellektuelle Kapazitäten wie Erich Fromm und André Gorz schon vor Jahrzehnten zu den Befürwortern eines arbeitsfreien Bürgergelds, so hat es immer auch energische Kritik an der Sinnhaftigkeit eines solchen Modells gegeben. Gegner befürchten, ein "Bedingungsloses Grundeinkommen" würde Bürger zur Untätigkeit verleiten, weil der materielle Anreiz zur Aufnahme von Lohnarbeit wegfalle. Das Konzept beruhe überdies auf einer naiven Vorstellung vom Staat, in dem "alle auf Kosten aller" leben könnten. Linke Kritiker wiederum wenden ein, ein Grundeinkommen wäre nichts anderes als eine "Stilllegungsprämie", mit der Menschen, die auf dem immer enger werdenden Arbeitsmarkt keinen Platz mehr finden, "abgewrackt" würden. Wie ist der aktuelle Diskussionsstand in Sachen Grundeinkommen? Hat das Modell eines bedingungslosen Bürgergelds für alle reelle Chancen auf Verwirklichung? Und wäre es überhaupt finanzierbar? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Wissenschaftler/innen wie Barbara Prainsack, Stephan Schulmeister, Margit Appel, Norbert Bolz und Richard David Precht.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

O wie Olive, P wie Paprika, Q wie Quinoa, R wie Reis (4). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Renate Pliem, Ilse Huber, Kim Shirin Cupal *R wie Reis* Reis gehört zur Getreidefamilie. Aber er ist - häufigen Annahmen zum Trotz - kein Roggen, keine Gerste und auch kein Weizen. Reis ist Reis, eindeutig einzigartig und doch vielfältig zugleich. Die Körner der Pflanze gehören zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Menschheit und werden heute weltweit angebaut. Vor allem in China wird die Pflanze bereits seit mehr als 7.000 Jahren kultiviert und ist dort eng mit Speiseplan, Sprache und Kultur verwoben. Nicht verwunderlich ist daher, dass Reis im asiatischen Raum für Fruchtbarkeit, Lebenskraft und Wohlstand steht. Selbst in Österreich verheißt ein Reisregen gemäß alter Tradition einem jeden frisch vermählten Brautpaar Fruchtbarkeit und Eheglück. Reis - Oryza sativa - kann bis zu 30 Halme ausbilden und eine einzige Pflanze somit beinahe 3.000 Früchte tragen. In den Hauptanbaugebieten der Welt - China, Indien und Südostasien gedeihen die Reispflanzen meist in überfluteten Feldern, um Unkräuter und Schädlinge zu unterdrücken. Doch diese Anbaumethode hat es in sich: Schätzungen gehen davon aus, dass der Anbau von Reis für etwa 2,5 Prozent der gesamten menschengemachten Klimagasemissionen verantwortlich ist. Dabei ist Reis eigentlich keine Wasserpflanze. Er wächst heute sogar im österreichischen Marchfeld und wird hierzulande nicht dauerhaft geflutet, sondern im Trockenen gezogen. Doch Reis gehört zu den Diven der Kulturpflanzen-Welt. Er ist äußerst zierlich und empfindlich, was den heimischen Anbau zu einem schweißtreibenden Unterfangen macht. Insbesondere da sowohl Unkrautentfernung als auch die eigentliche Verarbeitung händisch durchgeführt werden müssen. Denn um weißen Reis genießen zu können, muss jedes einzelne Korn zuvor noch von seinem sogenannten Silberhäutchen befreit werden. Erst der frisch polierte und folglich weiße Reis kann sein spezielles Aroma besonders gut entfalten. Gestaltung: Kim Shirin Cupal

09.45 Uhr
Radiokolleg - Klassik so white

Rassismus und fehlende Diversität in der E-Musik (4). Gestaltung: Dalia Ahmed, Helene Breisach "Wir wissen sehr genau, wie Kolonialismus klingt", schreibt der Komponist, Posaunist und Musikwissenschaftler George E. Lewis. "Wir hören ihn bei allzu vielen Festivals für zeitgenössische Musik weltweit, die munter und in Dauerschleife den Stereotyp exklusiven ?weiß'-Seins rund um das Selbstbild der klassischen Musik weiterspielen." Was hat E-Musik mit "Weiß-Sein" zu tun? Einerseits gibt sich die Klassik-Szene weltoffen und international, gleichzeitig inszeniert sie sich als Teil einer Kultur, die von Europa aus in andere Kontinente transferiert worden ist - und das mit Hoheitsanspruch. Auch die Musikgeschichte weist einige eklatante Leerstellen auf: Wer kennt heute den Schwarzen Geiger George Bridgetower, dem Beethoven seine Kreutzer-Sonate zuerst gewidmet hat? Oder Joseph Boulogne, Chevalier de Saint-Georges, von Haydn gefördert und als Komponist hoch angesehen - heute ist er aus den Geschichtsbüchern verschwunden. Auch in der jüngeren Geschichte gibt es zahlreiche Beispiele für Schwarze Komponistinnen und Musiker of Color, denen die Anerkennung verwehrt wurde: der afrobritische Komponist Samuel Coleridge-Taylor zum Beispiel, oder der Dirigent Dean Dixon, der in den 1960er-Jahren Chefdirigent des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks war. Die klassische europäische Kunstmusik war also nie exklusiv weiß. Das Repertoire erweitern - diese Idee stand auch hinter einer kürzlich in Hamburg von Opernstar Thomas Hampson initiierten Konzertreihe mit dem Titel "Song of America". Das Festival präsentierte Musik Schwarzer Komponistinnen und Komponisten, darunter Werke von Robert Owens, William Grant Still, aber auch zeitgenössischer Musikschaffender wie Damien Sneed oder Valerie Coleman. Die aktuelle Musikviertelstunde nimmt aber auch Produktionsbedingungen im aktuellen (E-)Musikbereich unter die Lupe: Unter den Opernstars schaffen es vereinzelt Schwarze Menschen ganz an die Spitze, von Jessye Norman über Leontyne Price bis zu Pretty Yende. Wie aber sieht das unter Orchestermusikern und -musikerinnen aus? Spiegeln sich die demografischen Verhältnisse in Opernchören und Orchestern wider? Nicht zuletzt geht es in dieser Musikviertelstunde auch um neue Konzepte wie jenes, das hinter der Gründung des String Archestra in Berlin steht: "Ich hatte es satt, immer die Einzige zu sein", sagt deren Gründerin, die Musikerin und Wissenschaftlerin Dr. Dr. Daniele G. Daude. Also rief sie ein Ensemble ins Leben, das "Musik von People of Color und Schwarzen KomponistInnen" spielt, und zwar "von PoC und Schwarzen MusikerInnen". Und auch das Chineke! Orchestra in London wurde von der Kontrabassistin Chi-chi Nwanoku 2015 gegründet, um die Diversität in der Klassikwelt zu steigern. Das Orchester hat ein begeistertes Publikum gefunden - ein Publikum, das die ethnische Vielfalt des Orchesters widerspiegelt.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Mirjam Jessa Gedanken zu Jean Sibelius II - Die schwierige Geburt der fünften Symphonie 1984 hat der große amerikanische Komponist Morton Feldman bei den Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt folgende erinnerungswürdigen Worte zu seinem nach Avantgarde lechzenden Publikum gesagt: "Die Leute, die Sie für Radikale halten, könnten in Wirklichkeit Konservative sein. Und die Leute, die Sie für Konservative halten, in Wirklichkeit Radikale." Und dann hat er angefangen, Sibelius' 5. Symphonie zu summen. Dabei hat Sibelius an keinem Werk so lange gearbeitet wie an seiner Fünften. Wir erlauben uns einen Werkstattbesuch und vergleichen die erste Fassung, die zu Sibelius' 50. Geburtstag uraufgeführt wurde, mit der endgültigen Fassung von 1919. Aus den Geräuschen der Natur extrahierte er absolute Musik, das Rauschen der Wälder, das Plätschern des Sees - das waren für ihn bestimmte Akkorde. Und einmal hat er einer verblüfften Gruppe finnischer Studenten einen Vortrag gehalten über die Obertonreihe einer Wiese. Mit den Kranichen, Schwänen und Wildgänsen fühlte er eine tiefe Verwandtschaft. "Die Schwäne sind immer in meinen Gedanken und geben dem Leben Glanz. Es ist sonderbar feststellen zu müssen, dass nichts in dieser Welt, nicht in Kunst, Literatur oder Musik mich so sehr beeindruckt wie diese Schwäne, Kraniche und Wildgänse. Deren Gesang und Wesen", notierte Sibelius zum "Schwanenlied" im letzten Satz seiner 5. Symphonie. Über dreißig Jahre vor seinem Tod hörte Sibelius offiziell zu komponieren auf. Drei Tage vor seinem Tod 1957 kreisten wieder die Kraniche über seinem Haus, die Vögel seiner Jugend. Einer löste sich aus dem Schwarm, rief laut und flog davon.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Reise mit einer schönen Frau" und "Geschenk an meinen Onkel" von Joseph Roth. Es liest Erwin Steinhauer - zum 70. Geburtstag Erwin Steinhauers am 19. September Ob Erinnerungen an den eigenen Onkel oder eine Begegnung mit einer Dame im Zug - auch aus den Geschichten, die dem großem journalistischen Oeuvre Joseph Roths entstammen, ist der große Erzähler herauszuhören. Jeder alltägliche Moment konnte für ihn zur Geschichte werden und wie immer erweist sich Roth als scharfblickender Chronist seiner Zeit. Roth wurde 1894 in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie in Brody, Galizien, geboren. Dort verbrachte er seine Kindheit und Jugend, bevor er an der Universität Wien zu studieren begann. Er nahm am 1. Weltkrieg teil. Ab 1918 war er Journalist in Wien, später in Berlin, ab 1923 als Korrespondent der "Frankfurter Zeitung". Der Zerfall der Donaumonarchie und die politischen Veränderungen, die auf diesen folgten, spiegeln sich stark in Roths literarischem Werk. 1933 emigrierte er nach Paris, wo er kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs starb. Der österreichische Schauspieler Erwin Steinhauer wurde 1951 in Wien geboren und ist eine Größe in Kabarett, Theater und Film. Überdies wirkte er in zahlreichen Hörspielen mit. Am 19. September feiert er seinen 70. Geburtstag. Gestaltung: Julia Zarbach

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Marie-Theres Himmler. Die Pianistin Eloise Bella Kohn widmet sich Bachs "Kunst der Fuge" Aus einem einzigen musikalischen Thema entwickelte Johann Sebastian Bach gegen Ende seines Lebens zwanzig Fugen und Kanons. Die letzte Fuge, in die sich der Komponist mit dem Tonnamen-Motiv B-A-C-H eingeschrieben hat, konnte er aufgrund seiner Erblindung nicht mehr vollenden. Diese Fuge zu Ende zu komponieren, darum hat die französische, in Wien lebende Pianistin Eloise Bella Kohn ihren ehemaligen Professor Thierry Eschaich gebeten. Er ist - ähnlich wie Bach - Orgelvirtuose, Improvisateur und Komponist und hat sich für diesen Auftrag ganz bewusst keine der bereits bestehenden Vervollständigungen angesehen. Das Resultat ist nun auf dem Doppelalbum von Eloise Bella Kohn zu hören. Ohne Pedal, klar artikuliert, mit großem Enthusiasmus, Einfühlungsvermögen und viel Ausdauer hat sie Bachs achtzig-minütige Kontrapunktsammlung auf dem Kalvier aufgenommen.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Von Davidsen bis Oropesa: die "angesagten" klassischen Stimmen der Saison in Neuaufnahmen Wenn alles läuft, wie geplant, werden sie die Saison 2021/22 in Oper und Konzert prägen: die mit Mozart, Belcanto und Verdi voll ausgelastete amerikanische Koloratursopranistin Lisette Oropesa - die allenthalben bereits mit großen "hochdramatischen" Vorbildern verglichene Norwegerin Lise Davidsen - der noch fürs Virtuoseste seines Faches gebuchte Tenor Michael Spyres, der aber schon vom Tristan träumt. Die Wiener Staatsoper setzt auf den Tenor Freddie De Tommaso, auch von ihm gibt es ein erstes Soloalbum; sie stellt die Mezzosopranistin Kate Lindsay heraus, die mit "Tiranno" eine eindrucksvolle Visitkarte abgibt; sie hat auch wieder die wuchtige Anita Rachvelishvili eingeladen, die mit "Elegie" eine Klavierliederplatte vorlegt. Die omnipräsente Joyce DiDonato wirft sich in Schuberts "Winterreise", Matthias Goerne badet in Weltabschiedlichem von Pfitzner und Strauss - für Abwechslung ist jedenfalls gesorgt.

15.30 Uhr
Moment

Hin und her. Rauf und runter. Zum Reiz des Schaukelns Ein waagrechtes Brett fixiert an zwei Seilen, Ketten oder Stangen - seit über 3000 Jahren lässt die Schaukel Menschen vom Boden abheben. Zwischen spielerischem Freiheitsgefühl, gewolltem Schwindel, kontrolliertem Fallenlassen und rhythmischer Wiederholung ist die Schaukel heute beliebtes Spiel- und Vergnügungsgerät. Gekaufte oder selbst zusammengeschusterte hängen im privaten Garten, am Baum oder im Türstock, auf fast jedem Spielplatz baumelt eine vom Gerüst. Was aber beim Schaukeln im Körper passiert, welche Kräfte wirken, warum das einfache Gerät bei Kindern so beliebt ist, wie es um das Schaukeln im Erwachsenenalter steht, und wo es als Sport betrieben wird, darüber macht man sich meist selten Gedanken, während man auf- und abschwingt. Über die vielen Facetten der Schaukel erzählen Motopädagogin Stella Saghy, Michael Oberhauser vom Bewegungs-Verein "Burgenland Extrem", Spielplatzprüferin Ulrike Friedrich, Physiker Clemens Nagel und Highloop-Anbieter Alexander Friesenbichler. Gestaltung: Lisa Puchner

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Rudi trifft den Journalmoderator Christian Williwald im Nachrichtenstudio. Gemeinsam besprechen sie aktuelle Geschehnisse aus der Welt. Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Auf den Spuren eines alten Alpen-Volkes Gestaltung: Ilse Huber Habt Ihr schon einmal von den Rätern gehört? Das war eine geheimnisvolle Gruppe von Menschen, die vor über zweitausend Jahren in den Alpen lebten. Woher waren sie? Was ist aus ihnen geworden, als die alten Römer kamen? Wie haben sie gelebt, welche Sprache haben sie gesprochen? Diese und viele andere Fragen beschäftigen die Ö1-Kinderunireporterinnen und -reporter bei einer Art Räter-Schatz-Suche auf dem Goldbichl, einem Berg in Tirol.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Neue Soloarbeiten von Marius Neset, Chris Speed und Mark Feldman Wie erwartet schlägt sich der Pandemie-bedingte Lockdown der Jahre 2020/21 in einer Fülle von Soloalben nieder. Viele davon sind nicht anders als großartig zu bezeichnen: etwa "A New Dawn", die aktuelle Arbeit des norwegischen Saxofonisten-Shootingstars Marius Neset, der seinem virtuosen Ideenreichtum endlich einmal ungebremst Raum geben kann. Der New Yorker Kollege Chris Speed brilliert im Rahmen der CD "Light Line", für die er sich ausschließlich der Klarinette zuwendet. Und der ebenfalls in New York City beheimatete, 66-jährige Violinisten-Veteran Mark Feldman bringt auf "Sounding Point" ein unerschöpfliches Reservoir an Spieltechniken höchst musikalisch zur Anwendung.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Der Weg der Habsburger in die Moderne mit: Franz L. Fillafer, Historiker am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung: Hanna Ronzheimer Landläufigen Vorstellungen zufolge war die Aufklärung eine rein westeuropäische Idee, die in der französischen Revolution gipfelte und in weiterer Folge zu einem säkularen, demokratischen Staat führte. Als Kontrast dazu werden die obrigkeitshörigen Fürstenberater und Bürokraten aus Ost- und Mitteleuropa angeführt. Neuere Forschungen zeigen allerdings ein anderes Bild. In den konservativ- reaktionär geprägten Regionen Europas gab es vielmehr eigenständige Wege in die Moderne. Ein Beispiel dafür ist die Verquickung von spätbarocker Gelehrsamkeit, von Aufklärungserbe und gesellschaftspolitischem Konservativismus in der Habsburgermonarchie. An den Universitäten trug man hier das Erbe des an der Aufklärung orientierten Kaisers Joseph II. (1765-1790) weiter. Man rezipierte Isaac Newton, Immanuel Kant sowie Adam Smith und grenzte sich mit Natur- und Rechtswissenschaften von spekulativer Romantik ab. Mit dem "Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch" von 1811 trieben die Reformer die - schon unter Maria Theresia und Joseph II. forcierte - Vereinheitlichung der Verwaltung in den verschiedenen Ländern der Monarchie weiter. Sowohl Merkantilisten als auch Liberale in den höheren Verwaltungsebenen setzten auf den freien Verkehr von Waren und Arbeitskräften, wenn auch unter Missachtung der damit verbundenen sozialen Probleme: der Entstehung eines Manufakturproletariats.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Wo Reich und Schön Ferien machen. Gestaltung: Max Böhnel Cape Cod, eine Halbinsel vor Boston im US-Staat Massachussetts, zeichnet sich durch landschaftliche Schönheit und exklusives Flair aus. Im Sommer lockt sie jede Menge Touristen an, die dort segeln, ausgedehnte Strandspaziergänge unternehmen und Wale beobachten können. Cape Cod wurde aber auch im Zusammenhang mit dem Kennedy-Clan berühmt: Die Familie hat dort, in Hyannis Port, viele Sommer verbracht, und ganz in der Nähe liegt die Insel Martha's Vineyard. Sie diente nicht nur als Filmkulisse für den Film "Der weiße Hai" - einige Kennedys hatten dort Wohnsitze, und viele weitere Präsidentenfamilien wie die Clintons und die Obamas ihr Urlaubsdomizil.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag Mit Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstatt- und Porträtgesprächen, Diskussionen zu aktuellen Themen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Auryn Quartett. Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Joseph Haydn, Ernest Chausson und Ludwig van Beethoven. Präsentation: Alice Ertlbauer-Camerer Elf Jahre lang führte das Auryn Quartett die Kammermusiktradition bei den "Musiktagen Mondsee" weiter. Nach insgesamt 40 Jahren gemeinsamen Musizierens befindet sich das Quartett nun auf Abschiedstour. Bei den "Musiktagen Mondsee" hielt man Rückschau auf die Quartettgeschichte und auf die Zeit am Mondsee.

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Wir brauchen eine Vermenschlichung der Geschlechter, nicht eine Vermännlichung der Frauen!" Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Alice Schwarzer, Journalistin, Aktivistin, Herausgeberin "Emma" Jahrzehntelang hat Alice Schwarzer über Theorie und Praxis des Feminismus und das Leben, Arbeiten, Politisieren und Tun von Frauen geschrieben. Ab und zu schrieb die Gründerin und Herausgeberin der "Emma" und wohl bekannteste Feministin Deutschlands auch über ihr eigenes Leben und Tun. 2011 erschien "Lebenslauf", der erste Teil ihrer Autobiografie, in dem sie ihre Herkunft, ihre Kindheit und Jugend sowie die frühen Jahre als Journalistin schilderte. Mit "Lebenswerk" erschien 2020 nun der zweite Teil. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz berichtet sie über die großen Themen ihres Lebens und ihrer Arbeit. Über Jahrzehnte prägte sie nicht nur Deutschland, sondern war auch über die Grenzen hinaus Vorbild und Vorkämpferin. Sie erzählt von ihren Kämpfen gegen Gewalt an Frauen und Kindern, gegen die Männerjustiz, das Abtreibungsverbot, Sexismus, Pornografie und Prostitution- und für eine "Vermenschlichung der Geschlechter" sowie die Aufhebung der Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern. Das Gespräch findet live am 5. September 2021 um 11.00 Uhr im Metro Kino Wien statt.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Grundeinkommen für alle. Weltfremde Utopie oder sozialpolitische Notwendigkeit? (4). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Das ABC der Speisepflanzen. O wie Olive, P wie Paprika, Q wie Quinoa, R wie Reis (4). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Renate Pliem, Ilse Huber, Kim Shirin Cupal Klassik so white. Rassismus und fehlende Diversität in der E-Musik (4). Gestaltung: Dalia Ahmed, Helene Breisach

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Prix Ars Electronica 2021. Digital Musics and Sound Art. Alle zwei Jahre wird der Prix Ars Electronica in der Kategorie "Digital Musics and Sound Art" ausgeschrieben, und auch heuer wieder präsentieren wir Ihnen in Zeit-Ton die Gewinner/innen. Die Goldene Nica geht dieses Mal an Alexander Schubert, der mit seiner multimedialen Performance "Convergence" unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit in Zeiten zunehmender künstlicher Intelligenz hinterfragt. Die beiden Auszeichnungen verlieh die international besetzte Jury an Rashin Fahandej ("A Father's Lullaby") und Douglas McCausland ("Convergence"). Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten