Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Kulturjournal

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Von der Hölle durch das Purgatorium ins Paradies". Anlässlich des 700. Todestages der italienischen Dichterikone, Gedanken von Jan-Heiner Tück, Professor für Dogmatik an der Universität Wien Dante Alighieris "Divina Commedia" gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. Dante betrachtet den Tod nicht als Grenze, sondern als Schwelle, die kühn überschritten wird. An der Seite Vergils dringt er in unbekannte Landschaften vor und erkundet die Topografie des Jenseits. In der Hölle begegnet er verlorenen Seelen, deren Laster durch eine ausgeklügelte Klaviatur von Qualen bestraft werden. Im Purgatorium durchlaufen die Seelen eine Therapie der Läuterung, um Ballast abzuwerfen und den Himmel zu erreichen. Im Paradies schließlich geht es nicht nur um die selige Gottesschau, hier erfüllt sich auch Dantes Sehnsucht, seine früh verstorbene Geliebte, Beatrice, wiederzusehen. Dantes faszinierende Bebilderung des Jenseits hat in der Kunst und Literatur vielfältige Spuren hinterlassen, führt der Theologe Jan-Heiner Tück in seinen "Gedanken für den Tag" zum 700. Todestag der italienischen Dichterikone aus.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

Ein Besuch bei Gitarrenbauer Tobias Braun in Gaaden südlich von Wien. In seiner Werkstatt in der beschaulichen Wienerwaldgemeinde fertigt Braun Konzertgitarren von Weltruf. Unter Kennern und Virtuosen stehen Braun-Gitarren für erstklassige Klangqualität und die meisterhafte Fortführung der traditionsreichen spanischen Gitarrenbaukunst. Tobias Braun baut Gitarren nicht auf Vorrat. Jedes Instrument entsteht individuell und in engem Austausch mit jenem Menschen, der später darauf spielen wird. Es sind maßgefertigte Einzelstücke mit Charakter und Seele. Gestaltung: Markus Moser

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Irene Suchy. "Woran denkst du des morgens, wenn du deinen Kakao trinkst?" (Wolfgang Bauer) Komplizierte Antworten auf einfache Fragen, Komponieren zum Erhalt der Freundschaft und eine unaussprechliche Ansage.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Willibald Loiskandl ist Obmann der Österreichischen Gesellschaft für Wurzelforschung. Er spricht über das Leben unter der Oberfläche. Teil 1: Die Wurzel - das Gehirn der Pflanze Gestaltung: Ilse Huber Was sich unter der Bodenoberfläche abspielt, bleibt überwiegend unentdeckt. Wollen sich Menschen ein Bild davon machen, ob und wie das Leben im Dunklen funktioniert, müssen sie tief graben. Ein Weinstock kann bis zu vier Meter tiefe Wurzeln ausbilden. Auch ein klein wachsendes Kraut reicht viel tiefer in den Boden als sein oberirdischer Spross. Boden, Klima und Organismen bilden zusammen ein komplexes unterirdisches System. Die Genetik der Pflanze lässt ihre Wurzeln artspezifisch wachsen - sei es pfahlförmig oder mit vielen Ausläufern. Hinzu kommen die jeweiligen Standortbedingungen, seien es Bodenbeschaffenheit, Klima, Geländeform und Geografie. Mit Wurzel-Verdickungen wie Knollen oder Rüben überdauern Pflanzenwurzeln ungünstige Lebensphasen. Karotten, Gelbe und Rote Rüben sind sogar essbar. Die feinen Wurzelenden erkunden ständig die Umgebung. Sie suchen nach Wasser, Nährstoffen und treffen auf Mikroorganismen. Dabei festigen und durchlüften sie das Erdreich. Praktisch für Gewässer-Ufer und Böschungen, die sonst durch Wind oder Wasser erodieren würden. Dass im unterirdischen Universum weit mehr Biomasse zu finden ist, als es oberirdisch zu vermuten wäre, ist eine Erkenntnis aus der Rhizosphärenforschung. Dabei wird die unmittelbare Umgebung der Wurzeln im Zusammenspiel von belebter und unbelebter Natur untersucht.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Grundeinkommen für alle

Weltfremde Utopie oder sozialpolitische Notwendigkeit? (1). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Kaum ein Thema polarisiert die öffentliche Debatte schon seit Jahrzehnten so sehr wie die Forderung nach einem "Bedingungslosen Grundeinkommen". Die Idee dahinter: Der Staat zahlt jedem Bürger, jeder Bürgerin allmonatlich einen fixen Betrag, vom Baby bis zur Greisin, und ermöglichst den Menschen damit nicht nur ein Leben in Würde, sondern auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, unabhängig davon, ob ein Mensch einen Arbeitsplatz hat oder nicht. Ein "Bedingungsloses Grundeinkommen" für alle würde natürlich Geld kosten, viel Geld. Die Finanzierung, so meinen Anhänger des Modells, wäre allerdings zum Teil dadurch gewährleistet, dass mit der Einführung eines arbeitslosen Grundeinkommens viele staatliche Transferleistungen überflüssig würden: Familienbeihilfe, Arbeitslosengeld und Notstandshilfe zum Beispiel. Dazu kämen namhafte Einsparungen im Bereich der Sozialbürokratie, die wiederum zur Finanzierung des Grundeinkommens mit beitragen könnten. Auch in den Sozialwissenschaften werden Chancen, Risken und Probleme eines solchen Modells leidenschaftlich diskutiert. Zählten intellektuelle Kapazitäten wie Erich Fromm und André Gorz schon vor Jahrzehnten zu den Befürwortern eines arbeitsfreien Bürgergelds, so hat es immer auch energische Kritik an der Sinnhaftigkeit eines solchen Modells gegeben. Gegner befürchten, ein "Bedingungsloses Grundeinkommen" würde Bürger zur Untätigkeit verleiten, weil der materielle Anreiz zur Aufnahme von Lohnarbeit wegfalle. Das Konzept beruhe überdies auf einer naiven Vorstellung vom Staat, in dem "alle auf Kosten aller" leben könnten. Linke Kritiker wiederum wenden ein, ein Grundeinkommen wäre nichts anderes als eine "Stilllegungsprämie", mit der Menschen, die auf dem immer enger werdenden Arbeitsmarkt keinen Platz mehr finden, "abgewrackt" würden. Wie ist der aktuelle Diskussionsstand in Sachen Grundeinkommen? Hat das Modell eines bedingungslosen Bürgergelds für alle reelle Chancen auf Verwirklichung? Und wäre es überhaupt finanzierbar? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Wissenschaftler/innen wie Barbara Prainsack, Stephan Schulmeister, Margit Appel, Norbert Bolz und Richard David Precht.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

O wie Olive, P wie Paprika, Q wie Quinoa, R wie Reis (1). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Renate Pliem, Ilse Huber, Kim Shirin Cupal *O wie Olive* Die wilde Olive hat ihr weit auseinanderliegendes, natürliches Vorkommen im Mittelmeergebiet, dem Nahen Osten und in Südafrika. Seit dem 4. Jahrtausend vor Chr. wird sie als Nutzpflanze kultiviert. Der Olivenbaum, eine immergrüne Pflanze, benötigt viel Zeit zum Wachsen, kann jedoch mehrere hundert Jahre alt werden. Das älteste bekannte Exemplar eines echten Ölbaums wird auf 4.000 Jahre geschätzt und ist in Vouves auf der griechischen Insel Kreta zu finden. Die mediterrane Steinfrucht ist erst nach mehrmaligem Einlegen in Wasser, bei dem die enthaltenen Bitterstoffe ausgeschwemmt werden, genießbar. Echte Schwarze Oliven sind voll ausgereifte grüne (olivgrüne) Oliven. 90% der heute geernteten Oliven werden in unterschiedlichen Qualitätsabstufungen zu Olivenöl gepresst, wobei kalt gepresstes Olivenöl heute nicht nur in der mediterranen Küche sehr geschätzt ist, sondern bereits in der Antike auch als Heilmittel eingesetzt wurde. Gestaltung: Nikolaus Scholz

09.45 Uhr
Radiokolleg - Klassik so white

Rassismus und fehlende Diversität in der E-Musik (1). Gestaltung: Dalia Ahmed, Helene Breisach "Wir wissen sehr genau, wie Kolonialismus klingt", schreibt der Komponist, Posaunist und Musikwissenschaftler George E. Lewis. "Wir hören ihn bei allzu vielen Festivals für zeitgenössische Musik weltweit, die munter und in Dauerschleife den Stereotyp exklusiven ?weiß'-Seins rund um das Selbstbild der klassischen Musik weiterspielen." Was hat E-Musik mit "Weiß-Sein" zu tun? Einerseits gibt sich die Klassik-Szene weltoffen und international, gleichzeitig inszeniert sie sich als Teil einer Kultur, die von Europa aus in andere Kontinente transferiert worden ist - und das mit Hoheitsanspruch. Auch die Musikgeschichte weist einige eklatante Leerstellen auf: Wer kennt heute den Schwarzen Geiger George Bridgetower, dem Beethoven seine Kreutzer-Sonate zuerst gewidmet hat? Oder Joseph Boulogne, Chevalier de Saint-Georges, von Haydn gefördert und als Komponist hoch angesehen - heute ist er aus den Geschichtsbüchern verschwunden. Auch in der jüngeren Geschichte gibt es zahlreiche Beispiele für Schwarze Komponistinnen und Musiker of Color, denen die Anerkennung verwehrt wurde: der afrobritische Komponist Samuel Coleridge-Taylor zum Beispiel, oder der Dirigent Dean Dixon, der in den 1960er-Jahren Chefdirigent des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks war. Die klassische europäische Kunstmusik war also nie exklusiv weiß. Das Repertoire erweitern - diese Idee stand auch hinter einer kürzlich in Hamburg von Opernstar Thomas Hampson initiierten Konzertreihe mit dem Titel "Song of America". Das Festival präsentierte Musik Schwarzer Komponistinnen und Komponisten, darunter Werke von Robert Owens, William Grant Still, aber auch zeitgenössischer Musikschaffender wie Damien Sneed oder Valerie Coleman. Die aktuelle Musikviertelstunde nimmt aber auch Produktionsbedingungen im aktuellen (E-)Musikbereich unter die Lupe: Unter den Opernstars schaffen es vereinzelt Schwarze Menschen ganz an die Spitze, von Jessye Norman über Leontyne Price bis zu Pretty Yende. Wie aber sieht das unter Orchestermusikern und -musikerinnen aus? Spiegeln sich die demografischen Verhältnisse in Opernchören und Orchestern wider? Nicht zuletzt geht es in dieser Musikviertelstunde auch um neue Konzepte wie jenes, das hinter der Gründung des String Archestra in Berlin steht: "Ich hatte es satt, immer die Einzige zu sein", sagt deren Gründerin, die Musikerin und Wissenschaftlerin Dr. Dr. Daniele G. Daude. Also rief sie ein Ensemble ins Leben, das "Musik von People of Color und Schwarzen KomponistInnen" spielt, und zwar "von PoC und Schwarzen MusikerInnen". Und auch das Chineke! Orchestra in London wurde von der Kontrabassistin Chi-chi Nwanoku 2015 gegründet, um die Diversität in der Klassikwelt zu steigern. Das Orchester hat ein begeistertes Publikum gefunden - ein Publikum, das die ethnische Vielfalt des Orchesters widerspiegelt.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Ursula Strubinsky. Der Komponist und Erfinder Franz Berwald Im Frühling 1841 kam der schwedische Komponist Franz Berwald nach Wien und fand hier etwas, das ihm in seiner Heimat damals verwehrt wurde: Wohlwollen und Wertschätzung. Die Musik des 1796 geborenen Künstlers gefiel dem Wiener Publikum. In Schweden hingegen sorgte sie für Irritation. Sie wurde sogar als chaotisch und krankhaft bezeichnet. Franz Berwald war es sehr lange nicht möglich, von seiner Arbeit als Komponist zu leben. So betätige er sich als Betriebsleiter einer Glashütte und Ziegelei und gründete auch ein orthopädisches Institut. Für dieses schuf er sogar eigene Apparate zur Behandlung. Erst mit 68 wurde er in die Königliche Musikakademie aufgenommen und kurz vor seinem Tod, als 71-Jähriger, übernahm er endlich eine Kompositionsklasse. Heute gilt Franz Berwald als einer der bedeutendsten Komponisten Schwedens. Musikalisch bestritt er eigene Wege, die vielleicht auch ihrer Zeit voraus waren. Zweifellos war er ein eigener Charakter. Eduard Hanslick beschreibt ihn "als Mensch anregend, geistreich, mit großer Neigung zur Bizarrerie". Anlässlich der 180. Wiederkehr von Franz Berwalds Aufenthalt in Wien widmet sich die Sendung diesem Schubert-Zeitgenossen, der in der Bundeshauptstadt nicht nur einige Orchesterwerke schuf, sondern auch seine Liebe, Mathilde Scherer heiratete.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Science Fiction-Schwerpunkt Ex libris Nachlese "Robotermärchen" von Stanislaw Lem (aus dem Polnischen von Caesar Rymarowicz) Gestaltung: Peter Zimmermann

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Hans Georg Nicklaus. New Yorks dynamisches und vielseitiges Orchester "The Knights" mit den Violinkonzerten von Beethoven und Brahms und dem Solisten Gil Shaham. Als "One of Brooklyns sterling cultural products" beschreibt das Magazin "The New Yorker" das Ausnahmeorchester "The Knights", das Offenheit und Gemeinschaft ebenso wie ein möglichst "barrierefreies" Verhältnis zum Publikum auf seine Fahnen schreibt, was vielleicht auch ihren (für europäische Ohren vielleicht eigentümlichen) Namen erklärt: The Knights, die Ritter, die Edelleute und Kavaliere. Der Geiger Colin Jacobsen gründet gemeinsam mit seinem Bruder, dem Cellisten Eric Jacobsen und einem Kreis von Kammermusik-Freunden 2007 das Orchester, das mit variabler Größe ein breites Repertoire von Bach bis zeitgenössischen Komponisten/innen, von Beethoven bis Steve Reich, von Hits der Klassik bis zu Raritäten auf inzwischen 14 CDs aufgenommen hat. In den großen Konzertsälen der USA und Europas ist dieses Orchester ebenso zu Hause wie bei den beliebten Freiluftkonzerten in den Parks von New York. Aber abseits ihres originellen und professionellen Auftretens überzeugt dieses Orchester schlicht durch eine beeindruckende Präzision und ein hörbar vibrierendes Engagement. Mit einem der virtuosesten Geigensolisten der Gegenwart ist in diesem Jahr eine CD mit zwei der bedeutendsten und beliebtesten Violinkonzerte der Klassik erschienen: Die Violinkonzerte Beethovens und Brahms' - zweier Pianisten, die beide nur ein Violinkonzert komponiert haben und sich dafür bei großen Geigern ihrer Zeit beraten ließen. Aber der Zusammenhang beider Konzerte ist noch enger: Brahms hört als 14jähriger Beethovens Konzert gespielt von Joseph Joachim, war restlos begeistert und hielt den Solisten für den Komponisten des Werks. Einige Jahre später schon war Joachim für lange Zeit ein enger Freund und Berater Brahms', nicht nur - wie zu erwarten - bei dessen Violinkonzert.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

Wo bleiben die Lehrlinge? Gründe für den Mangel Gäste: Laura Stockert, B.Sc., Geschäftsführerin, Sindbad Social Business - Chancenproduktions GmbH; Mag. Mariana Kühnel, M.A., Generalsekretär-Stellvertreterin, WKO Österreich. Moderation: Andrea Hauer Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79, E-Mails an punkteins(at)orf.at Rund 3.700 junge Menschen fehlen in den heimischen Betrieben als unverzichtbarer Nachwuchs zu Beginn des neuen Lehrjahrs 2021/22, wie die "Wirtschaftskammer Österreich" letzte Woche vermeldete. Mehr als 13.800 Ausbildungsplätze wären derzeit zu vergeben, aber nur 10.100 Mädchen und Burschen sind auf der Suche. Besonders gefragt sind Lehrlinge in Ostösterreich und hier wiederum in Wien in den Branchen Handel und Gastronomie. Ist der Grund für die ausbleibenden Bewerbungen hauptsächlich die Corona-Pandemie, wie die Arbeitgeberseite vermutet, oder sind Lehrberufe generell nicht (mehr) attraktiv? Plagen sich manche Burschen und Mädchen lieber durch höhere Schulen, auch wenn sie gern ein Handwerk erlernen würden? Schreckt sie der frühe Berufseinstieg? Tatsächlich sind - laut einer Umfrage im Auftrag der Wirtschaftskammer - acht von zehn Jugendlichen zufrieden mit ihrer Lehrstelle; nur vier Prozent von 500 Befragten gaben an, "gar nicht zufrieden" zu sein. Wie kann man junge Menschen für einen Lehrberuf gewinnen? Wie kann man deren Eltern dafür erwärmen? Und wie kann man wiederum Firmen für jene Jugendlichen erwärmen, die als "schwierig" gelten - oder die es schwerer haben - und von den Ausbildenden "unter die Fittiche" genommen werden müssen? Andrea Hauer spricht mit Mariana Kühnel, Generalsekretär-Stellvertreterin in der "Wirtschaftskammer Österreich" und mit Laura Stockert, einer der geschäftsführenden Mitarbeiterinnen von "Sindbad". Das Wiener Sozialunternehmen unterstützt Jugendliche bei der Lehrstellensuche. Wie immer sind Hörer*innen herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen: Unter 0800 22 69 79 können Sie live und kostenlos aus ganz Österreich mitreden, oder Sie schreiben ein E-Mail an punkteins(at)orf.at.

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Johann Sebastian Bach: "Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt", BWV 18; "Jesus schläft, was soll ich hoffen?", BWV 81; "Du sollst Gott, deinen Herren, lieben", BWV 77; "Herr, gehe nicht ins Gericht", BWV 105. RIAS Kammerchor, Berlin, Akademie für Alte Musik, Berlin, Leitung: Justin Doyle. (Aufgenommen am 13. Juni 2021 in der Thomaskirche in Leipzig, beim "Bachfest Leipzig 2021"). Präsentation: Jörg Duit.

15.30 Uhr
Moment

Von der späten Liebe eines Künstler-Paares Er war Geschäftsführer eines großen IT-Unternehmens, sie Schauspielerin, Sängerin, Kabarettistin. Kennengelernt haben sie einander bereits in der Kinderstube - ihre Familien waren gerade aus dem britischen Exil nach Österreich zurückgekehrt. Nur waren der Siebenjährige und die Fünfjährige damals voneinander gar nicht beeindruckt. In den folgenden Jahrzehnten liefen sie einander immer wieder über den Weg. Sie war später mit dem Puppenspieler Arminio Rothstein verheiratet. Er ging dreimal zum Traualtar, bis die beiden ihre Liebe zueinander entdeckten. Im reifen Alter wagten Tony Scholl und Lena Rothstein einen Neuanfang. Privat und auf der Bühne: seit 2013 treten sie mit ihren Programmen auf Kabarett-Bühnen auf. - Aus der Moment-Reihe "Wie wir zusammenkamen". Gestaltung: Bea Sommersguter Randnotizen: Andrea Hauer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Rudi zum Schulanfang Seit heute heißt es für alle Schülerinnen und Schüler wieder jeden Morgen: Wecker stellen und Schultasche packen. Eine Woche nachdem die Schülerinnen und Schüler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland mit der Schule begonnen haben, sind nun auch die restlichen Bundesländer dran. Rudi will wissen, wie sich die jungen Zweibeiner auf den ersten Schultag vorbereiten, wer sich auf den Schulbeginn gefreut hat und wer traurig ist, dass die Sommerferien schon vorbei sind. Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Passagen

ORF Dialog-Forum Aufzeichnung der Diskussion vom 18.5.2021 Mit: Alexander Wrabetz diskutieren: Melisa Erkurt, "Die Chefredaktion" Carola Wille, Intendantin des MDR Martina Zandonella, SORA Reinhard Christl, Ökonom Moderation: Klaus Unterberger, ORF Public Value Gestaltung: Haimo Godler

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. Sufi-Lieder, Schmerz und Sehnsucht: Singer-Songwriterin Arooj Aftab verarbeitet auf ihrem Album "Vulture Prince" den Tod ihres Bruders Die in Pakistan geborene, in Brooklyn lebende Singer-Songwriterin Arooj Aftab wollte ihr neues, drittes Album kantiger und fröhlicher gestalten - dann starb ihr jüngerer Bruder Maher, und alles war anders. Um das Erlebte zu verarbeiten, griff Aftab auf die Jahrhunderte alte Lyrikform des Ghasel zurück, die Schmerz und Sehnsucht ausdrückt, sowie auf die musikalische Sufi-Tradition Pakistans. Mit "Vulture Prince" ("Geierprinz") ist ihr ein sehnsuchtsvolles, intimes Album geglückt, das auch Einflüsse aus der nordindischen klassischen Hindustani-Musik, dem US-amerikanischen Folk und - in einem Song - auch aus dem Reggae einbezieht.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Der Weg der Habsburger in die Moderne mit: Franz L. Fillafer, Historiker am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung: Hanna Ronzheimer Landläufigen Vorstellungen zufolge war die Aufklärung eine rein westeuropäische Idee, die in der französischen Revolution gipfelte und in weiterer Folge zu einem säkularen, demokratischen Staat führte. Als Kontrast dazu werden die obrigkeitshörigen Fürstenberater und Bürokraten aus Ost- und Mitteleuropa angeführt. Neuere Forschungen zeigen allerdings ein anderes Bild. In den konservativ- reaktionär geprägten Regionen Europas gab es vielmehr eigenständige Wege in die Moderne. Ein Beispiel dafür ist die Verquickung von spätbarocker Gelehrsamkeit, von Aufklärungserbe und gesellschaftspolitischem Konservativismus in der Habsburgermonarchie. An den Universitäten trug man hier das Erbe des an der Aufklärung orientierten Kaisers Joseph II. (1765-1790) weiter. Man rezipierte Isaac Newton, Immanuel Kant sowie Adam Smith und grenzte sich mit Natur- und Rechtswissenschaften von spekulativer Romantik ab. Mit dem "Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch" von 1811 trieben die Reformer die - schon unter Maria Theresia und Joseph II. forcierte - Vereinheitlichung der Verwaltung in den verschiedenen Ländern der Monarchie weiter. Sowohl Merkantilisten als auch Liberale in den höheren Verwaltungsebenen setzten auf den freien Verkehr von Waren und Arbeitskräften, wenn auch unter Missachtung der damit verbundenen sozialen Probleme: der Entstehung eines Manufakturproletariats.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Vor der UN-Ernährungskonferenz. Gestaltung: Thomas Kruchem Wie bekommen bald acht Milliarden Menschen genug zu essen? Diese Frage bewegt internationale Institutionen wie die FAO und Agrar- und Ernährungswissenschafter auf der ganzen Welt. Ihre Einrichtungen sind jedoch unterfinanziert. Große Hersteller von Nahrungsmitteln bzw. Dünger- und Pestizidkonzerne nützen diese Lücke für ihre Anliegen. Über "Partnerschaften" erobern sie Einfluss im UN-Ernährungswesen. Die internationale Agrar- und Ernährungsforschung mutiere zusehends zum Dienstleister der Industrie, sagen Kritiker; der aktuelle UN-Ernährungsgipfel fördere industrielle Landwirtschaft statt Agrarökologie.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Durch die Hölle ins Paradies Zum 700. Todestag von Dante Alighieri Von Nikolaus Halmer Dantes Dichtung "Die Göttliche Komödie" gilt als ein zentraler Text der Weltliteratur, in der eine visionäre Wanderung durch das Jenseits geschildert wird. Der Ausgangspunkt ist eine existenzielle Krise von Dante, die durch politische Verfolgung ausgelöst wurde. Geleitet von dem Schriftsteller Vergil gelangt Dante vorerst in die verschiedenen Höllenkreise, in denen Sünder wie Wollüstige, Verschwender, Tyrannen und korrupte Politiker bestraft werden. Nach einem Zwischenspiel im Purgatorium - im Fegefeuer - geht die Reise weiter ins irdische und himmlische Paradies, wo die Seelen der Geretteten im Angesicht Gottes die Freuden der ewigen Seligkeit genießen. Nebenbei schrieb Dante weniger bekannte philosophische Texte wie "Monarchia" oder "Das Gastmahl". Dort unternahm er metaphysische Spekulationen und Betrachtungen über seine Person. Er erzählt von sich als Liebender und Leidender, als Irrender und Lernender und präsentiert somit das biografische Fundament der "Göttlichen Komödie".

19.30 Uhr
On stage

Belmondo Brotherhood Quintet bei den INNtönen 2021 Sie zählen zur Crème de la Crème des französischen Jazz, und zwar einzeln, jeder für sich, wie auch im Doppelpack: Saxofonist Lionel Belmondo und Trompeter Stéphane Belmondo gelten seit vielen Jahren als Fixgrößen der europäischen Improvisationsmusikszene. Zusammen sind sie seit 1993 im gemeinsam geleiteten Brüder-Quintett unterwegs, haben so mit Legenden wie Stéphane Grappelli, Michel Legrand und Yusef Lateef konzertiert und aufgenommen. Aktuell lassen der 58-jährige Lionel und der 54-jährige Stéphane Belmondo ihre Zusammenarbeit wiederaufleben, mit "Brotherhood" ist das erste Album seit zehn Jahren erschienen. Dessen Programm - Hommagen an Wayne Shorter, Yusef Lateef und Gil Evans sowie an die eigene, reiche Karriere-Vergangenheit - brachten die beiden am 1. August 2021 beim INNtöne-Festival zu Gehör. Unterstützt wurden sie dabei von einer mit Eric Legnini (Klavier), Sylvain Romano (Kontrabass) und Laurent Robin (Schlagzeug) bestückten, hochkarätigen Rhythmusgruppe. Marlene präsentiert diesen Höhepunkt der INNtöne 2021 auf Paul Zauners Buchmannhof im oberösterreichischen Innviertel. Gestaltung: Marlene Schnedl

21.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen

21.55 Uhr
"The Way Out"

Der Ö1 Festivalpodcast zum steirischen herbst 2021

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Grundeinkommen für alle. Weltfremde Utopie oder sozialpolitische Notwendigkeit? (1). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Das ABC der Speisepflanzen. O wie Olive, P wie Paprika, Q wie Quinoa, R wie Reis (1). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Renate Pliem, Ilse Huber, Kim Shirin Cupal Klassik so white. Rassismus und fehlende Diversität in der E-Musik (1). Gestaltung: Dalia Ahmed, Helene Breisach

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

"Zeit-Ton" Porträt. Der Komponist, Posaunist und Musikwissenschaftler George Lewis und seine Anleitung zur Dekolonisation der Neuen Musik Er komponiert, kuratiert und schrieb neben Büchern auch eine Anleitung zur "Dekolonisation der Neuen Musik". Der US-Amerikaner George Lewis ist Posaunist, Performer und Kompositionsprofessor an der Columbia University in New York. Er ist im Bereich des Avantgarde Jazz und der experimentellen Musik bei den weltweit bedeutendsten Festivals vertreten. Seit 1971 ist er Mitglied der renommierten Association for the Advancement of Creative Musicians (AACM). Er studierte bei Muhal Richard Abrahm an der AACM School of Music Komposition und bei Dean Hey Posaune. Lewis gilt als Pionier der interaktiven Computermusik und entwickelt Programme, die gemeinsam mit menschlichen Musiker/innen improvisieren. Seine Werke wurden von Ensembles wie dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem London Philharmonia Orchestra, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, dem Ensemble Musikfabrik und dem Studio Dan aufgeführt. Das österreichische Ensemble brachte 2017 beim ORF musikprotokoll im steirischen herbst gemeinsam mit dem Posaunisten Matthias Muche "As we may feel" von George E. Lewis zur Uraufführung. Die Aufnahme wurde in die Jahresbestenliste der "New York Times" aufgenommen. 2020/21 ist Lewis Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Gestaltung: Astrid Schwarz

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr) Mit Ursula Strubinsky. Der Komponist und Erfinder Franz Berwald Im Frühling 1841 kam der schwedische Komponist Franz Berwald nach Wien und fand hier etwas, das ihm in seiner Heimat damals verwehrt wurde: Wohlwollen und Wertschätzung. Die Musik des 1796 geborenen Künstlers gefiel dem Wiener Publikum. In Schweden hingegen sorgte sie für Irritation. Sie wurde sogar als chaotisch und krankhaft bezeichnet. Franz Berwald war es sehr lange nicht möglich, von seiner Arbeit als Komponist zu leben. So betätige er sich als Betriebsleiter einer Glashütte und Ziegelei und gründete auch ein orthopädisches Institut. Für dieses schuf er sogar eigene Apparate zur Behandlung. Erst mit 68 wurde er in die Königliche Musikakademie aufgenommen und kurz vor seinem Tod, als 71-jähriger, übernahm er endlich eine Kompositionsklasse. Heute gilt Franz Berwald als einer der bedeutendsten Komponisten Schwedens.

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten