Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Von der Hölle durch das Purgatorium ins Paradies". Anlässlich des 700. Todestages der italienischen Dichterikone, Gedanken von Jan-Heiner Tück, Professor für Dogmatik an der Universität Wien Dante Alighieris "Divina Commedia" gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. Dante betrachtet den Tod nicht als Grenze, sondern als Schwelle, die kühn überschritten wird. An der Seite Vergils dringt er in unbekannte Landschaften vor und erkundet die Topografie des Jenseits. In der Hölle begegnet er verlorenen Seelen, deren Laster durch eine ausgeklügelte Klaviatur von Qualen bestraft werden. Im Purgatorium durchlaufen die Seelen eine Therapie der Läuterung, um Ballast abzuwerfen und den Himmel zu erreichen. Im Paradies schließlich geht es nicht nur um die selige Gottesschau, hier erfüllt sich auch Dantes Sehnsucht, seine früh verstorbene Geliebte, Beatrice, wiederzusehen. Dantes faszinierende Bebilderung des Jenseits hat in der Kunst und Literatur vielfältige Spuren hinterlassen, führt der Theologe Jan-Heiner Tück in seinen "Gedanken für den Tag" zum 700. Todestag der italienischen Dichterikone aus.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Hans Georg Nicklaus. Ein Septett Johann Nepomuk Hummels, das Schubert inspirierte, die Hommage eines Klaviers auf eine kleine brasilianische Gitarre und eine traurige Wahrheit, nüchtern und schaurig verkündet in einer alten französischen Ballade. "Kunst und Gesellschaft machen den Menschen unkommunikativ, argwöhnisch und schweigsam", schreibt Gottfried Herder, einer der großen Sammler von deutschen Volksliedern schon Ende des 18. Jahrhunderts. In Frankreich beginnt man wenig später ebenso volkstümliche Balladen aus "alten Zeiten" zu sammeln. Woher kam diese Sammelleidenschaft, dieses Interesse am "Volkston"? Im Volkslied lebe noch etwas von unverdorbener Freude, so wurde behauptet, aber auch eine besondere Art von Weisheit. Von Freude kann bei der folgenden schaurigen Ballade wahrlich nicht die Rede sein, vielleicht aber doch von Weisheit ...

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Willibald Loiskandl ist Obmann der Österreichischen Gesellschaft für Wurzelforschung. Er spricht über das Leben unter der Oberfläche. Teil 5: Netzwerk Boden Gestaltung: Ilse Huber Was sich unter der Bodenoberfläche abspielt, bleibt überwiegend unentdeckt. Wollen sich Menschen ein Bild davon machen, ob und wie das Leben im Dunklen funktioniert, müssen sie tief graben. Ein Weinstock kann bis zu vier Meter tiefe Wurzeln ausbilden. Auch ein klein wachsendes Kraut reicht viel tiefer in den Boden als sein oberirdischer Spross. Boden, Klima und Organismen bilden zusammen ein komplexes unterirdisches System. Die Genetik der Pflanze lässt ihre Wurzeln artspezifisch wachsen - sei es pfahlförmig oder mit vielen Ausläufern. Hinzu kommen die jeweiligen Standortbedingungen, seien es Bodenbeschaffenheit, Klima, Geländeform und Geografie. Mit Wurzel-Verdickungen wie Knollen oder Rüben überdauern Pflanzenwurzeln ungünstige Lebensphasen. Karotten, Gelbe und Rote Rüben sind sogar essbar. Die feinen Wurzelenden erkunden ständig die Umgebung. Sie suchen nach Wasser, Nährstoffen und treffen auf Mikroorganismen. Dabei festigen und durchlüften sie das Erdreich. Praktisch für Gewässer-Ufer und Böschungen, die sonst durch Wind oder Wasser erodieren würden. Dass im unterirdischen Universum weit mehr Biomasse zu finden ist, als es oberirdisch zu vermuten wäre, ist eine Erkenntnis aus der Rhizosphärenforschung. Dabei wird die unmittelbare Umgebung der Wurzeln im Zusammenspiel von belebter und unbelebter Natur untersucht.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Kontext - Sachbücher und Themen

