Features im Radio

Features

Dienstag 08:30 Uhr SWR2

SWR2 Wissen

Neue Aufrüstung (3/3) - Wie die Gesellschaft kriegstüchtig werden soll Feature Von Andrea Rehmsmeier Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius wünscht sich einen Mentalitätswechsel bei den Deutschen. Sie sollen "kriegstüchtig" werden. Und tatsächlich: Angesichts des russischen Kriegs floriert die Rüstungsindustrie, die Bundeswehr erfährt eine neue Wertschätzung. Jugendoffiziere sind gefragte Referenten an Schulen, einige Universitäten zweifeln an ihren Zivilklauseln. Während bei Bildung, Gesundheit und Klimaschutz eher gespart wird, soll sich die Gesellschaft auf einen möglichen Verteidigungskrieg einstellen. Laut Umfrage würden aber nur drei von zehn Deutschen für ihr Land kämpfen.

Dienstag 09:05 Uhr Bayern 2

Bayern 2 Nah dran

Gesellschaft Wissen Dialog 9.20 Bayern 2 Radiowissen: Ramadan - Der heilige Monat des Islam 9.50 Bayern 2 Kalenderblatt: 09.04.1939 Marian Anderson singt vor dem Lincoln Memorial in Washington 10.00 / 11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 11.10 Nahaufnahme: Sprachen, die überleben wollen - Wie spricht die Welt von morgen? Moderation: Birgit Magiera-Fermum .

Dienstag 10:00 Uhr Radio Blau

Zonic Radio Show

Die hör-mediale Erweiterung der Kulturerscheinung Zonic. Thematisch frei zwischen Musik, Literatur und Kunst changierend, gibt es von tieftauchenden popkulturellen Features über experimentelle Klangstücke oder Sound & Poetry-Mixe bis zum Hangeln durch den News-Jungle eines extrem offenen musikalischen Spektrums alles zu hören, was potentielle Relevanz im stetig sich ausbreitenden Zonic-Kosmos hat; und über dessen Rand hinaus! Wort- & Musikauswahl: Alexander Pehlemann

Dienstag 14:05 Uhr Bayern 2

Bayern 2 Kulturleben

Hintergrund 15.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 15.10 Bayern 2 Radiowissen

Dienstag 16:05 Uhr SWR2

SWR2 Impuls

Wissen aktuell Feature

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Das Wunder von Belmonte Die Wiederentdeckung der "geheimen Juden" Portugals Von Daniel Cil Brecher Regie: Matthias Kapohl Produktion: Deutschlandfunk 2022 Im Bergdorf Belmonte sollen Dorfbewohner 500 Jahre lang insgeheim jüdische Rituale praktiziert haben - in den Untergrund getrieben von der Intoleranz der Kirche. Eine Entdeckung, die Portugal mit seiner unverarbeiteten Geschichte konfrontierte. Als das "Wunder von Belmonte" Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde, war das zunächst eine Sensation. Doch bald setzten Krieg und Diktatur dem Wirbel wieder ein Ende. Heute kann man in Belmonte jüdische Produkte erstehen, ein jüdisches Museum besuchen und sich vor der 1997 eröffneten Synagoge fotografieren lassen. Das "Berg Sinai", ein neues 4-Sterne-Hotel, ist mit israelischen Fahnen geschmückt. Der Mythos von einer hartnäckigen jüdischen Identität, die trotz aller Verfolgungen unter widrigsten Umständen überleben kann, spricht Juden wie Christen an. Doch wie eindeutig ist die Abstammung der "geheimen Juden" tatsächlich? Die Regierung in Lissabon reagierte mit einer Geste. Sie bot Nachkommen von durch die portugiesische Inquisition verfolgten Juden in aller Welt die Staatsbürgerschaft an. Das hatte unerwartete Folgen. Das Wunder von Belmonte Hören 43:53Hören 43:53

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Inobhutnahmegruppen (2/2) Raus aus der Familie - und dann? Von Stephanie Kowalewski Die Zahl der Inobhutnahmen steigt, aber es fehlen Betreuungsplätze für die Zeit danach. 2022 wurden mehr als 66.000 Minderjährige ihren Familien "entnommen". Die Kinder und Jugendlichen brauchen dann einen besonders geschützten Raum und speziell geschulte Fachkräfte, die sie in der Ausnahmesituation auffangen. Bis zu einer längerfristigen Perspektive leben die Minderjährigen meist in sogenannten "Inobhutnahmegruppen". Aber weil Fachkräfte fehlen, fehlen auch Plätze für in Obhut genommene Kinder. Dann müssen Jugendämter oft bundesweit nach Lösungen suchen - im Sinne des Kindeswohls.

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Der jüngste Prozess Eine junge Stimme klagt gegen das Gericht der Weisen Von Elias Gottstein NDR 2022 Viele Menschen klagen gegen die rücksichtslose Ausbeutung der Erde - zuletzt sogar vor dem Bundesverfassungsgericht. Was auf den ersten Blick wie ein politisches Anliegen erscheint, basiert auf einem philosophischen Problem: der Gegenüberstellung von Kultur vs. Natur, die nicht nur unser Verhältnis zu anderen Tieren oder Pflanzen prägt, sondern auch unsere Geschlechterrollen, unsere ganze Art zu denken. In einer imaginären Gerichtsverhandlung klagt eine junge Frau gegen alle vertrauten Denk- und Lebensgewohnheiten und fordert einen radikalen kulturellen Einschnitt. Hat sie eine Chance? Download unter ndr.de/radiokunst, in der NDR Feature Box und in der ARD Audiothek. 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Leben ohne Giuseppe Von Jean-Claude Kuner und Roswitha Quadflieg Regie: der Autor Mit: Anne Müller, Christian Schmidt, Mohamed Chahrour, Konstantin Bez, Christoph Gawenda, Hüseyin Ekici Ton: Michael Kube Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022 Länge: 54"18 Ein nächtlicher Streit eskaliert. Ein junger Mann wird von drei Jugendlichen durch die Stadt gejagt und stirbt. Das war 2011, aber die Erinnerung daran ist nicht verblasst. Ein Feature über Trauerarbeit und die Frage: Was tun gegen Jugendgewalt? Giuseppe Marcone ist mit 23 Jahren tragisch ums Leben gekommen. In einer Nacht im September 2011 werden er und sein Begleiter am U-Bahnhof Kaiserdamm wegen einer Zigarette von drei Jugendlichen provoziert, angegriffen und gejagt. Giuseppe will deeskalieren. Auf der Flucht aus dem U-Bahnhof verunglückt er auf der Straße tödlich. Eine sinnlose Tat, verübt von Jugendlichen, die an Konsequenzen und Folgen keinen Gedanken verschwendet haben. Wie leben die Angehörigen mit den Folgen der Gewalt nach mehr als einem Jahrzehnt? Bleibt die Lücke für immer offen, die in diese Familie gerissen wurde? Wie gehen die Marcones mit ihrem Schmerz um, und wie denken sie über die Täter? Eine Geschichte von Toleranz, Resilienz und einem anhaltenden Prozess der Trauer - und zugleich die Geschichte einer italienisch-bulgarischen Familie in Deutschland. Die Idee für dieses Feature gab die Collage "Das kurze Leben des Giuseppe M." von Roswitha Quadflieg. Jean-Claude Kuner, geboren 1954 in Basel, arbeitete von 1982 bis 1996 als Theater- und Opernregisseur, seit 1996 als Rundfunkautor und -regisseur mit dem Schwerpunkt Kulturthemen aus fremden Ländern. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. für "Traumrollen" (Deutschlandfunk/HR 2013 - Hörspiel des Jahres 2013), und für "Bukhara Broadway" (RBB/Deutschlandfunk/NDR 2012 - 2013 von der Asia-Pacific Broadcasting Union als bestes Feature geehrt). Zuletzt: "Matsutake. Ein Pilz im Anthropozän" (Deutschlandfunk Kultur 2021), "Maestro des Comebacks" (WDR/Deutschlandfunk Kultur 2022) und "Drama deutsche Einheit" (WDR 2023). Roswitha Quadflieg, in Zu¨rich geboren, in Hamburg aufgewachsen, dort Kunststudium und Abschluss als Diplom-Designerin. 1973 Gründung der Raamin-Presse, eigene Verlagswerkstatt, in der sie bis 2003 Texte der Weltliteratur mit eigenen Bildern druckte. Ankäufe weltweit, Ausstellungen, Preise, Auszeichnungen. Seit 1985 im zweiten Beruf und seit 2003 ausschließlich Schriftstellerin. Sie schreibt Romane, Theaterstu¨cke, Ho¨rspiele und Drehbu¨cher. Zuletzt erschienen: "Neun Monate. Über das Sterben meiner Mutter" (2014), "Das kurze Leben des Giuseppe M." (2016), "Frei" (2018, gemeinsam mit Burkhart Veigel), "Ein Mann seiner Zeit" (2023). Seit 2012 lebt sie in Berlin. Eine Gewalttat und ihre Folgen Leben ohne Giuseppe

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