Tagestipps im Radio

Tagestipps

Sonntag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel

Verrenkt, verspannt, verkannt Die Wirkung der Osteopathie Von Peter Kolakowski (Wdh. v. 24.02.2019) Immer mehr Leistungs- und Hobbysportler vertrauen bei Schmerzen und Verletzungen der Osteopathie. Der Osteopath untersucht und therapiert ausschließlich mit den Händen und nimmt für sich in Anspruch, - statt symptomorientiert - ganzheitlich zu kurieren. Er betrachtet den Patienten als Einheit von Körper, Geist und Seele, der durch Behandlung in die Lage versetzt werden soll, sich selbst zu heilen. Wenngleich der Osteopathie von konservativen Teilen der Schulmedizin immer noch allenfalls ein Placebo-Effekt zugebilligt wird, sind die Therapieerfolge bei Bewegungseinschränkungen und Erkrankungen des Muskel- und Gelenkapparates der klassischen Physiotherapie oft überlegen und sie findet daher auch außerhalb des Sports immer mehr Befürworter, wie z. B. in der orthopädischen Rehabilitation. Wie erfolgversprechend und nachhaltig ist die Osteopathie, die inzwischen auf eine fast 150-jährige Tradition zurückblicken kann, und weshalb wird der Beruf des Osteopathen in Deutschland - im Gegensatz zu anderen Ländern - bis heute nicht anerkannt?

Sonntag 18:20 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

Denken leicht gemacht Von Ria Endres Mit: Rosel Zech u. Mark Oliver Bögel Musik: Eckhard Koltermann Regie: Hans Gerd Krogmann (Produktion: SWR 2005) Eine beliebte TV-Moderatorin, die in der Öffentlichkeit nur "die Fernsehphilosophin" genannt wird, hat ihre eigenen Sendung "Denken leicht gemacht" trotz hoher Einschaltquoten plötzlich aufgegeben und sich in ihre Villa im Taunus zurückgezogen. Und nun? Sie gerät in eine neue Gedanken- und Gefühlswelt, nachdem die Erfolgsstory plötzlich von ihr abgefallen ist. Die Fernsehphilosophin erinnert sich ohne Selbstmitleid an ihr früheres Leben und an ihre scheinbar sicheren Prinzipien für den Erfolg. Aber wer ist sie wirklich gewesen und wer ist sie jetzt? Ohne Publikum?

Sonntag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Nightingale und Chase Nach dem Theaterstück Von Zinnie Harris Übersetzung aus dem Englischen: Bettina Arlt Regie: Ulrike Brinkmann Mit: Linda Olsansky, Christian Redl Ton und Technik: Klaus Hoeness, Renate Tiffert Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2003 Länge: 68"53 Chase wird nach zehn Monaten aus dem Gefängnis entlassen. Ihr Mann Nightingale, 20 Jahre älter als seine Frau, erwartet sie bereits. Doch es gibt Streit. Ein beklemmendes Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von Zinnie Harris. Nightingale, Mitte 40, holt seine 20 Jahre jüngere Frau Chase aus dem Gefängnis ab, wo sie für mehrfachen Diebstahl eingesessen hat. Obwohl (oder weil) beide sich so sehr bemühen, Chases Heimkehr als einen Neubeginn zu feiern, kommt es schnell zum Streit: Hilflos schlägt Nightingale zu, Chase flüchtet in ein Frauenhaus. Trotzdem möchte sie sich und Nightingale noch eine Chance geben. Vor allem ihren Sohn Scott will sie nicht verlieren. Sie stiehlt für ihn Spielzeug und wird erneut verhaftet. In drei Monologen erzählen Nightingale und Chase die Chronologie der Ereignisse, zwei Versionen einer Geschichte, die einander widersprechen, sich ergänzen und zu einem Bild verdichten. Zinnie Harris, geboren 1973 in Edinburgh, studierte Biologie und Dramaturgie, schreibt seit 1996 Theaterstücke. "Nightingale und Chase" (2001) war ihre erste Arbeit am Royal Court Theatre in London. Weitere Stücke: "By Many Wounds" (1998), "Further than the Furthest Thing" (1999) und zuletzt "(the fall of) The Master Builder" (2017). Zudem arbeitet sie als Regisseurin, etwas für die Royal Shakespeare Company und das Royal Lyceum Theatre Edinburgh. Nightingale und Chase

Sonntag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Achtsamkeit 2.0 - Wie das Silicon Valley das Bewusstsein entdeckt Von Nina Hellenkemper Meditation im Silicon Valley Regie: Matthias Kapohl Produktion: WDR/NDR/DLF 2016

Sonntag 19:04 Uhr HR2

hr-Bigband

Konzerte und Produktionen u.a. mit: hr-Bigband trifft Ana Moura: Fado in Blue | Ana Moura (Gesang) | hr-Bigband | Ed Partyka (Leitung) | Darmstadt, Centalstation, September 2010

Sonntag 19:05 Uhr Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

"Ungenierte Sonderausgabe" Lisa Eckhart hat ihr Solo "Die Vorteile des Lasters" aktualisiert. Gestaltung: Doris Glaser Konventionell war Lisa Eckhart noch nie. Das hat sich auch in der Pandemie nicht geändert. So gewährt sie neue Einblicke: ihr mehrfach preisgekröntes Programm "Die Vorteile des Lasters" gibt es jetzt in einer ungenierten Sonderausgabe. Zudem schreibt die gebürtige Steirerin, die mittlerweile in Leipzig lebt, derzeit an einem zweiten Roman. Ihr Debüt "Omama", ein wilder, tabuloser Ritt durch die Nachkriegsgeschichte, avancierte bereits zum Bestseller. Für die Kleinkunstbühne erschuf Lisa Eckhart eine extravagante Kunstfigur, eine Diva, deren atemberaubend provokantes Auftreten sich im Wortwitz ebenso widerspiegelt, wie im Outfit. Mit geistreicher Provokation spart sie auch in ihrem aktuellen Solo "Die Vorteile des Lasters" nicht, in dem sie die Bedeutung der sieben Todsünden für das 21. Jahrhundert durchdekliniert. "Dialog finde ich üerbewertet. Hauptsache, ich spreche", sagt Lisa Eckhart. Ihre satirischen Analysen sind präzise formuliert und können einmal poetisch, dann wieder deftig ausfallen. Klug, auf exzellentem sprachlichem Niveau, gnadenlos pointiert und ohne die politische Unkorrektheit zu scheuen, arbeitet sie sehr erfolgreich an dem Gesamtkunstwerk "Lisa Eckhart".

Sonntag 19:18 Uhr SWR2

SWR2 Jazz

Stardust Crystals - Die schweizerische Komponistin und Sängerin Yumi Ito Von Ssirius W. Pakzad Die Schweizerin Yumi Ito zählt zu den europäischen Gesangs-Entdeckungen der letzten Jahre. Mit unwiderstehlichem ganz eigenem Timbre singt sie selbst komponierte Lieder, die die Einfachheit des Pop mit der Komplexität des Jazz vereinen. Es sind verwunschene, geheimnisvolle Songperlen, die die Tochter eines japanischen Konzertpianisten und einer polnischen Mezzosopranistin mit einem ungewöhnlich instrumentierten, elfköpfigen Ensemble vorträgt. Ihr Album "Stardust Crystals" wurde von den Kritikern des Magazins "Jazz thing" unter die Top Ten des Jahres 2020 gewählt.

Sonntag 20:04 Uhr SR2 Kulturradio

ARD Radiofestival 2021. Das Konzert: Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch

Leonidas Kavakos spielt Schostakowitsch Sächsische Staatskapelle Dresden Leitung: Vladimir Jurowski Leonidas Kavakos, Violine Dmitri Schostakowitsch Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 77 Igor Strawinsky "L"Oiseau de feu" (Der Feuervogel), vollständiges Ballett Aufnahme vom 23. Juni 2021 aus dem Kulturpalast, Dresden im Anschluss: Kammermusik von Dmitri Schostakowitsch, Mieczyslaw Weinberg, Arvo Pärt u. a. Quatuor Danel Borodin Quartet kapelle 21 (Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle Dresden) Leitung: Petr Popelka Dmitry Masleev, Klavier Yulianna Avdeeva, Klavier Gidon Kremer, Violine Madara Pçtersone, Violine Georgijs Osokins, Klavier Aufnahmen vom 24. bis 26. Juni 2021 aus dem Festspielhaus Hellerau, Dresden

Sonntag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Freistil

Wut Über ein explosives Gefühl Von Sabine Fringes Regie: Thomas Wolfertz Produktion: Deutschlandfunk 2018 Dem einen kommt die Galle hoch, dem anderen platzt der Kragen. Das unerträgliche Gefühl von Wut kennt jeder, doch die Auslöser dafür sind unterschiedlich - ebenso wie der Umgang damit: Es gibt Menschen, die ihren Ärger verdrängen, andere, die ihm schamlos Luft machen. Manche wissen ihre Wut professionell einzusetzen: Kabarettisten wie Matthias Egersdörfer oder Gernot Hassknecht bringen mit ihren Ausbrüchen das Publikum zum Toben. Und manch ein Politiker bestritt damit sogar einen erfolgreichen Wahlkampf. Die Sendung widmet sich der Wut mit ihren Schatten- und Lichtseiten. Ist Wut gerade in? Wohin mit der Wut, wenn sie nicht weggeht? Hat Joachim Ringelnatz recht, wenn er schreibt: "Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt"? Wut

Sonntag 20:55 Uhr Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Harri Stojka: "Live at Montreux" (1981) Es ist unglaubliche vierzig Jahre her, dass ein hochtalentierter junger Mann namens Harri Stojka beim renommierten Jazzfestival in Montreux am Schweizer Ufer des Genfer Sees auftrat. Sein Gitarrenspiel klingt auch heute noch frisch und zeitlos, speist sich aus klassischem Blues im Chicago-Stil sowie Funk und Rock-Jazz, ist aber auch tief in jener traditionellen Musik verwurzelt, mit der der Künstler ebenfalls aufgewachsen ist. Harri Stojka, aus einer weitverzweigten Lovara-Roma-Dynastie stammend, war damals erst 23 Jahre alt, hatte aber bereits eine Dekade als Musiker in verschiedensten Wiener Bands hinter sich. Keyboarder Peter Wolf, Stojkas Cousin und Instrumentalkollege Karl Ratzer (bei ihm spielte er Bass), Erika Pluhar, André Heller oder die Kollegen von Novak"s Kapelle - sie alle schätzten Stojkas federleichte Virtuosität und genialen Einfallsreichtum. Mit eigener Formation - dem Harri Stojka Express - hatte der Gitarrist zu diesem Zeitpunkt auch schon zwei LPs herausgebracht, auf denen eine Fülle von Stilen berührt wird. In Montreux aber wollte man Harri Stojka solo hören. Also schnallte er sich seine "Gibson Les Paul"-E-Gitarre um und spielte ein atemberaubendes Konzert, bei dem trotz einiger Hochgeschwindigkeitssoli keine Note zu viel gezupft wurde. Am 12. Juli 1981, zehn Tage vor seinem 24. Geburtstag, im Rahmen eines Gitarren-Abends, an dem auch Biréli Lagrène, Philip Catherine oder (im Duo mit Werner Pirchner) Harry Pepl auftraten, erwies sich Harri Stojka als Gitarrist von Weltklasse. Gestaltung: Albert Hosp

Sonntag 21:05 Uhr Bayern 2

radioMitschnitt aus Franken

"Seebühne 2021" Teil 1: Von Flower Power bis zu Erstaunlichem Von Roland Kunz Auch wenn 2021 das Bardentreffen in der Nürnberger Altstadt Corona bedingt noch einmal ins Wasser fallen musste, so war doch für musikalische Kompensation gesorgt. Stattdessen schlugt die Seebühne am Dutzendteich reichlich Wellen zwischen Global Pop, Musikkabarett und Liedermacherei. In der ersten von vier Folgen unseres "See-Berichts" bringen wir einen Überblick über die Highlights der fünf außergewöhnlichen Abende: Mit im Boot The Magic Mumble Jumble. Die sechsköpfige Band aus Holland scheint dem Musical "Hair" direkt entsprungen und hatte als "happy Hippies" ausreichend Flowerpower im Gepäck. Folk, Pop, Indie und Jazz - alles liebevoll handgestrickt. Beste Laune pur! Auch die spanische Recycling-Truppe Bufa y Sons war mit von der Partie, und stellte souverän und lebenslustig unter Beweis, dass man Leitern oder Fahrrad-Lenkern durchaus exquisite Töne entlocken kann. Freuen darf man sich auch auf den Südtiroler Herbert Pixner, der ebenso für ausgelassene Stimmung sorgte wie der preisgekrönte fränkische Gankino Circus, dessen brandaktuelles neues Programm "Von den Finnen" bei der Seebühne zwar wetterbedingt ins Wasser fiel. Aber eine Woche später wurde die Premiere nachgeholt, wenn auch nicht zu Wasser, aber Open Air. Und nicht zuletzt war der Allgäuer Rainer von Vielen & Orange mit von der Bootspartie, dessen elektrisierende Electronic-Beats und groovende Basslinien den Booten auf dem Dutzendteich heftigen Seegang machten. Musikalische Fontänen vom Feinsten! Bardentreffen-Experte Roland Kunz präsentiert das alternative Seebühnen-Festival in der Sendung radioMitschnitt auf Bayern 2 mit Musik und Interviews jeweils von 21.05 bis 22.00 Uhr am 1., 8., 22. und 29. August sowie 5. September zwischen 11.05 und 12.00 Uhr.

Sonntag 23:03 Uhr HR2

Hörbar | Musik grenzenlos

u.a. mit Max Richter, Mari Samuelsen, Hubert von Goisern, Carminho, Max Raabe, Daniel Hope, Tram des Balkans, Aline Frazão, 2Cellos, Riccardo Tesi, Oum, Vesselil Musik ohne Grenzen serviert die "Hörbar" sonntags zu später Stunde. Ein Menü mit handverlesenen Zutaten aus aller Welt, das Klänge ganz unterschiedlicher Herkunft zu einem gemeinsamen Flow verbindet und zum entspannten Zuhören einlädt.

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