Redaktion: Wolfgang Ritschl

09.42 Uhr
Saldo - das Ö1 Wirtschaftsmagazin

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Intrada - Festivalmagazin

Internationales Brucknerfest Linz +++ Klangspuren Schwaz +++ Festival Musica Sacra. Präsentation: Daniela Knaller

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten Spezial

"Krise und Wahrheit" von Peter Trawny Es liest Roman Blumenschein Was ist wahr und was falsch? Wem können wir was glauben und wo ist die Grenze zur Verschwörungstheorie? Aus philosophischer Sicht erklärt Peter Trawny in seinem Buch "Krise der Wahrheit" den gegenwärtigen öffentlichen Kampf um die Wahrheit: Fake News, Alternative Fakten, Verschwörungstheorien, Lügenpresse, Great Reset, Geschichtsklitterung, postfaktisches Zeitalter - die Situation ist unübersichtlich. Gibt es tatsächlich einen gefährlichen Anschlag auf die Wirklichkeit, eine Krise der Wahrheit? Peter Trawny sieht das nicht so. Was wir heute erleben, meint er, ist nichts anderes als das, was Wahrheit von Anfang an ist: eine Krise. Denn was ist eine Krise im ursprünglichen Sinn? Eine Entscheidung auf Leben oder Tod. Und genau das ist die Wahrheit: eine Macht, die unser Leben in vielen Bereichen bestimmt. Folglich durchdenkt Trawny die Rolle der Wahrheit auf den Feldern Medien, Politik, Öffentlichkeit, Kunst, Geschlecht. Denn es geht nicht ohne Wahrheit: Wir sind Wahrheitswesen durch und durch, unser Leben steht und fällt im Licht und im Schatten der Wahrheit. Mit ihr entscheidet sich, was ich denke und wer ich bin. Gestaltung: Peter Zimmermann

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Irene Suchy. Sie spielt alle Bauarten der Trompete, von der klassischen Drehventiltrompete über die Pumpventiltrompete, die Zugtrompete bis zur Naturtrompete: Damaris Richerts. Im Duo le2dam mit der Pianistin Le Liu gibt sie Originalkompositionen und Arrangements von Georges Enescu, Francine Aubin, Karl Pilss und Claude Arrieu. Die vielseitige Künstlerin eröffnet neue dramaturgische Wege als Interpretin, Komponistin und Improvisatorin. Sie spielt in jenen anderen Ensembles, die Innovation im Konzertbetrieb mit Avantgarde verbinden, wie Blech-Hoch-Zwei oder Studio Dan.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
In Concert

Fundstück aus dem ORF-Archiv: Chico Hamilton Quartett in der Wiener Jazzspelunke Am 19. Oktober 1987 gastiert Schlagzeuger Chico Hamilton zusammen mit Saxofonist Eric Person, Gitarrist Cary DeNigris und Bassist Reggie Washington im leider schon lange nicht mehr existierenden Club Jazzspelunke in Wien. Bandleader Hamilton gibt sich einerseits traditionsbewusst mit Jazzstandards wie "Topsy", "On Green Dolphin Street" oder "Caravan" und betätigt sich bei der Billy-Strayhorn-Ballade "Something To Live For" sogar als Crooner. Seine jungen Mitstreiter bringen auch Eigenkompositionen ein und zeigen jede Menge Spielfreude. Dieser historische ORF-Mitschnitt dokumentiert einen energetischen, gelungenen Konzertabend des legendären Chico Hamilton, in dessen Band in den 1950er Jahren auch ein Altsaxofonist und Bassklarinettist namens Eric Dolphy heranreifte, und der am 21. September 2021 100 Jahre alt geworden wäre. Gestaltung: Klaus Wienerroither

15.30 Uhr
Moment - Kulinarium

Von der Verwandlung des Zuckers in eine goldgelbe Mischung Ob als Pralinenfüllung, Glasur auf Gebäck, Brotaufstrich oder pur als Zuckerl - Karamell passt quasi immer. Kaum eine Geschmacksrichtung ist bei Desserts und Süßigkeiten so allgegenwärtig. In Frankreich wird es gerne "au beurre salé", also mit gesalzener Butter hergestellt, in den USA ist "salted caramel" ebenfalls beliebt. Pur karamellisierter Zucker wird fest und splittrig wie Glas, durch Zugabe von Obers oder Butter lässt sich die Konsistenz bis hin zur zähen Sauce verändern. In Form von Zuckercouleur färbt Karamell nebenbei viele Lebensmittel, vom Vollkornweckerl bis zum Likör. Gestaltung: Jana Wiese

15.55 Uhr
Ö1 intro

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Da capo: Im Gespräch

"Wir brauchen eine Vermenschlichung der Geschlechter, nicht eine Vermännlichung der Frauen!" Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Alice Schwarzer, Journalistin, Aktivistin, Herausgeberin EMMA Jahrzehntelang hat Alice Schwarzer über Theorie und Praxis des Feminismus und das Leben, Arbeiten, Politisieren und Tun von Frauen geschrieben. Ab und zu schrieb die Gründerin und Herausgeberin der EMMA und wohl bekannteste Feministin Deutschlands auch über ihr eigenes Leben und Tun. 2011 erschien "Lebenslauf", der erste Teil ihrer Autobiografie, in dem sie ihre Herkunft, ihre Kindheit und Jugend sowie die frühen Jahre als Journalistin schilderte. Mit "Lebenswerk" erschien 2020 nun der zweite Teil. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz berichtet sie über die großen Themen ihres Lebens und ihrer Arbeit. Über Jahrzehnte prägte sie nicht nur Deutschland, sondern war auch über die Grenzen hinaus Vorbild und Vorkämpferin. Sie erzählt von ihren Kämpfen gegen Gewalt an Frauen und Kindern, gegen die Männerjustiz, das Abtreibungsverbot, Sexismus, Pornografie und Prostitution- und für eine "Vermenschlichung der Geschlechter" sowie die Aufhebung der Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern. Das Gespräch findet live am 5. September 2021 um 11.00 Uhr im Metro Kino Wien statt.

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Michael Neuhauser. Musik von K.C. Jones und Ric Robertson Beide spielen eine Vielzahl an Instrumenten, beide stammen aus North Carolina, beide leben in Louisiana. K.C. (Kelli) Jones hat sich in Lafayette unter anderem an der Seite ihres Ehemanns Joel Savoy einen Namen als Cajun-Musikerin gemacht, aber auch als Sängerin, die alle Nuancen zwischen Country und Soul beherrscht. Ric Robertson hingegen hat sich in New Orleans mit seinen ersten Veröffentlichungen als Singer-Songwriter in der besten Tradition eines John Prine empfohlen, der auch den R B seiner Wahlheimat in sich aufgesogen hat. Beide haben sie nun Alben mit feinsten Americana-Songs in allen denkbaren Schattierungen veröffentlicht, die in ihrer Fülle und Makellosigkeit bisweilen an die Glanzzeiten des weißen Südstaaten-Country-Soul der frühen 1970er Jahre erinnern.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Der Weg der Habsburger in die Moderne mit: Franz L. Fillafer, Historiker am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung: Hanna Ronzheimer Landläufigen Vorstellungen zufolge war die Aufklärung eine rein westeuropäische Idee, die in der französischen Revolution gipfelte und in weiterer Folge zu einem säkularen, demokratischen Staat führte. Als Kontrast dazu werden die obrigkeitshörigen Fürstenberater und Bürokraten aus Ost- und Mitteleuropa angeführt. Neuere Forschungen zeigen allerdings ein anderes Bild. In den konservativ- reaktionär geprägten Regionen Europas gab es vielmehr eigenständige Wege in die Moderne. Ein Beispiel dafür ist die Verquickung von spätbarocker Gelehrsamkeit, von Aufklärungserbe und gesellschaftspolitischem Konservativismus in der Habsburgermonarchie. An den Universitäten trug man hier das Erbe des an der Aufklärung orientierten Kaisers Joseph II. (1765-1790) weiter. Man rezipierte Isaac Newton, Immanuel Kant sowie Adam Smith und grenzte sich mit Natur- und Rechtswissenschaften von spekulativer Romantik ab. Mit dem "Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch" von 1811 trieben die Reformer die - schon unter Maria Theresia und Joseph II. forcierte - Vereinheitlichung der Verwaltung in den verschiedenen Ländern der Monarchie weiter. Sowohl Merkantilisten als auch Liberale in den höheren Verwaltungsebenen setzten auf den freien Verkehr von Waren und Arbeitskräften, wenn auch unter Missachtung der damit verbundenen sozialen Probleme: der Entstehung eines Manufakturproletariats.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.15 Uhr
Live von der Ö1 Kulturbühne auf der Donauinsel

mit: Sonja Pikart, Ulrike Haidacher, Thomas Maurer, Madame Baheux und Viktor Gernot. Durch den Abend führen Christoph Grissemann und Dirk Stermann. Moderation: Bernhard Fellinger Kabarett über Selbstbefreiung, Aufruhr und Unabhängigkeit bietet zum Auftakt des dreitägigen Humor-Marathons Sonja Pikart mit ihrem dritten Solo Ein Spatz, ein Wunsch, ein Volksaufstand. Ulrike Haidacher, Mitspielerin im Duo Flüsterzweieck, erzählt in ihrem Solo Aus Liebe von einer Party, von der Poesie der menschlichen Jauche, von Doppelmoral und Überheblichkeit. Thomas Maurer steuert mit Ausschnitten aus seinem Programm WOSWASI einen satirischen Parcours durch das Reich der Fakten, Meinungen und Möglichkeiten bei. Mit vier weiblichen Stimmen und jeder Menge Witz interpretiert das Balkanquartett Madame Baheux sowohl Folksongs aus Bulgarien, Serbien, Bosnien und Mazedonien als auch Lieder von Bertolt Brecht und Georg Kreisler. Und für einen amüsanten Diskurs über die Wendung "nicht wahr" sorgt zum Abschluss des Eröffnungsabends Viktor Gernot.

21.55 Uhr
Heimspiel

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Saldo - das Ö1 Wirtschaftsmagazin

22.23 Uhr
Kontext - Sachbücher und Themen

Redaktion: Wolfgang Ritschl

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Nickelsdorfer Konfrontationen 2021 (Teil 1) Unter dem Motto "So Far - So Near" fand heuer die 41. Ausgabe der Konfrontationen statt. Es war nach dem Zwischenspiel vom letzten Jahr, den Kontraktionen, wieder ein dreitägiges Festival mit österreichischen und internationalen Musiker/innen. In zwei Sendungen präsentiert der "Zeit-Ton" einige Highlights von einem der renommiertesten europäischen Festivals für freie und improvisierte Musik. An sich wäre es das 42. Jahr der Konfrontationen im burgenländischen Nickelsdorf. Letztes Jahr organisierten Festival-Leiter Hans Falb und sein Team ein eintägiges Festival, die Kontraktionen, die trotz der Umstände starke Zeichen setzten. 2021 wurde an 2019 angeknüpft, und so gab es in der Jazzgalerie wieder das reguläre Festival. Coronabedingt wurde es auf Mitte August verlegt. Wie schon seit vielen Jahren, hat Ö1 auch heuer einige Konzerte aufgenommen, die im "Zeit-Ton" in zwei Sendungen zu hören sind. Der heutige erste Teil umfasst drei Formationen: das Premierenkonzert des Double Trio der österreichischen Pianistin und Komponistin Elisabeth Harnik; der Cellist Fred Lonberg-Holm spielte mit dem Gitarristen Luis Lopes sowie ein Trio des Saxofonisten Tobias Delius mit dem Bassisten Antonio Borghini und dem Schlagzeuger Hamid Drake, der seit 1979 regelmäßig bei den Konfrontationen auftritt. Der zweite Teil wird am Freitag, dem 24. September, ausgestrahlt: Auf dem Programm stehen das Premierenkonzert des von Madga Mayas geleiteten Premiere Ensemble, ein Trio um Steve Beresford und Georg Graewes Ensemble Inawhirl. Gestaltung: Heinrich Deisl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Intrada

Österreichs Musizierende im Porträt. (Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten