Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.55 Uhr
Zwischenruf

07.00 Uhr
Nachrichten

07.05 Uhr
Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Du holde Kunst

"Phantom, du bist nicht meinesgleichen!" - Dörte Lyssewski liest Spiegelgedichte Wer bin ich? Die Unbeantwortbarkeit dieser Frage wird nirgends klarer als beim Blick in den Spiegel. Was man da zu Gesicht bekommt, ist als "Ich" nicht begreifbar, bleibt ein letztlich undurchdringliches Bild. In wen oder was verliebt sich also Narziss? Spiegelgedichte von Rainer Maria Rilke, Annette von Droste-Hülshoff, Karl Krolow, August Wilhelm Schlegel, Stefan George, Giuseppe Ungaretti und Mascha Kaléko. Dazu Musik von Frederic Chopin, Edward Elgar, Franz Liszt, Igor Strawinsky, Sergej Prokofieff, Claude Debussy, Francois Couperin, Julian Orbon, Maurice Ravel und Leos Janacek. Gestaltung: Gudrun Hamböck und Stephanie Maderthaner

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Gedanken

Positive Kraft und Energie - Elke Hesse die Leiterin des MuTh über entscheidende Faktoren gut durchs Leben und die Kulturszene zu kommen Elke Hesse, ausgebildete Schauspielerin, Tänzerin und Musikerin, leitet seit 10 Jahren das MuTh, den Konzertsaal am Wiener Augarten. Schon früh interessierte sie sich auch für die wirtschaftliche Seite des Theatermachens und leitete 1993 ihre erste Produktion für Justus Neumann, der meinte Elke Hesse sei die geborene Produzentin. Es folgten zahlreiche weitere von ihr betreute Aufführungen in der freien Szene. Von 2000 bis 2005 war sie die persönliche Referentin von Schauspielhaus-Gründer Hans Gratzer und unterstützte ihn bis zu seinem Tod im Theater in der Josefstadt und in den Wiener Kammerspielen und vollzog den Wechsel von der Off-Theaterszene in die Hochkultur. 2006 übernahm sie die Intendanz im deutsche Bad Hersfeld. Dort vertiefte sie ihre Erfahrungen mit Sponsoren und Mäzenen. Als sie nach Wien zurückkehrte begleitete sie von Anfang an den Aufbau und die Eröffnung des Konzertsaals der Wiener Sängerknaben, der sich im Lauf der Zeit immer mehr zu einem vielfältigen Spielort entwickelte. Das MuTh wurde 2012 2012 mit einem gemeinsamen Konzert der Wiener Philharmoniker und der Wiener Sängerknaben eröffnet. Es kommt ohne staatliche Subvention aus, muss aber neben den Mittel aus einer Stiftung 60 Prozent mit Gastspielen und eigenen Produktionen einspielen. Ein Spagat, der bislang gelingt. Neben den Konzerten der Wiener Sängerknaben werden klassische Konzerte, Theater, aber auch Avantgarde, Jazz, Weltmusik und Literatur-Veranstaltungen geboten. Für seine Leiterin ist das MuTh ein Haus, das für Offenheit und Vielfalt steht. Elke Hesse bezeichnet sich selbst als "bodenständig", eine Eigenschaft, die ihr als Kulturmanagerin sehr zugute kommt. Außerdem ist sie aufgrund ihrer Erfahrung der letzten Jahrzehnte zu dem Schluss gekommen: "Frauen sind die besseren Führungskräfte." Mit positiver Kraft und Energie ist viel zu erreichen, in der Kultur und im Leben. Gestaltung: Ursula Burkert

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ambiente - von der Kunst des Reisens

Reisemagazin Von der Steirerwally zum Brückenbauer - Kultur in Neuberg an der Mürz Alltag in einem Touristenhotspot - Venedig aus der Perspektive von Studierenden und Einheimischen Weltweit einzigartig: Die Wachspalmen im kolumbianischen Cocoratal Von der Steirerwally zum Brückenbauer - Kultur in Neuberg an der Mürz und Umgebung Überragt wird Neuberg an der Mürz von einem unverhältnismäßig imposanten Zisterzienser Stift, das 1327 von Herzog Otto dem Fröhlichen gegründet, aber 1786 von Joseph II. wieder aufgehoben wurde. Wirtschaftlich profitierte die Region um Neuberg besonders im 19. Jahrhundert von der Kleineeisenindustrie, die von alters her vom Stift aus betrieben wurde. Landwirtschaft, Handwerk und Eisenherstellung haben die Menschen der Region geprägt. In den Wirtshäusern wurde nach der Arbeit musiziert. Und die Wirtshausmusik hat die "Steirerwally" - alias Traude Holzer - schon früh geprägt. Die Betreiberin der Kultur-Greisslerei von Neuberg studierte klassische Musik, Jazz und das Wienerlied, kehrte wieder zurück nach Neuberg und produziert neben Blaubeermarmelade, Chutneys und Steinpilz-Öl wunderbare Kulturabende (Filmvorführungen mit Diskussion, Konzerte und Lesungen). Der Geiger und Musikkurator Ernst Kovacic bringt überdies mit dem "brücken"-Festival spannende Konzerte zwischen Tradition und innovativen Kräften nach Neuberg. Gestaltung: Ursula Burkert Alltag in einem Touristenhotspot - Venedig aus der Perspektive von Studierenden und Einheimischen Vor der Pandemie reisten jedes Jahr Millionen von Menschen nach Venedig, um in historischen Gondeln durch die malerischen Kanäle zu schaukeln, um über die Rialtobrücke zu schreiten oder am Markusplatz mit unzähligen Tauben zu posieren. Auch wenn die Lagunenstadt an der Adria die ganz großen Kreuzfahrt-Schiffe aus der historischen Altstadt verbannt hat, gilt Venedig mit rund 30 Millionen Besucherinnen und Besuchern pro Jahr als Inbegriff des Massentourismus. Für Einheimische wiederum hat der Boom der kurzfristigen Vermietung von Privatquartieren eine enorme Verteuerung von Wohnraum zur Konsequenz. Mit rund 23.000 Studentinnen und Studenten ist Venedig zudem eine große italienische Universitätsstadt, die allerdings für junge Menschen immer weniger leistbar ist. Gleichzeitig schafft der Tourismus auch Arbeit für junge Studierenden, während es in anderen Bereichen wie etwa Kunst und Kultur abseits der Biennale so gut wie keine Berufsmöglichkeiten gibt. Gestaltung: Julia Baschiera Weltweit einzigartig: Die Wachspalmen im kolumbianischen Cocoratal Das Städtchen Salento mit seinen farbenprächtigen Häusern im spanischen Kolonialstil ist eines der Wahrzeichen des südamerikanischen Staats Kolumbien. Mit bis zu 70 Jahre alten Willys-Jeeps, gehen von hier auch Ausflüge in das Idyllische. Im mystischen Nebelwald wachsen dort die weltweit einzigartigen Quindio-Wachspalmen, die bis zu 60 Meter hoch und 200 Jahre alt werden können. Sie geben dem auf 2.400 Meter Höhe gelegenen Tal seinen bezaubernden Charakter. Die Wachspalme wurde 1801 vom deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt erstmals für eine breitere Öffentlichkeit entdeckt und 1985 zu Kolumbiens Nationalbaum erklärt. Wissenschaftler warnen aber vor seinem Aussterben. Da die Viehzucht in der Region forciert wurde, wachsen zu wenige neue Palmen nach. Gestaltung: Edgar Schütz

11.00 Uhr
Nachrichten

11.03 Uhr
Internationales Brucknerfest Linz 2021 - Matinee

Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Markus Poschner; Paul Lewis, Klavier. Anton Bruckner-Rudolf Krzyzanowski: Symphonisches Präludium c-Moll WAB add.332 * Franz Schubert: Symphonie Nr. 7 h-Moll D 759 * Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15 (aufgenommen am 12. September im Brucknerhaus Linz in 5.1 Surround Sound)

11.50 Uhr
Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

12.10 Uhr
Internationales Brucknerfest Linz 2021 - Matinee

Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Markus Poschner (aufgenommen am 12. September im Brucknerhaus Linz in 5.1 Surround Sound). Präsentation: Alice Ertlbauer-Camerer

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Ö1 Sonntagsjournal

13.10 Uhr
gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz

Drei Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Bernhard Fellinger Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 Euro erspielt werden. Zur Auswahl stehen erlesene Hörbücher, Klassiker aus der Kabarett-Edition, Aufnahmen des ORF Radio-Symphonieorchesters, Raritäten aus der Edition "Alte Musik" u.v.m. Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft, ein Jahresabo des Klassik-Streaming-Portals fidelio und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen Ende Jänner in der nächsten Superchampions-Runde um eine Ö1 Kulturreise für zwei Personen nach Irland. Wenn Sie selber mitspielen wollen, melden Sie sich an unter: oe1.orf.at/quiz/anmeldung

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Menschenbilder

"Gut ist allein sein" - Die Lyrikerin Doris Mühringer Eine Erinnerung Am 18. September 1920 wurde in Graz eine Dichterin geboren, deren lyrische Stimme heute beinahe vergessen scheint. Seit ihrem Tod im Mai 2009 ist wenig zu hören vom Werk der Lyrikerin Doris Mühringer. Sie gehörte schon zu Lebzeiten zu den "bekannten unbekannten" Namen der österreichischen Literatur nach 1945. Dabei müsste ihr Name in einem Atemzug mit anderen berühmt gewordenen Dichterinnen ihrer Generation genannt werden - Christine Busta, Ingeborg Bachmann, Christine Lavant, Ilse Aichinger ... 1954 erschienen in den von Hans Weigel herausgegebenen "Stimmen der Gegenwart" Gedichte von Doris Mühringer, im selben Jahr erhielt sie den Georg-Trakl-Preis. Kurz darauf wurde ihr der Preis der "Neuen Deutschen Hefte" zugesprochen. Unter 7.000 Bewerbern wurden drei Gewinnerinnen ausgewählt: Christine Busta, Christine Lavant - und Doris Mühringer. In der Jury: Gottfried Benn. Wenige, schmale Gedichtbände sind von ihr erschienen, einige Bilderbücher für Kinder, kurze Prosatexte - ihr Werk ist langsam gewachsen, ist in großer Zurückgezogenheit entstanden. Ihr literarischer Nachlass befindet sich - auf ihren Wunsch hin - in ihrer Heimatstadt Graz, beim Franz-Nabl-Institut, wo es wissenschaftlich aufgearbeitet wird. Zuletzt erschien eine erste Publikation zu ihrem Werk. Eine Erinnerung an eine große lyrische Stimme Österreichs. Gestaltung: Heinz Janisch

14.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Oper

Mit Michael Blees Anna Netrebko an der Wiener Staatsoper. Ausschnitte aus Opern von Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi, Peter Iljitsch Tschaikowsky, Francesco Cilea, Wolfgang Amadeus Mozart u.a. Für viele Opernfreunde ist sie DIE verehrte Opern-Primadonna unserer Zeit schlechthin - die im russischen Krasnodar geborene Anna Netrebko. Seit ihrem sensationellen Debüt 2002 bei den Salzburger Festspielen zählt sie zu den bekanntesten Künstlerinnen ihrer Generation - und nur ein Jahr später hat sie auch die Herzen des Wiener Publikums erobert: eine Vielzahl unterschiedlichster Partien hat die mehrfach ausgezeichnete, auch mit dem Wiener Kammersängertitel geehrte Sopranistin seit 2003 auf der Bühne der Wiener Staatsoper verkörpert. Als Mozarts Donna Anna hat sie dabei ebenso begeistert wie in verschiedenen Belcanto-Rollen, in lyrischen französischen und russischen Partien - und zuletzt auch im dramatische Fach: in der Neuproduktion von Verdis "Macbeth" Ende der vergangenen Spielzeit wurde ihre Gestaltung der finsteren Lady bejubelt, in dieser Saison ist sie als Abigaille in Verdis "Nabucco" an der Wiener Staatsoper angekündigt.

16.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen Moderaton: Nicole Dietrich Unerhörte Begebenheiten Jonathan Coe: Mr. Wilder und ich, Roman, Folio Verlag (Übersetzung: Cathrine Hornung) Sandro Veronesi: Der Kolibri, Roman, Zsolnay Verlag (Übersetzung: Michael von Killisch-Horn) Ferdinand Schmalz: Mein Lieblingstier heißt Winter, Roman, S. Fischer Verlag Alaa al-Aswani: Die Republik der Träumer, Roman, Hanser Verlag (Übersetzung: Markus Lemke) Der lyrische Salon Oswald Egger: Entweder ich habe die Fahrt am Mississippi nur geträumt, oder ich träume jetzt, Suhrkamp Verlag Jugendbuch des Monats

16.55 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.15 Uhr
Spielräume Spezial

Austropop live auf der Donauinsel Bevor die heutige Ö1 Liveübertragung vom Wiener Donauinselfest beginnt, wird noch kurz im ORF Archiv gestöbert. Mit einem Schwerpunkt auf legendäre Donauinselauftritte von nicht minder legendären Austropoppern. In diesem Zusammenhang darf natürlich der im wahren Sinne des Wortes stürmische Auftritt von Falco aus dem Jahr 1993 fehlen. Etwas ruhiger geht es Ludwig Hirsch mit seinem "Omama" Klassiker an. Und bei Wolfgang Ambros ist nicht nur auf dem Zentralfriedhof "Stimmung, wia´s sei Lebtoch no ned wor". Eine Sprintausgabe der "Spielräume spezial" präsentiert historische Schmankerl aus der fast vierzig Jahre währenden Geschichte des Wiener Donauinselfestes. Gestaltung: Klaus Wienerroither

17.30 Uhr
Live von der Ö1 Kulturbühne auf der Donauinsel

mit: Stefanie Sargnagel, Omar Sarsam, DENK, Sabine Stieger und Lukas Resetarits Durch den Abend führen Christoph Grissemann und Dirk Stermann. Moderation: Doris Glaser Am Sonntag liest Stefanie Sargnagel auf der Ö1 Bühne Geschichten aus ihren Tagebüchern. Omar Sarsam arbeitet erfolgreich weiter an seiner Fusion von Kabarett und Medizin. Musik kommt am letzten Festivalabend von Birgit Denk und Sabine Stieger. Und für einen satirischen Ausklang auf der Ö1 Bühne sorgt Lukas Resetarits. Das Letzte hat er sein 28. Programm übertitelt und darin die große Stille des Lockdowns aus kabarettistischer Perspektive analysiert. Mit Gelassenheit und Ironie, aber niemals den Ernst der Lage aus dem Blickfeld verlierend, führt Lukas Resetarits durch die heterogene Verfasstheit dieser Ausnahmezeit.

21.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Milestones

22.00 Uhr
Nachrichten

22.05 Uhr
"The Way Out"

Der Ö1 Festivalpodcast zum steirischen herbst 2021

22.10 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Jet Lag All Stars Radio Show

Gedankensprünge aus dem Musterbuch des Jetlags Dort, wo Heiliges und Alltag, Ekstase und To-do-Liste zusammentreffen, präsentieren die Jet Lag All Stars Musik, Gespräche, Reportagen und Essays vom äußersten Rand der Woche. Die Jet Lag All Star Radio Show ist die Bügelfalte des Kunstsonntags. Gestaltung: Robert Czepel, Rainer Elstner, Alexander Ach Schuh, Thomas Tesar, Elke Tschaikner, Christian Scheib und Klaus Wienerroither

23.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

ARGOT Revisited von Concha Jerez und Jose Iges Stimmen: Heidi Grundmann (Deutsch), Rosa Fischli (Französisch), Terry Bourgoigne (Englisch) und Rafael Taibo (Spanisch) "ARGOT" basiert auf einem Text, der sich mit der Beziehung des Künstlers mit der Welt, seinem Produkt, der Idee, sowie dem "Konsumenten" seiner Produkte auseinandersetzt. Der Text über diese INTERFERENZEN, um die es hier geht, wird in vier Sprachen vorgetragen: englisch, spanisch, deutsch und französisch. Der spanischen Komponist Jose Iges und die Bildende Künstlerin Concha Jerez verwendeten für "ARGOT" den Klang der Sprache, Konsonanten und Vokale nur als akustische Elemente: sie bezogen auch die Akustik des Auführungsortes mit ein, in dem "ARGOT" 1991 erstmals präsentiert wurde, nämlich im Palais Liechtenstein in Wien. "ARGOT" fordert das Publikum auf, den akustischen Raum zwischen den vier verschiedenen Sprachen auszuloten, ihre Beziehungen untereinander wahrzunehmen. Er wird damit - so die Künstler/innen - zum "Inter-Linguisten". INTERFERENZEN auf zwei Ebenen: KUNST und SPRACHE.