Webradio und Livestream

Spezialtipp

SWR2 Jazz College

Bild: SWR/Niklas Schumacher

Dienstag, 20:05 Uhr SWR2

SWR2 Jazz Session

SWR2 Jazz College

Paul Walke Trio, "Kruhm", Lisa Wilhelm Quartett". mit dabei: das Paul Walke Trio

Tagestipp

Heute, 22:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Horizonte

Sounds of Sister Moon Kosmische Musik und ihr Bezug zur Welt Von Julian Kämper Ein Dialog mit dem Mond - das ermöglicht das partizipative Projekt SISTER MOON der Münchner Klangkünstlerin Martine-Nicole Rojina. Menschen senden ihre Stimmen zum Mond, zurück kommt ein von der Mondoberfläche gezeichnetes Echo. In dieser kosmischen Sphäre, in die viele weitere Komponist*innen mit ihrer Musik und Klangkunst eintauchen, liegen verschiedene Dinge nah beieinander: ein technologisch-wissenschaftliches Interesse und spirituelle, metaphysische Bedeutungsebenen etwa. Ist das Universum als Projektionsfläche künstlerischen Arbeitens ein Gegenentwurf zu einer zeitgenössischen Musik, die sich eher auf die konkrete Alltags- und Medienwelt bezieht? Eine Sendung von 2019 über Mond-Echos, Science Fiction und astrologische Musik

Konzerttipp

Heute, 20:05 Uhr BR-Klassik

Musikfest Eichstätt

Heinrich Schütz: "Dafne" Musica Fiata La Capella Ducale Zink und Leitung: Roland Wilson Aufnahme vom 8. Mai 2022 395 Jahren nach ihrer Uraufführung konnte man sie beim Musikfest Eichstätt endlich wieder hören: Heinrich Schütz" Oper Dafne. Das heißt - was die Originalklang-Ensembles "Musica Fiata" und "La Capella Ducale" sangen und spielten, war sicher nicht das, was die Hochzeitsgesellschaft im Jahr 1627 sah, als Sophie Eleonore, die älteste Tochter des Kurfürsten Johann Georg I., mit dem Darmstädter Landgrafen Georg II. verheiratet wurde. Das Eichstätter Publikum sah eine Rekonstruktion der Oper, für die Roland Wilson verantwortlich zeichnet. Die Liste der verschollenen Werke von Heinrich Schütz ist leider lang; und darauf findet sich eben auch die vermutlich erste deutschsprachige Oper: Dafne. Roland Wilson ist ein wahrer Experte für die Musik von Heinrich Schütz, dem bedeutendsten Komponisten des deutschen Frühbarocks, und Wilson vergleicht diese knifflige Aufgabe, passende Musik zum (glücklicherweise) erhaltenen Libretto von Martin Opitz zu finden, gern mit einem Sudoku, bei dem nicht eine einzige Zahl vorgegeben ist. Mit dieser Rekonstruktion der "Dafne" können wir eine ganz neue Seite an Heinrich Schütz entdecken: war er bislang hauptsächlich als Komponist von geistlichen Werken auf höchstem Niveau bekannt, so lässt sich Schütz nun auch als Schöpfer einer sehr kurzweiligen und unterhaltsamen Oper wahrnehmen.

Hörspieltipp

Heute, 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Alleestraße Von Roland E. Koch Regie: Fabian von Freier Mit Ulrich Noethen Komposition: Marion Wörle und Maciej Sledziecki Ton und Technik: Ernst Hartmann und Kiwi Hornung Produktion: Deutschlandfunk 2016 Länge: 49"40 Eine Kindheit und Jugend im Ruhrgebiet der 60er- und 70er-Jahre. Die Enge, die Sprachlosigkeit einer bürgerlichen Kleinfamilie, die Gewalt in der innerlich beschädigten Nachkriegsgesellschaft. Erinnerungen, Beobachtungssplitter, paradoxe Momentaufnahmen. Jemand streckt den rechten Arm nach oben. Nichts ist geordnet, nichts chronologisch, von tief unten kommen immer neue Schrecknisse, neue Einzelheiten. Gibt es einen Ausweg aus dem Raum der Kindheit? Die meisten Aufbrüche führen zurück zur baumlosen "Alleestraße", zum Großvater, der den Faschismus von ganzem Herzen lebte und weitergab, zu den bitteren Schmerzen der ersten Jahre. Roland E. Koch, geboren 1959, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Zahlreiche Kurzgeschichten und Romane. Sein Werk wurde u.a. mit dem Bettina-von-Arnim-Preis ausgezeichnet. Letztes Hörspiel: "Verhinderungspflege" (WDR 2020). Alleestraße Hören 49:47Hören 49:47

Featuretipp

Heute, 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Auf Sumpf gebaut Imperiale Träume auf der Berliner Museumsinsel Von Mirjam Brusius und Lorenz Rollhäuser Regie: Lorenz Rollhäuser Mit: Bernhard Schütz, Britta Steffenhagen und Hansa Czypionka Ton: Lorenz Rollhäuser Produktion: Deutschlandfunk Kultur / SWR 2022 (Ursendung) Nofretete, Pergamonaltar und Ishtar Tor: Die Berliner Museumsinsel ist ein Besuchermagnet, der jährlich Millionen Touristen durch seine Museen schleust - und imperiale Welten rekonstruiert, statt sich der heutigen Gesellschaft zu öffnen. Wie das wiederaufgebaute Berliner Stadtschloss soll auch der Rest der Museumsinsel wieder so aussehen wie früher: hübsch und heil wie vor dem zerstörerischen 20. Jahrhundert. Komplettiert durch das Humboldt Forum mit den sogenannten Weltkulturen. Als ob wir uns das imperiale Zeitalter zurückwünschten, dem diese Museen ihre größten Schätze zu verdanken haben: den Pergamon-Altar, die Nofretete, das Ischtar-Tor. Objekte, die vielfach unter fragwürdigen oder ungeklärten Umständen aus dem Osmanischen Reich geholt wurden. Sie sollten dabei helfen, architektonisch und institutionell eine deutungsmächtige Erzählung festzuschreiben, die in Mesopotamien beginnt und im Herzen Europas endet: das Narrativ der Aufwärtsentwicklung der Menschheit, ausgehend von der "Wiege der Zivilisation" über die klassische Antike im Alten Museum, den Übergang zum Christentum im Bode-Museum bis hin zur deutschen Malerei in der Alten Nationalgalerie. Durch die Aufrechterhaltung von Kategorien wie Zivilisation (wir) und Weltkultur (die anderen) wird ein eurozentristisches Weltverständnis fortgeschrieben, das Preußens Wurzeln in einer Weißen Antike feiert. Für den Tourismus mag das erst mal gut sein, für ein zeitgemäßes Verständnis dessen, was ein Museum in einer kulturell diversen Gesellschaft sein kann, ist die Fortschreibung dieses Narratives fatal. Lorenz Rollhäuser, 1953 in Marburg geboren, lebt in Berlin. Er ist seit 1990 Autor und Produzent zahlreicher Features und Hörspiele, darunter "Mutters Schatten" (NDR 2008, Prix Europa) und "Kreuzberg von oben" (DKultur/NDR/WDR 2014, Dokka-Preis). Zuletzt: "Dekolonisiert euch!" (Deutschlandfunk Kultur 2020). Imperiale Träume auf der Berliner Museumsinsel Auf Sumpf gebaut

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Phantastische Geschichten (1/9): Die schönste Geschichte der Welt

Geschichte von Rudyard Kipling - bearbeitet von Günter Eich. Wo liegt die Quelle der Fantasie? Rudyard Kipling glaubt sie in dieser Geschichte gefunden zu haben. Charlie Mears ist ein unscheinbarer junger Bankangestellter. Aber er fühlt sich zum Dichter berufen, auch wenn er nur "Herz" auf "Schmerz" reimt und "Liebe" auf "Triebe". Doch eines Tages berichtet er Rudyard Kipling von seiner Idee zur "schönsten Geschichte der Welt" - und sobald Charlie zu erzählen beginnt, ist Kipling fasziniert. Charlie schildert das Leben eines griechischen Galeerensklaven in den lebhaftesten und verblüffendsten Details. Es ist, als habe er sie selbst erlebt. Bald kommt Kipling zu der Überzeugung: Charlie hat diese Geschichte selbst erlebt, in einem früheren Leben. Und Kipling will diese Geschichte unbedingt erfahren, um sie selbst nieder zu schreiben. Geschichte von Rudyard Kipling - bearbeitet von Günter Eich.

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