Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Festival Glatt Verkehrt live

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Anleitungen zum Unglücklichsein". Der Psychotherapeut und katholische Theologe Arnold Mettnitzer hat Watzlawicks Kultbuch aus dem Jahre 1983 wieder gelesen und präsentiert daraus hintergründige Geschichten anlässlich dessen 100. Geburtstages "Das Gegenteil von schlecht muss nicht gut sein - es kann noch schlechter sein.", liest man bei dem Philosophen, Psychotherapeuten und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick, der am 25. Juli 1921 in Villach geboren wurde. Oder: "Wenn du einen großen Hammer hast, fangen alle Dinge um dich herum an, wie Nägel auszusehen." Watzlawick war originell und zugleich traditionell, neben einer wissenschaftlichen Seite hatte er auch eine philosophisch-spirituelle Seite. Als Psychotherapeut beeinflusste Watzlawick nachhaltig die Familien- sowie die allgemeine Psychotherapie. Bekannt war er im deutschsprachigen Bereich aber vor allem für seine Publikationen zur Kommunikationstheorie und zum radikalen Konstruktivismus und seinen Millionen-Bestseller "Anleitung zum Unglücklichsein". Der Psychotherapeut und katholische Theologe Arnold Mettnitzer hat Watzlawicks Kultbuch aus dem Jahre 1983 wieder gelesen und präsentiert daraus hintergründige Geschichten, die ungleich wirkungsvoller sind als tierisch-ernste Deutungen menschlicher Fehlhaltungen.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Christoph Wagner-Trenkwitz. Wer wo was klaut. Am Todestag des legendären Bankräubers John Dillinger wirft das Pasticcio das Thema "Raubmusik" auf. Eine Braut wird gestohlen, zwei Räuber-Opern klingen an und der Ralph Benatzky (der seinen Spitznamen "Benutzky" nicht immer verdiente) wird als Tangokomponist präsentiert.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Der spanische Bürgerkrieg

Vorspiel zum Weltenbrand (4). Gestaltung: Michael Liensberger, Robert Weichinger Als am 18. Juli 1936 ein von langer Hand geplanter Militärputsch den Spanischen Bürgerkrieg auslöste, war Spanien ein gesellschaftlich zerrissenes Land. Schon während des 19.Jahrhunderts gab es in dem Land auf der iberischen Halbinsel immer wieder blutige Auseinandersetzungen. Der Verlust der Kolonien erschütterten Regierung und Gesellschaft gleichermaßen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Spanien ein Land mit teilweise feudalen Strukturen auf der einen Seite, Verelendung und Pauperismus auf der anderen. Immer wieder irritierten Autonomiebestrebungen verschiedener Regionen das schwach entwickelte Identitätsbewusstsein. Es begann mit Streiks und Anschlägen, gefolgt von einer vom König gebilligten Diktatur; diese scheiterte kläglich. Der König ging 1931 ins Exil, und eine linke Regierung übernahm die Amtsgeschäfte in der neu ausgerufenen Republik. Sie hielt sich nur zwei Jahre, die Rechten gewannen vorgezogene Neuwahlen, doch 1936 konnten wieder die Linken die Wahl gewinnen. Das war der Auslöser für den lange zuvor geplanten Putsch, der einen knapp dreijährigen, mit großer Brutalität geführten, Bürgerkrieg auslöste. Die ideologischen Risse gingen quer durch die Familien, und - anders als etwa in Österreich (1934) - waren auch die beiden Hauptlager tief in sich selbst gespalten und rieben sich gegenseitig auf. Die Putschgeneräle unter der Führung von Francisco Franco profitierten davon, dass sie von Hitler und Mussolini militärisch und von weiten Teilen der Kirche ideologisch unterstützt wurden. Auf Seiten der Linken kämpften Internationale Brigaden, darunter auch viele Österreicher, ausgerüstet von Stalins Sowjetunion. Der Spanische Bürgerkrieg lässt sich auch als Testfall für die militärische und ideologische Auseinandersetzung zwischen Kommunisten und Faschisten verstehen, die zum Zweiten Weltkrieg führte. Am 28. März 1939 kapitulierte Madrid, einen Tag später Valencia, wohin sich eine provisorische linke Regierung zurückgezogen hatte; knapp davor war Katalonien gefallen. Aber schon am 27. Februar 1939 hatten Großbritannien und Frankreich die faschistische Franco-Regime anerkannt. Die vielen Risse, die der spanische Bürgerkrieg in der Gesellschaft hinterließ, sind auch heute noch spürbar.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Vernichtete Kunst, verwüstete Heiligtümer

Weltkulturerbe in Konfliktgebieten (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch 2001 zerstörten die radikalislamischen Taliban im afghanischen Bamiyan-Tal die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt. 2012 zertrümmerten Rebellen in der malischen Hauptstadt Timbuktu Mausoleen und vernichteten wertvolle Manuskripte. 2015 sprengte der Islamische Staat den Baal-Tempel im syrischen Palmyra. Dies sind nur drei Beispiele der Kulturzerstörung aus den vergangenen zwei Jahrzehnten. Neu war, dass die Angreifer in Afghanistan und Syrien ihre Aktionen filmten und die Videos in den sozialen Medien posteten. In früheren Zeiten dauerte es, bis sich die Nachricht von derartigen Zerstörungen verbreitete. Doch die Aggression gegen Denkmäler, religiöse und zivile Bauten sowie Dokumente, die eine nicht genehme Weltsicht repräsentieren, ist ein uraltes Phänomen, das sich im Lauf der Jahrtausende ständig wiederholt hat. Das lässt sich im Alten Ägypten und in Mesopotamien ebenso dokumentieren wie im Römischen Reich, in den Bilderstürmen der Reformation und in der französischen Revolution. Der Faden zieht sich weiter über die Russische Revolution und den Nationalsozialismus bis in die aktuellen Konfliktgebiete der Welt. Identitätsstiftende Kulturgüter und kulturelles Gedächtnis soll(t)en ausgelöscht werden. Neben ideologischen, religiösen und machtpolitischen Motiven spiel(t)en aber stets auch ökonomische Interessen eine Rolle. Der Wiederaufbau zerstörter Kulturdenkmäler ist und bleibt dabei ein schwieriges und umstrittenes Thema.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Captain Beefheart

Der verrückte König des Rock ´n` Roll (4). Gestaltung: Thomas Mießgang Captain Beefheart, dessen wirklicher Name Don Van Vliet war, gehörte zu den größten Exzentrikern des Rock ´n` Roll der 1960er und siebziger Jahre. Seine explosive Mischung aus Delta Blues, postdadaistischer Bewusstseinsstrom-Poesie, dilettantischen Free Jazz- Eskapaden am Saxophon und unregelmäßigen Rhythmen, die von seiner ´Magic Band` mit dem Willen zum Exzess glorios interpretiert wurden, besetzte er eine singuläre Nische in den äußeren Galaxien der Klangerzeugung. Doch der 1941 in Glendale/ Kalifornien geborene Sänger, Komponist und Mundharmonikaspieler mag zwar ein Außenseiter gewesen sein, jedoch kein Eigenbrötler. Zu seinen Schulfreunden zählte Frank Zappa, der später als Avantgarde-Pop-Papst Weltruhm erlangen sollte. In der Teenagerzeit fixten sich die beiden mit Blues-Platten von Howlin` Wolf und Muddy Waters an, später sollten sich ihre Wege immer wieder kreuzen. Zappa ermöglichte es Beefheart auf seinem Label "Straight Records" eine Platte herauszubringen, die bis heute zu den Meilensteinen des innovativen Rock zählt: "Trout Mask Replica", ein in alle Richtungen ausfransendes Doppelalbum, auf dessen Cover der Künstler eine Karpfenmaske trägt. Die Platte, teilweise in ziemlich muffeliger Tonqualität aufgenommen, trägt über die ganze Länge von 80 Minuten die Signatur eines ´Mad King of Rock ´n` Roll`, der seine Begleitmusiker in einem Haus in Woodland Hills/LA monatelang kasernierte und seine Vision fast im Sinne eines religiösen Kultes in splendid isolation zum Blühen brachte. Besucher fühlten sich aufgrund der klaustrophobischen Atmosphäre an die dunkle Aura der Manson Family erinnert. Trotz der obskuren Entstehungsbedingungen wurde "Trout Mask" zu einem jener künstlerischen Statements, die mit ihrer energetischen Entfaltung jenseits aller Regelwerke, ganze Genres von den Füßen auf den Kopf stellen: Stile wie Blues, Jazz und Rock wurden zwar angetippt oder ironisch zitiert, aber so gegen den Strich gebürstet, dass absurde Klang-Vignetten von völlig autonomer Gestaltungskraft entstanden. Einen derartigen Mount Everest der Kreativität konnte er weder davor noch danach wieder besteigen, wobei jedoch auch Platten wie "Clear Spot" oder "Doc at the Radar Station" durchaus ihre Meriten haben. Captain Beefhearts Wirkung auf nachgeborene Pop-Exzentriker entfaltete sich vor allem seit der Punk- und Postpunkepoche und ist auch heute noch zu spüren. Er selbst hatte sich bereits 1982 aus dem Musikgeschäft zurückgezogen, um eine Karriere als Maler anzusteuern. Und wenn auch der Mann, in dessen Körper das Herz eines Büffels schlug, nur Connaisseuren bekannt sein mag, so hatte er immer bedeutende Fürsprecher. So wie den verstorbenen Rock-Kritiker Lester Bangs, der schrieb: "Captain Beefheart ist der wichtigste Musiker, den die Sechziger Jahre hervorgebracht haben, weitaus bedeutender und weitreichender als die Beatles."

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

mit Helene Breisach. Ludwig van Beethovens "Gassenhauer-Trio" Kennen Sie die Oper "L'amor marinaro, ossia il corsaro"? Oder sagt Ihnen der österreichische Komponist Joseph Weigl etwas? Sowohl der Komponist als auch die besagte Oper sind heute weitgehend vergessen. - Dabei stimmt das nicht ganz: Weigl, der um 1800 der vielleicht populärste Opernkomponist in Wien war, hat eine Melodie mit Ewigkeitswert geschrieben. Denn kein Geringerer als Ludwig van Beethoven hat seinem Terzett "Pria che l'impegno" aus der Oper "L'amor marinaro" (zu Deutsch: "Der Korsar aus Liebe") ein musikalisches Denkmal gesetzt. 1797 war dieses Terzett ein Gassenhauer in den Straßen der kaiserlichen Residenzstadt - und diente Beethoven als Material für den Variationensatz seines Trios für Klarinette, Violoncello und Klavier in B-Dur op. 11. Der fließende, heitere Ton des Kammermusikwerks in ungewöhnlicher Besetzung sorgte für dessen anhaltende Beliebtheit, die sich heute in zahlreichen Einspielungen dokumentiert.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

George Perec, "Träume von Räumen". Aus dem Französischen übersetzt von Eugen Helmlé. Es liest Dörte Lyssewski. Mit der Akribie eines soziologisch interessierten Philosophen und der Anarchie eines verspielten Clowns erkundet Georges Perec verschiedene Arten von Räumen: Er beginnt diesen sehr persönlichen Streifzug mit der leeren Seite und ihrer Beschriftung, geht dann zum Bett, zur Wand, zum Treppenhaus über, kommt zur Wohnung und zum Wohnhaus, wechselt auf die Straße, wandert durchs Wohnviertel, streift durch Europa und die Welt, um schließlich zum Begriff "l'espace", "Raum", zurückzukehren. Wenn Perec über die Erinnerung sinniert und sein räumliches Gedächtnis wachruft, ist der Raum zugleich Wortschatulle und Fenster mit Aussicht. Was wirklich, was erfunden ist, changiert wie das Tageslicht. Konventionelle Denkarten des Raumes, die im Alltag vorherrschen, werden durcheinandergewirbelt. George Perec, 1936-82, zählt zu den großen Autoren Frankreichs. Er war ein Sprachspieler und Experimentator, der literarische Wunderwelten erfand und ausstattete. Als Mitglied der Dichtergruppe "Oulipo" ("Werkstätte für potentielle Literatur") unterwarf er sein Werk gewissen Regelzwängen. Perec verzichtete etwa auf einen bestimmten Buchstaben im Text und schrieb einen ganzen Roman ohne den Vokal "e" ("La disparition"; auf Deutsch: "Anton Voyls Fortgang"). Aber auch Erzählungen wie "Die Dinge" oder "Ein Mann, der schläft", "Das Leben. Gebrauchsanweisung" sind von Schreibmustern geprägt, zum Beispiel variierende Wiederholungen von Sätzen und Gedanken. GEstaltung: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Rainer Elstner. Mozart auf historischen Instrumenten. Isabelle Faust und Alexander Melnikov im musikalischen Dialog. Isabelle Faust und Alexander Melnikov setzen ihren Dialog mit Mozarts Sonaten für Klavier und Violine fort. Sie legen auf dem Label harmonia mundi die nunmehr dritte CD vor, die ihre Beschäftigung mit Mozarts filigranen Werken dokumentiert. Gespielt wird auf historischen Instrumenten, was es ermöglicht, den feinen Nuancen dieser Sonaten gerecht zu werden.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Erinnerungen an den Tenor Giuseppe di Stefano Welche Fülle! Welche Freigiebigkeit! Was für ein unverkennbarer Klang! Und was für ein Glück, schon Tondokumente zu haben vom kaum 25-jährigen Giuseppe di Stefano, der unmittelbar nach Ende des 2.Weltkriegs antrat, die Opernwelt zu erobern. Sinnlichkeit, Feuer und Anmut verströmte dieser Tenor aus (das auch noch!) Sizilien, dem Italien karrieretechnisch schnell zu klein wurde, der in Nord- und Südamerika reüssierte, der auch auf Schallplatten bald mit der so gut wie gleich alten Maria Callas in Erscheinung trat. Es gibt Momente in den Aufnahmen mit Giuseppe di Stefano, die auch abgebrühten Opernleuten die Augen feucht werden lassen ... dabei hatte der Mann kaum technische Schulung erfahren, scherte sich nichts um "Fachgrenzen" ... Zu bald kam die Rechnung, in Form von stimmlichen Unebenheiten, dem Zwang, immer mehr Defizite durch Krafteinsatz wettzumachen. Aber immer noch und fast bis zum unglaublich späten Ende von di Stefanos Auftrittslaufbahn, durchschimmernd: das gottgegebene Zaubertimbre, der Charme, die Lebensfreude!

15.30 Uhr
Moment

Die Arbeit von Filmkomponisten in Österreich Ennio Morricone, John Williams, Hans Zimmer - das sind einige der berühmtesten Filmkomponisten. Wer denkt beim berühmten Mundharmonikathema nicht sofort an die Breitwandbilder des Westerns "Spiel mir das Lied vom Tod"? Welchem Filmfan fällt nicht auf Anhieb die Titelmelodie zu "Stars Wars" ein? In Österreich lassen sich wegen viel kleinerer Budgets solche Blockbuster kaum realisieren. Dennoch sind bei heimischen Produktionen talentierte Komponisten am Werk und sorgen mit ihrer Musik regelmäßig für Gänsehautmomente beim Filmpublikum. Jan Prazak hat sich mit vier Filmkomponisten getroffen. Unter ihnen ist Stefan Bernheimer. Er hat für die ORF-Serien "Walking on Sunshine" und "Vier Frauen und ein Todesfall" die Musik geschrieben. Iva Zabkar hat einige Tatorte und die ORF-Serie "Die Macht der Kränkung" vertont, die im August ausgestrahlt wird. Gestaltung: Jan Prazak

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Jeden Donnerstag besucht Rudi seine Kolleginnen und Kollegen in der Ö1-Nachrichtenredaktion. Gemeinsam mit Franz Renner bespricht er die aktuellen Themen der Woche. Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Wie machen Viren krank? Gestaltung: Ute Maurnböck Viren sind zwar klein, aber können sehr gefährlich sein - und sie sehen unterschiedlich aus! Das Ebola-Virus zum Beispiel haben die Kinderuni-Reporter/innen Daniel, Emma und Luise mit einem kleinen Hotdog verglichen. Corona wiederum hat, wie der Name schon sagt, Ähnlichkeit mit einer Krone. Ein Virus, erklären die beiden Virologinnen der Meduni Wien, Eva Geringer und Monika Redlberger-Fritz, ist so etwas wie verpackte Information. Damit sie wo "andocken" und sich vermehren können, benötigen sie eine menschliche, tierische oder pflanzliche Zelle. Ist ein Virus einmal in der Zelle, beginnt es die Information - ähnlich wie Hacker in einem Computer - umzuprogrammieren. Dass Viren ohne andere Zellen nicht lange lebensfähig sind, ist die gute Nachricht: wir können also versuchen, sie sozusagen auszuhungern und ihnen wenig Möglichkeiten bieten, sich zu verbreiten. Das ist bei verschiedenen Viren unterschiedlich leicht. In jedem Fall hilft gegen die meisten krankmachenden Viren, was wir seit Corona alle wissen: oft Hände waschen!

16.55 Uhr
Komponistinnen - 24 Porträts aus 3 Jahrhunderten

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Michael Neuhauser. Endangered Species - das lyrisch-nachdenkliche Debüt von "Tris" Wer hätte in den 1950er-Jahren geahnt, welche Blüte und Vielfalt das Klaviertrio im Jazz noch entwickeln würde! Und wer hätte vor einem Jahrhundert gedacht, welche brennenden Themen der Menschheit einmal in dieses Genre einfließen würden! "Endangered Species" heißt das 2020 erschienene Debüt-Konzeptalbum des österreichischen Trios "Tris" mit Pianistin Monika Dörfler, Bassist Josef Wagner und Schlagzeuger Rainer Deixler - eine lyrische Begegnung mit bedrohten Tierarten und eine nachdenkliche Konfrontation mit dem Faktum, dass es die Menschheit wie keine andere Spezies darauf anlegt, den eigenen Lebensraum konsequent zu zerstören.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte Sommerserie

Von den Anfängen bis zur Gegenwart Die Geschichte Österreichs in 29 Kapiteln mit: dem Historiker Ernst Bruckmüller und dem Ö1-Redakteur Wolfgang Ritschl Das Österreich, das wir heute kennen, gibt es erst seit den Erfolgen der Schirennläufer in den 1970er-Jahren - könnte man überspitzt sagen. Der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Ernst Bruckmüller beschreibt eine späte Nationsbildung auf dem Gebiet dessen, was nach dem Ende der Habsburgermonarchie zu Österreich erklärt wurde. Für ihn ist die österreichische Geschichte aber eine, die immer schon eine eminent europäische Geschichte war. Der Blick zurück zeigt, dass man hier stets eingebunden war in alles, was Europa betraf. An der Universität war Ernst Bruckmüller bekannt für den launigen Ton seiner Vorlesungen, die das kurzfristige Handeln der Akteure stets mit den langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Strömungen in Bezug setzten. Als Krönung seines Gelehrtenlebens hat der nunmehr emeritierte Professor eine umfangreiche "Österreichische Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart" veröffentlicht, im September wird diese auch in einer überarbeiteten Kurzform erscheinen. 29 Kapitel umfasst die "Betrifft: Geschichte"-Sommerserie, in der Ernst Bruckmüller im Gespräch mit Wolfgang Ritschl die österreichische Geschichte noch weiter verdichten wird.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Etwa 40 Wölfe sind derzeit in Österreich unterwegs; die Herden sind nicht ausreichend geschützt. Gestaltung: Xaver Forthuber Seit Beginn der Almsaison häufen sich in Österreich wieder die Berichte über Nutztiere, die von Wölfen gerissen wurden. Einige Almbauern überlegen, ihre Tiere gleich im Tal zu lassen, viele fordern, die geschützten Beutegreifer zum Abschuss freizugeben. Eine langfristige Lösung wäre das wohl auch nicht: Die großen Raubtiere - Wolf und Bär, Luchs und Goldschakal - kehren nach Europa und damit auch nach Österreich zurück, das ist per EU-Richtlinie fixiert. Woran es derzeit noch vielfach fehlt, sind begleitende Maßnahmen, die sicherstellen, dass auch unter diesen Bedingungen Viehwirtschaft betrieben werden kann. Ausbildung und Einsatz von Hirten und Hunden sind seit Jahrhunderten bewährte Mittel, die wiederbelebt werden müssten, um die Nutztierbestände zu sichern. Aber auch Elektrozäune, Wildtierkameras und Drohnen können zum Einsatz kommen. Ein EU-Projekt will nun herausfinden, welche Mittel sich in welcher Situation zum Herdenschutz eignen, welcher Aufwand und welche Kosten damit verbunden sind und wie sich das Know-How darüber verbreiten lässt.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag Mit Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstatt- und Porträtgesprächen, Diskussionen zu aktuellen Themen.

19.30 Uhr
Festival Glatt Verkehrt live

Jelena Poprzans Quartett und Ingrid Oberkanins' Dialoge mit Marilyn Mazur live aus Krems Zwei mit Spannung erwartete Premieren heimischer Musikerinnen stehen heute bei Glatt Verkehrt im Hof der Winzer Krems auf dem Programm: Die aus der Vojvodina stammende, seit vielen Jahren in Wien lebende Sängerin und Viola-Spielerin Jelena Poprzan stellt ihr im Rahmen eines Ö1-Kompositionsauftrags zusammengestelltes Quartett mit Christoph Pepe Auer (Klarinette, Saxofon), Clemens Sainitzer (Cello) und Lina Neuner (Kontrabass) vor, das Vertonungen von Gedichten der polnischen Widerstandskämpferin Tamar Radzyner und neue Instrumentalstücke zu Gehör bringen wird. Und die seit ihrer Mitgliedschaft im Vienna Art Orchestra bestens bekannte Perkussionistin Ingrid Oberkanins wird erstmals mit einer prominenten Kollegin zu Duo-Improvisationen zusammen treffen: Die Dänin Marilyn Mazur zählt seit ihrem Ritterschlag durch Miles Davis, in dessen Band sie zwischen 1985 und 1989 die Trommeln und vielfältige andere Klangobjekte bearbeitete, zu den namhaftesten Rhythmuskünstler/innen weltweit. Seit 1991 ist ihr Name zudem eng mit dem von Saxofonist Jan Garbarek verbunden. Ab heute Abend auch mit jenem von Ingrid Oberkanins. Gestaltung: Andreas Felber

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Der spanische Bürgerkrieg. Vorspiel zum Weltenbrand (4). Gestaltung: Michael Liensberger, Robert Weichinger Vernichtete Kunst, verwüstete Heiligtümer. Weltkulturerbe in Konfliktgebieten (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Captain Beefheart. Der verrückte König des Rock ´n` Roll (4). Gestaltung: Thomas Mießgang

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

"Alkisah", die neue Platte von Senyawa Nachdem das in Yogyakarta beheimatete Duo Senyawa von Rully Shabra Herman und Wukir Suryadi einen ersten musikalischen Höhepunkt erreicht hat, schlägt es mit "Alkisah" einen neuen überraschenden Weg ein. "Decentralization should be the future" fordern die beiden Musiker und setzen auch gleich den ersten Schritt. Jedem interessierten Label wurden die acht Stücke zur Verfügung gestellt. Über 40 Labels auf vier Kontinenten sind dieser Einladung zur Veröffentlichung gefolgt, von Bristol bis nach Beirut, von Makassar bis nach Melbourne. So entstanden gleich eine ganze Reihe aufwendig gestalteter Sammlerstücke und jede Menge Remixes. In Berlin etwa hat sich das Team von L_KW mit den Künstler/innen und Aktivist/innen von Soydivision zusammengetan, um nun mit jeder Vinylscheibe selbstgemachtes Sambal und Jamu anbieten zu können und beim Label Kiamat aus Amman gibt es für zehn Käufer/innen der 30 in Lederhüllen verpackten Kassetten mit "beschützendem Talisman" und einem Sticker gegen den "bösen Blick" auch noch einen Dolch, auf dem der Name des Albums in arabischen Buchstaben eingraviert ist. Die Musik selbst erzählt die Geschichte einer Gesellschaft, die sich nach dem Zusammenbruch neu organisiert, um in eine bessere Zukunft zu gehen. Ob es diese überhaupt geben kann ist allerdings ungewiss, denn es droht der Untergang. "Was danach kommt", so Senyawa in einem begleitenden Text, "ist alles, was zählt." Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten