Tagestipps im Radio

Tagestipps

Mittwoch 18:03 Uhr SRF 2 Kultur

Kontext

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Ist nach dem Ende des unseres irdischen Daseins alles aus? Oder existieren wir in irgendeiner Form weiter? Diese Frage treibt die Menschheit seit tausenden Jahren um. Die Antworten sind denkbar unterschiedlich ausgefallen.

Mittwoch 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Margarete Wohlan Parlamentswahl in Armenien Zwischen Krieg und Demokratie Von Gesine Dornblüth und Thomas Franke Aserbaidschan, Ukraine - und die Türkei im postsowjetischen Raum Gespräch mit Daria Isachenko vom Centrum für angewandte Türkeistudien (CATS) der Stiftung Wissenschaft und Politik Nach Jahren der Herrschaft von Oligarchen war Armenien seit 2018 auf Reformkurs. Doch dann kam der Krieg im letzten Herbst, und die Armenier verloren die im ersten Karabachkrieg Anfang der 90er Jahre eroberten Gebiete an Aserbaidschan. Die Folgen: Tausende Geflüchtete, eine Wirtschaftskrise, eine wiedererstarkende Oligarchie und eine permanente Bedrohung durch den Nachbarn Aserbaidschan, flankiert von der Türkei. Die Reformer sind unter Druck. Um das Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen, hat Premierminister Nikol Paschinjan vorgezogene Neuwahlen ausgerufen. Was ist von der Wahl zu erwarten?

Mittwoch 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Noch immer Krisenmodus? Wo afrikanische Länder in der Pandemiebekämpfung stehen Von Benjamin Breitegger und Benjamin Moscovici Im Mai 2020 blickten die "Dimensionen" in vier afrikanische Länder: Sierra Leone, Guinea, Äthiopien und Südafrika. Wir fragten: Wie reagieren diese Staaten auf die Corona-Pandemie und welche Gefahren gehen unter im Kielwasser der akuten Bedrohung einer Corona-Erkrankung? Viele afrikanische Staaten trafen früh Maßnahmen gegen die neue Seuche, während Europa zuwartete. Experten sorgten sich jedoch, weil Lockdowns vor allem die arme Bevölkerung trafen und Standard-Impfprogramme ausgesetzt wurden. Heute, ein Jahr später, ist klar: Die Pandemie hat viele Erfolge im Kampf gegen Armut zunichte gemacht. Geimpft wird hauptsächlich in reichen Ländern. Die Entwicklungen sind aber regional sehr unterschiedlich und das Thema Corona nicht immer so dominant wie in Europa. Wir richten unseren Blick erneut nach Afrika. Was ist passiert im vergangenen Jahr?

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

"Die Spannung ist riesengroß" Berlin 1991 Von Winfried Sträter Was wird aus Berlin nach dem Mauerfall? Das war eine offene Frage 1990/91. Sollten Bundestag und Bundesregierung wirklich von Bonn in diese Stadt umziehen? Mit knapper Mehrheit beschloss der Bundestag am 20. Juni 1991 den Umzug des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin. In eine Stadt, die den Mauerfall erst noch verkraften musste. "Welches Hauptstadtflair, besonders in der Normannenstraße im Stadtbezirk Lichtenberg", spottete der Schriftsteller Stefan Heym damals. Und der Stadtplaner Dieter Hoffmann-Axthelm träumte davon, dass aus dem Palast der Republik und dem früheren Stadtschloss eine Symbiose entstehen könnte, in der historische Epochen baulich miteinander verbunden werden. Berlin 1991, als die Zukunft begann.

Mittwoch 20:00 Uhr NDR kultur

Hörspiel

Wir Tiere Nach dem gleichnamigen Roman von Justin Torres Aus dem Englischen von Peter Torberg Bearbeitung und Regie: Elisabeth Maria Weilenmann Mit Max Hegewald, David Hofner, Robin Lange, Lennart Lemste, Julien Brinkmann, Daniel Axt, Marina Galic, Paul Schröder, Theresa Berlage, Hannes Stelzer, Christian Lessiak, Wolfgang Schroeder, Benjamin Morik, Ulrich Bähnk NDR 2017 Drei Brüder balgen sich durch ihre Kindheit in Brooklyn: Sie bewerfen sich gegenseitig mit Tomaten, bauen aus Müllsäcken Drachen, klauen, verstecken sich, wenn sich die Eltern anschreien, aufeinander eindreschen. Die Eltern, nur wenig älter als ihre Kinder - er ist Puerto Ricaner, sie eine Weiße - befinden sich ausdauernd im Kampfmodus, ihre Konflikte schweißen die Familie zusammen und reißen sie auseinander. Laut ist es in diesem Haushalt und leidenschaftlich, die Jungs sind immer hungrig und wollen mehr: mehr Fleisch, mehr Krach, mehr Wärme, mehr Leben. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Hörspiel

Mittwoch 20:03 Uhr SRF Musikwelle

Time to swing!

Ella Fitzgerald: Zum 25. Todestag der «First Lady of Song» Als Teenager vom Waisenhaus in eine Erziehungsanstalt abgeschoben, startete sie kurze Zeit später ihre eindrückliche Karriere.

Mittwoch 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Der letzte Trychler Von Matthias Berger/Gion Mathias Cavelty/Lukas Holliger Mit Michael Neuenschwander, Vera Flück und anderen Komposition: Ulrich Bassenge Regie: Susanne Janson SRF 2021 Wir schreiben das Jahr 2056. Meiringen erlebt seine Apokalypse: unerklärliche Tonphänomene sind im Dorf am Werk. Ein kakophoner "Weltenlärm" tobt - und zwar so laut und unbeschreiblich, dass er das beschauliche Örtchen nicht nur entvölkert, sondern die Menschen, die ihn hören, in den Wahnsinn oder sogar in den Tod treibt. H.P. Anliker wird vom Militär zu Hilfe gerufen: denn er ist Gründungs- (und einziges) Mitglied einer speziellen Einheit: der "EAR FORCE ONE". Mit seinen Kenntnissen und bahnbrechenden Erfindungen auf dem Gebiet der Audiotechnologie soll die Ursache gefunden werden für den unbeschreiblichen Krach, der die gesamte Gegend unbewohnbar macht und der sich auszubreiten droht. Gibt es eine künstliche Ursache für diese akustische Folter? Steckt ein Mensch dahinter? Eine Organisation? Oder ist es eine Laune der Natur, die das menschliche Leben in Meiringen zu beenden droht? Anliker begibt sich an den Tatort - und bald verstrickt sich die nationale Katastrophe mit seiner eigenen Biographie. Die Spuren führen weit in die Vergangenheit. Der dritte und letzte Teil der Meiringer Trilogie konfrontiert Anliker mit dem größten Rätsel, das er jemals lösen musste? Matthias Berger, geb. 1961, Gion Mathias Cavelty, geb. 1974 und Lukas Holliger, geb. 1971, Autoren der ARD Radio Tatorte für den SRF.

Mittwoch 21:00 Uhr NDR kultur

Chormusik

Jubiläumssendung 75 Jahre NDR Chor - Teil I Von Chantal Nastasi "Wir ließen einen Ruf durch den Äther ertönen, und der lautete: Berufssänger aller Stimmgattungen werden gesucht. Sie sollen sich beim NWDR melden." Erinnert sich Max Thurn, der erste Leiter des NDR Chor. Mit diesem Aufruf begann 1946 die Erfolgsgeschichte des Chores, der sich in den vergangenen 75 Jahren immer wieder gewandelt hat. Namhafte Dirigenten haben mit dem NDR Chor gearbeitet, manche haben als langjährige Leiter deutlich neue Impulse gesetzt. Seit 2019 führt Klaas Stok den NDR Chor, der in diesem Jubiläumsjahr auch eine Neuausrichtung zu einem 21-köpfigen Vokalensemble vollziehen wird. Chormusik

Mittwoch 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Querköpfe

Kabarett, Comedy & schräge Lieder Die Komikerin und Schauspielerin Nora Boeckler "Lustig ist da, wo es weh tut" Ein Porträt von Stefanie Ray "Schwaben haben keine Freunde, Schwaben haben Gartenzwerge!", behauptet zumindest die gebürtige Ludwigsburgerin Nora Boeckler. Die Komikerin und Schauspielerin wohnt seit 2004 in Köln und bringt seitdem ihr Publikum nicht nur mit amüsant-schaurigen Anekdoten aus Süddeutschland zum Lachen. Bekannt aus dem Damentrio Proseccopack (Frau der Ringe) im Düsseldorfer Kom(m)ödchen, folgte im Anschluss ihr Soloprogramm "Spaß ist mir Ernst", das ihr mehrere Kleinkunstpreise einbrachte. Soweit Corona es zulässt, tourt sie aktuell mit "Fünf Sterne Fiasko" durch Deutschland, eine Art Detox-Programm gegen die Ängste des Alltags. Die bekennende Hypochonderin meistert den Spagat zwischen Komik und Schmerz, streut mächtig Salz in ihre Wunden und blickt mit Ironie auf die eigenen Ängste. Sei es die Furcht vor Fehlentscheidungen, oder die, an einem glutenfreien Stück Brot zu ersticken. Wer sich in Noras Welt wiedererkennt, betrachtet das ein oder andere Problem aus neuer Perspektive - et voilà - lacht es einfach weg.

Mittwoch 22:00 Uhr MDR KULTUR

Julia und Lyonel Feininger ­ die Geschichte einer Liebe *

Von Inés Burdow und Frank Diersch (Ursendung) Lyonel Feininger (1871-1956) war ein Avantgardist, seine in der Chicago Sunday Tribune veröffentlichten Comic Serien zählen heute zu den Klassikern des Genres und er schrieb als Leiter der Druckwerkstatt Bauhausgeschichte. In seinen bisher unveröffentlichten Briefen an seine zweite Frau Julia offenbart sich ein feinsinniger, wortgewandter, humorvoller Mensch, fortschrittlicher Vater, liebender Ehemann, aber auch zweifelnder Künstler und Beobachter der politischen Vorgänge der damaligen Zeit. Auf beeindruckende Weise verschmelzen Persönliches und gesellschaftliche Brisanz. "Mein geliebtes Girlie! ...Ach, wenn ich um mich sehe und alles überdenke - bis jetzt ging es uns immer noch gut, im Verhältnis zu fast allen anderen. Wir müssen sehr klar uns überlegen, was für Vorteile die Existenz in einer Stadt wie Weimar für uns und die Jungens hat, die mitten in einer Landschaft steht. Gestern traf ich Gropi. Er kam so liebevoll mir entgegen und nahm mich unterm Arm und wollte mir einiges sagen - so ging ich dann mit, bis zum Bauhaus. Nichts von "Klage", nichts von Ermüdung oder gar "Bitterkeit" in diesem Menschen." Die Autorin Inés Burdow ist Schauspielerin, Autorin und Regisseurin. Sie war u.a. am Berliner Ensemble engagiert, spielte Hauptrollen in der Oper, arbeitet für die Kulturradios der ARD-Anstalten und dreht fürs Fernsehen. Ines Burdow arbeitet seit Jahren zu Künstlerbiografien. Ihre Beschäftigung mit den Feininger-Briefen begann im Rahmen von 100 Jahre Bauhaus im Auftrag des Feininger-Museums Quedlinburg zusammen mit Frank Diersch. Zeitglich zum Feature wird ihr Buch ,,Sweetheart, es ist alle Tage Sturm" - Lyonel Feininiger - Briefe an Julia veröffentlicht. Ihr Feature-Porträt ,,Die Unvollendete" (MDR/RBB) über die Schriftstellerin Brigitte Reimann war 2013 für den Juliane Barthel-Medienpreis nominiert. Frank Diersch 1965 in Berlin geboren, Studium FWG Berlin, Meisterschüler der Akademie der Künste Berlin, seit 2008 Drawing Radio, 2017 Gründung Radio Woltersdorf (BFR) und Studio für Radio Grafik mit Thomas Müller, seit 200 Lehraufträge an Kunsthochschulen und Universitäten in Berlin, Hamburg und Wuppertal, zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, Preise und Stipendien, lebt und arbeitet in Woltersdorf bei Berlin. Produktion: MDR 2021 (59 Min.)

Mittwoch 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Stille. Nacht. Klirrende Fahnen Von Joachim Walther Regie: Albrecht Surkau Mit: Winfried Glatzeder, Rolf-Peter Kahl, Maximilian Wigger, Ingeborg Westphal, Gundula Köster, Horst Herrmann, Horst Lampe, Ingolf Gorges, Friederike Aust, Tobias Frey Komposition: Ralf Hoyer, Susanne Stelzenbach Ton und Technik: Bernd Friebel, Sylvia Milchmeyer Produktion: DeutschlandRadio Berlin 1995 Länge: 52"35 Das Leben in der DDR macht Heinfried nicht glücklich, aber er passt sich an. Ganz anders als Micha, sein Sohn. Der rebelliert, lebt gefährlich, wird zerrieben. Als er verschwindet, weiß Heinfried, wo er suchen muss. "Ich hätte dich nicht gehen lassen dürfen. Dich umarmen sollen. Dich halten müssen." Doch nun ist der Sohn Micha weg - weit weg, wie er es vorher angekündigt hat. Wo ist er? In Heinfried Hauk wächst die Angst, Erinnerungen brechen auf. Wieder einmal muss er anerkennen, dass er der Rolle als Vater nie gewachsen war. Das Leben in der DDR hat ihn müde gemacht, zum Rebellen fühlte er sich nicht berufen. Micha dagegen will sich nicht anpassen, liebt und lebt gefährlich, gibt nichts auf Karriere, schreibt Gedichte an seine Zimmerwände, die sein Vater nun als Hilferufe erkennt. Er sucht und findet Micha schließlich in der Psychiatrie. Eine subtile Deutschstunde über Lebensmöglichkeiten in der DDR. Joachim Walther (1943-2020), deutscher Schriftsteller und Redakteur. Er schrieb Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Hörspiele, darunter "Candide oder Hoffen lernen" (Rias Berlin/SDR 1982), "Erich Mielke - Ein deutscher Jäger" (SDR/MDR 1995), "Lautlos und dennoch eine Stimme sagenhaft" (NDR 1989), "Wachsende Entfernung" (Rundfunk der DDR 1983/Rias Berlin 1985). 2001 zusammen mit Ines Geipel Initiierung des "Archivs unterdrückter Literatur in der DDR", aus dem heraus die zehnbändige Reihe "Die verschwiegene Bibliothek" entstand. Dafür erhielten sie 2011 den Antiquaria-Preis für Buchkultur. Walther war seit 1972 Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR, seit 1990 des Verbands Deutscher Schriftsteller und seit 1991 des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Von 1997 bis 2002 war er Vorsitzender des Autorenkreises der Bundesrepublik. Auszeichnungen u.a.: 1991 Hörspielpreis Funkhaus Berlin, 1996 Hörfunkpreis Goldenes Kabel, 2008 Hohenschönhausen-Preis zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur. "Stille. Nacht. Klirrende Fahnen" entstand frei nach J. Walthers Roman: "Risse im Eis" von 1989. Stille. Nacht. Klirrende Fahnen

Mittwoch 22:05 Uhr SWR2

SWR2 Feature

Der lange Weg zur Wahrheit - Kolumbien nach dem Friedensvertrag Von Christina Talberg Noch vor ein paar Jahren tobte der bewaffnete Konflikt zwischen FARC-Guerilla, Armee und Paramilitärs, Ende 2021 will eine Wahrheitskommission ihren Bericht vorlegen über das, was damals geschah. Der katholische Priester und Menschenrechtsaktivist Henry Ramirez Soler war seinerzeit Dorfpfarrer. Heute veranstaltet er Pilgermärsche vor allem für Städter, damit sie die Geschichten der Dorfbewohner erfahren. Geschichten von Massakern und Stigmatisierungen, die lange Zeit niemand hören wollte. Er will so zum Frieden beitragen.

Mittwoch 23:00 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER KONTINENTE

Mit Peter Rixen Imaginäre Folklore Ursprünglich von der Lyoner Musikerkooperative ARFI geprägt, steht der Begriff der Imaginären Folklore für musikalische Konzepte, die auf Volksmusik-Traditionen zurückgreifen, sich dabei jedoch ganz bewusst einer stilistischen Klassifizierung entziehen. Ein reizvolles Spiel, das mit Hörgewohnheiten jongliert und entlang der Route bekannter Klänge überraschende Abzweigungen findet. bis 00:00 Uhr

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